Leistung muss sich wieder lohnen

Die Geiz-ist-geil-Gesellschaft würgt gerade den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt ab

Nein, es geht hier nicht darum, Steuersenkung für IT-Unternehmen zu fordern. Eher geht es darum, ihren Kunden klar zu machen, dass es sinnvoll ist, für erbrachte Leistung tatsächlich zu zahlen. Die Geiz-ist-geil-Gesellschaft ist nämlich gerade dabei, den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt abzuwürgen. Internet-Dienstleister, die Handy-Industrie und – last but not least – die Open-Source-Gemeinde haben uns daran gewöhnt, dass fast alles im Zweifelsfall auch umsonst zu haben ist.

Schuld ist die Industrie selbst. Das Freeware-Konzept gab es schon lange, als Netscape in den 90er Jahren auf die Idee kam, daraus ein Geschäftsmodell zur Eroberung von Marktanteilen zu machen. Die massenhafte Verbreitung des Internet-Browers sollte den Verkauf des dafür passenden Web-Servers ankurbeln. Der Erfolg war so überwältigend, dass schon bald tausende von Unternehmen Programme, E-Mail-Zugang, Bildschirmschoner, Klingeltöne, Bilder und Texte via Internet verschenkten, nur um bekannt zu werden, die Klickrate zu erhöhen, den Anteil an einem Null-Umsatz-Markt zu erhöhen und so – hoffentlich, irgendwann – kostenpflichtige Werbung auf die Site zu bekommen. Hinter all diesen „Give aways“ steckt jedoch bezahlte Arbeit, für die den Unternehmen inzwischen eigentlich das Geld fehlt. Daher versuchen sie nun verzweifelt ihre Internet-Dienste kostenpflichtig zu machen — die meisten ohne Erfolg. Ähnliche Probleme haben die Handy-Hersteller, die es heute nicht mehr schaffen, den Kunden zu erklären, dass die Produktion ihrer winzigen Telefone mehr als einen Euro kostet.

Ein weiteres Beispiel: Noch Anfang dieses Jahres waren so genannte Hot Spots, kabellose Internetzugänge der Renner in jedem besseren Lokal, ganz besonders in Münchner Biergärten. Seit der Service Geld kostet, kommen die Surfer ohne Notebook, weil sie zu Hause oder im Büro über eine weitaus günstigere Verbindung verfügen. Schon aus diesem Grund dürfte der Traum von Metronetzen inzwischen geplatzt sein.

Eine besonders unglückliche Rolle spielt im Kampf um Marktanteile die Open-Source-Gemeinde. Mit guten Gründen ist sie einst dagegen aufgetreten, dass mit patentierten Pseudo-Erfindungen (der Menü-Button links oben) Geld verdient wird. Ihren Erfolg verdankt die Bewegung jedoch vor allem der Tatsache, dass Open-Source-Software meist kostenlos — oder doch sehr billig ist. Zu den wesentlichen Durchbrüchen gehörte, dass Hersteller den Preis von Web-Server-Geräten mit Hilfe von Freeware auf unter 500 Euro drücken konnten. Der kommerzielle Erfolg führte dazu, dass die Open-Source-Szene heute nicht mehr von Studenten und Freaks dominiert wird, sondern von gut bezahlten Entwicklern bei IBM oder Sun. Überall helfen Freeware und Open-Source-Programme, die Kosten der Hersteller zu senken und machen dabei all den Softwerkern Konkurrenz, die darauf angewiesen sind für ihre Produkte Lizenzgebühren zu verlangen. Einfach gesagt: Sie verderben die Preise.

Nun ließe sich argumentieren, dass sinkende Preise doch im Interesse aller seien. Doch das stimmt nicht immer. Sinkende Preise gehen fast immer auf Kosten der Qualität und wie einige der Beispiele zeigen, auch auf Kosten der Innovationsbereitschaft. Vor allem aber stärken sie tendenziell die Großen des Marktes, die niedrige Preise über hohe Absatzzahlen oder durch Einnahmen aus anderen Quellen auffangen können. So gehört zu den größten Gewinnern der Linux-Booms ausgerechnet der Brancheprimus IBM. Um das Gegenargument vorweg zu nehmen: Es stimmt und es mag sogar wünschenswert sein, dass proprietäre Monopolisten wie Microsoft durch das Open-Source-Konzept in Bedrängnis kommen. Doch wo das Unternehmen aus Redmond Druck spürt, sind andere längst pleite.

Wie im Internet und bei den Handys dürfte es allerdings ausgesprochen schwierig werden, das Etikett „billig“ von den Open-Source-Produkten abzureißen. Zu den Voraussetzungen gehört, den Anwendern bewusst zu machen, dass Geiz nicht geil ist. Zum einen, weil ihnen bei High-Tech-Sonderangeboten das Geld meist anderswo aus der Tasche gezogen wird, siehe Mobilfunkverträge. Zum anderen, weil gerade kleinere und innovative Unternehmen mit den von großen Konzernen gesponserten Billigprodukten (Internet, Open Source) nicht mithalten können. Niedrige Preise heißt für sie schlicht, dass sich ihre Entwicklungsleistung unter solchen Marktbedingungen nicht mehr lohnt.

Themenseiten: Analysen & Kommentare, Business, IT-Business

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33 Kommentare zu Leistung muss sich wieder lohnen

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  • Am 1. September 2003 um 12:24 von Marc-Oliver Schmidt

    Genau, kostenlose ist der Untergang der Welt…
    wo kämen wir denn da hin wenn jeder aus Spaß an der Sache eigene Applikationen entwickelt und somit den Konzernen das Butter vom Brot nimmt?
    Ebenso trete ich für ein Verbot der Nachbarschaftlichen Hilfe ein.

    Bitte enschuldigen Sie mich, aber Ihre Argumentation ist für mich nicht nachvollziehbar.
    Ich habe selber 1 1/2 Jahre mit zwei Freunden an einem Computerspiel (Hospital für den Atari ST) entwickelt und einer unentgeldlichen Verfielfältigung zugestimmt.
    Nach Ihrer Argumentation habe ich auf diese Weise bereits (übertrieben dargestellt) den Marktpreis gesenkt.

    Gruß
    Marc-Oliver

  • Am 1. September 2003 um 12:48 von Frank Finner

    IMHO Nonsense
    IMHO ist der Grundtenor "Software muß Geld kosten" Unsinn. Geld verdienen läßt sich kaum mit der Software an sich: Das Zauberwort heißt Support. Mit Softwareentwicklung an sich läßt sich kein Blumentopf gewinnen, nicht mal die Unkosten decken. Und wenn die Software dann noch Geld kosten soll, wird sie entweder geklaut oder von niemandem mehr eingesetzt. Dann ist es wesentlich günstiger, die Software kostenlos zu verteilen (unter GPL, damit nicht jemand seinen Reibach damit macht), und dann den Support (also Serviceleistungen aller Art) dazu zu verkaufen. Sogar MS macht das im Prinzip so, denn sonst würde nicht bei nahezu jedem OEM-System MS-Software quasi kostenlos mitgeliefert. Und die leben ganz gut davon…

  • Am 1. September 2003 um 13:46 von Andreas Spengler

    Si tacuisses…
    Es ist faszinierend, dass der Autor glaubt, es sei völlig natürlich, dass Softwarehersteller im Allgemeinen den Kunden jede Neuerfindung des Rades als Innovation verkaufen(!) und Microsoft im Besonderen ein Recht auf 300%(!) Marge haben könnten.

    Open-Source-Software ist im Gegenteil ein dringend nötiges Korrektiv, damit nicht ständig das einhundertste Spezialbetriebssystem oder der siebzigste Webserver neu programmiert wird. Und für innovative Spezialsoftware wird es immer einen Markt geben, der auch durch OpenSource-Software nicht zerstört wird.

    Ganz allgemein habe ich den Eindruck, Herr Gfaller hat das wirtschaftliche Paradigma, das hinter freier Software steckt immer noch nicht verstanden.

  • Am 1. September 2003 um 14:46 von Hinz und Kunz

    Leistung muss sich wieder lohnen
    Umsonst ist der Tod….
    …und der kostet das Leben.

  • Am 1. September 2003 um 15:01 von Anonymous

    Oder soll man sagen: Noch mehr für die Industriegiganten!
    Sehr geehrter Herr Hermann Gfaller,

    ich bin über diesen Artikel mehr oder weniger empört! Die Open Source Bewegung ist die einzige übrig gebliebene Bewegung die verzweifelt versucht der Kommerzialisierung und des Monopolwesens von Microsoft entgegenzuwirken. Es geht hier NICHT darum, einem etwas auszuwischen oder Marktanteile abzunehmen, sondern eine Alternative zu Windows zu bieten.

    OHNE kostenlose Angebote wird alles rund um den PC genauso wie in der Musikindustrie enden:
    – CDs zu Peisen, die sich nur noch die betuchte Gesellschaft leisten kann
    – Leute, die in enormer Zahl versuchen über hintertürchen den Zahlungen zu entgehen
    >>>>>>Nur mit dem """winzigen""" Unterschied, dass auf einen PC nicht mehr verzichtet werden kann.

    Wie können sie es sich da erlauben einen Kommentar zu schreiben der die in den Dreck zieht die unentgeltlich etwas für die Gesellschaft tun?

    Wer übrigends etwas für die zukünftige Freiheit und Gleichheit der Gesellschaft tun will, kann gerne an die Free Software Foundation (FSF) spenden.

    Mit freundlichen Grüßen
    ZDNET_READER

  • Am 1. September 2003 um 18:47 von irgendwer

    Preis-Leistungsverhältnis bzw.Total Cost of Ownership zählen …
    In der Tat sind günstige "Einstiegsangebote" häufig eine (Kosten)Falle.
    Aber umgekehrt gilt auch zu prüfen: Muss eine individuelle Software unbedingt so (schrecklich) teuer sein. Häufig ist die Ursache auch der Auftraggeber für eine Software, der während des Entwicklungsprozesses zigmal seine Anforderungen ändert oder die eierlegende Wollmilchsau haben will …

  • Am 1. September 2003 um 20:20 von Matthias

    Re:
    Ja, und womit verdienen Sie Ihr Geld und Ihren Lebensunterhalt?

  • Am 1. September 2003 um 21:06 von egal

    Taeter als Opfer oder kam das Fenster OS durch Qualitaet und Sicherheit zum Monopol?
    Die giveaway Aktion ist doch ganz klar als Mittel des groessten Monopolisten mit dem Fenster OS forciert und genutzt worden und wird es immer noch.

    Oder wie wurde nochmal der IE zur Killerapplikation? Wie war das mit dem zugehoerigen Mailprogramm? Jahrelang wurde das Kopieren anderer Applikationen geduldet um die eigene Monopolstellung zu verfestigen.

    Jetzt wo das Wachstum der Profite nicht mehr so steil ist, werden ueber Intellectual Property und Patente gerade die kleinen und mittleren Firmen abgekocht und die werden auch nichts merken bis keine mehr von Ihnen da ist und das Geld weiterhin ungehindert in die Kassen von Redmond geschwemmt wird.

    Was koennen denn kleine und mittlere Unternehmen dagegen tun, wenn auf einmal die beiden monopolisten t-online und redmond das proprietaere Format WMA zum dogmatischen Standart eines allherrschenden Oligopols zu machen fuer das alle zahlen sollen und aus dem viele ausgeschlossen sind.

    Und das alles gestuetzt von Politikern die dafuer uneingeschraenkt Lobbyismus betreiben.

    _Das_ scheint die Leistung zu sein die sich lohnt.

    • Am 2. September 2003 um 7:37 von Dietmar

      AW: Taeter als Opfer oder kam das … Super!
      Wow, ich muß schon sagen: kaum ein Beitrag hier aus dem "ZDNet" hatte soviel response!
      Ich bin leicht gerührt von soviel Meinungsäußerung die zeigt, es gibt wenigstens in dieser Branche noch Menschen, die den gesunden Menschenverstand noch nicht abgeschalten haben.
      Und über all dieses sollte man aber vielleicht auch mal die wahren "Täter" nicht vergessen bzw. genauer suchen. Ist denn heutzutage der Kunde an der fehlenden Kaufkraft schuld? Ist die Industrie denn dermaßen daran schuld, daß dem potenziellen Käufer die finanziellen Mittel fehlen? Ich sage NEIN! Aber vielleicht ist das hier der falsche Ort, um Diskussionen über heutige Politik und Gesselschaftsformen anzustreben…

      MfG
      D. Sagret

  • Am 1. September 2003 um 22:38 von Janek

    Wow, total daneben…
    Zum Glueck war der Artikel als Kommentar gekennzeichnet worden! Ich glaube der Autor hat die Idee von Open-Source nicht verstanden, aber wir sind in einem freien Land und jeder kann seine Meinung aeussern.
    Open-Source produziert sehr haeufig sehr gute und stabile Software (haeufig besser als kommerzielle Anbieter). Entwickler haben viele Gruende zu Open-Source beizutragen, unter anderem Glauben, monetaere (oder non-monetaere), Fun, Ehrgeiz, Bestaetigung und viel viel mehr!, so dass das Kommentar ziemlich einzeitig ist. Klar, wenn open-source auch Geld macht dass dann grosse Firmen auf den Zug springen. Das hat aber wenig mit der open-source Bewegung zu tun (vielmehr mit der Freiheit, die GPL oder LGPL anbieten o.a.), die weiter relativ ungestoert in ihrem Pace arbeitet.
    Warum soll ich Geld fuer schlechte Software ausgeben, wenn das Wissen ueber die Software eine Commodity geworden ist und eine bessere freie Implementierung vorliegt? Warum soll ich jemanden fuer intellektuelle property bezahlen, wenn dieses Wissen Allgemeingut ist? Woher nimmt der kommerzielle Anbieter das Recht, mir fuer Allgemeingut eine Rechnung zu stellen?
    Open-Source ist nicht fuer jede Software geeignet, aber fuer einen Grossteil der ernsthaften open-source Implementierungen ist dieses Modell am besten geeignet (es ist zum Beispiel nicht geeignet fuer Domain specifisches Wissen, wo das Wissen haeufig proprietaer ist).
    Ich glaube eher der Autor wollte provokieren und freut sich jetzt insgeheim ueber das Feedback (pssst… wahrscheinlich wird damit seine Kommission bestimmt!). Ich bin leider drauf reingefallen :-(
    P.S. Das war uebrigens auch nur ein Kommentar!

  • Am 1. September 2003 um 22:43 von Rene Schmidt

    Also, Herr Gfaller,
    Also, Herr Gfaller, Ihre Schlussfolgerungen hinken doch sehr stark und sind nicht besonders schlüssig.

    1. Mit Freeware oder OpenSource-Software lässt sich direkt oder indirekt hervorragend Geld verdienen. Schauen Sie sich SuSE an, RedHat, Sun, IBM, HP… Das sind nicht gerade kleine Klitschen, die am Hungertuch nagen.

    2. Microsoft, der Wir-haben-eine-Marge-von-300%-Konzern, bietet seit Jahren nicht gerade hochwertige Software kostenlos an, um Konkurrenten aus dem Markt zu drängen – nachdem Sie das Internet fast verschlafen hätten, siehe Netscape, Opera, diverse Mailclient-Anbieter. Hier zu fordern, dass "Leistung sich wieder lohnen" müsse, ist wohl fehl am Platz.

    3. Das Etikett "billig" von den Open-Source-Produkten abzureißen ist ganz einfach: Linux und Unix-System erfordern vor allem im professionellen Bereich mehr Manpower und somit finanzielle Resourcen als Windows-Systeme, bei denen man sich mit simplen und billigen MSCEs helfen kann. Von "billig" kann also keine Rede sein, das gilt nur für die Anschaffungskosten, die bekanntlich nicht den Löwenanteil der TCO ausmachen.

    4. Übrigens verwechseln Sie wohl etwas: OpenSource-Software ist nicht zwangsläufig kostenlos. Was Sie meinen ist Freie Software, die aber ebenfalls nicht zwingend kostenlos angeboten werden muss. Die Triebfeder von Entwicklern Freier Software ist der Zugang zur Informationsgesellschaft für *alle*, ohne Ausnahmen. Freie Software ist ein Stück Demokratie und Unabhängigkeit von Konsumterror und Bevormundung.

    Besonders in diesem Punkt finde ich, dass Ihr Beitrag ein Schlag ins Gesicht aller solcher Idealisten ist, die ihre Freizeit opfern – wenn Sie nicht beruflich Freie Software entwickeln, um den Menschen zu mehr Demokratie zu verhelfen.

  • Am 2. September 2003 um 1:01 von BOB

    Qualität zählt, nicht Preis!
    Ich kann die Argumente kaum nachvollziehen. Es gibt Menschen, die sich Sony- oder Toshiba-Notebooks kaufen und dabei das doppelte dessen zahlen, was sie für Gericom zahlen müßten.
    Es geht um die Qualität und nicht, wie fälschlich behaputet, um den niedrigsten Preis. Und das trifft vor allem auf die Open-Source-Software zu. Jeder, der ein Netzwerk mit einem Server schon mal betreut hat, wird es bestätigen. (Auch mit Open Office fühle ich mich persönlich nicht benachteiligt.) Hätte man sich auf Firmen wie Microsoft verlassen, wäre das Internet immer noch Sache der Uni’s und einiger Freeks.
    Ausserdem: Ähnliche Meinung habe ich schon gehört… von M$.

  • Am 2. September 2003 um 3:23 von Michael

    ..wie ein Schlag ins Gesicht.
    Sehr geehrter Herr Gfallen.
    Ich weiss, ihr Kommentar gibt nur ihre Meinung wieder und Sie dürfen sich natürlich ihre eigene Meinung bilden.
    Und doch traf mich ihr Kommentar wie ein Schlag ins Gesicht.

    Geiz ist für mich und meine Familie Überlebenswichtig.In meinem Budget ist es nicht drin für Sohneman und Tochter auch noch Geld für Software auszugeben.
    War ich doch schon froh jedem einen "einigermaßen" zeitgerechten Rechner zu
    besorgen (Naja Das Kommerzielle WinXP würde auf der Hardware allerdings nicht mehr so flott Laufen)
    Schauen Sie sich doch mal die Mondpreise von einigen Softwareanbietern an und bedenken Sie bitte dabei das man alleine mit zb WinXP nichts anfangen kann, man also jedes noch so kleine Tool dabei kaufen muß.

    >Die Geiz-ist-geil-Gesellschaft würgt gerade den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt ab

    Es tut mir leid das ich als Arbeitsloser mit meiner "Geiz-ist-geil-Mentalitätät" nun auch noch die Software Wirtschaft schädige, jedoch hat die Wirtschaft mit Ihnen jemanden gefunden der ihre Probleme versteht und für sie Lobby Arbeit betreibt.

    mfg

    Michael Streit

    • Am 2. September 2003 um 3:26 von Michael Streit

      AW: ..wie ein Schlag ins Gesicht.
      Sorry, ich meinte natürlich Herr Gfaller.

      mfg
      Michael Streit

  • Am 2. September 2003 um 6:58 von Tutnix Zursache

    Immer das selbe
    Es ist immer das selbe.
    Erst wird der Kunde dazu erzogen das ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung nichts oder wenig kostet, und wenn er sich daran gewöhnt hat wird er beschuldigt an der ´Miesere schuld zu sein.
    Das war und ist bei den Handy´s so , bei den Last Minute Angeboten, bei den Biligfliegern usw.
    Jeder ist sich doch darüber im klaren das diese Preise nicht richtig sein können, aber wer mit einem gesunden Menschenverstand wird mehr zahlen als er muss!
    Was mich aber ank…t ist, das wenn es der entsprechenden Branche wegen Preisdumping (denn die alle mitgemacht haben) dann dreckig geht, mit allen ihr zur verfügung stehenden Fingern auf den Kunden zeigt und sagt "Du bist schuld das es mir schlecht geht"
    Und zu Herrn Gfaller.
    Ja Sie kauffen immer nur zur unv.Preisempfehlung des Herstellers ein,BlaBlaBla

    Aus dem Grunde : Geiz ist trotzdem Geil

  • Am 2. September 2003 um 8:10 von Resing

    Geiz ist Geil ?
    Eine verquere Weltansicht, die der Herr Gfaller vertritt. Gerade in der USA, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, gehören deratige Geschäftspraktiken (Gimicks) schon seit jeher dazu. Dies ist also ein Produkt der freien Markwirtschaft und hat nun wirklich nichts mit OpenSource zu tun. Selbst Microsoft tat dies durch die Beigabe des Internet Explore und und und …

    Die Geschäftsidee, die hinter OpenSource steht, ist dabei eine ganz andere und hat mit Gimicks absolut nichts zu tun. Linux ist nur ein "Grundsystem", das für viele Gelegenheiten, firmeninterne Software oder Hardware, angepasst werden kann. Dadurch wird z.B. die eigene Produktivität, die innere Sicherheit und die "Zukunftssicherheit" erhöht. Dies alles kostet durch aus und schafft auch die nötigen Arbeitsplätze, sofern nicht alle so eindimensional denken wie Herr Gfaller.

  • Am 2. September 2003 um 8:25 von Sönke Dohrn

    Unerträgliches Kommerzdenken
    Statt der Open-Source Gemeinde die Leistung zu akkreditieren, gar die revolutionären Züge innerharlb der Softwarebranche begeisternd aufzugreifen, wird von Ihnen Herr Gfaller lediglich Schema F propagiert, nämlich das qualitative Software auch ordentlich was kosten soll, damit es sich wieder lohnt innovativ zu sein.
    Innovativ ist es, wenn sich Menschen aus allen Herrenländern zusammen setzten und was gemeinsam schaffen, aus dem Wunsch heraus etwas Grandioses abzuliefern.
    Uninnovativ ist es, gute Software mit ein paar neuen Features in der Version X.Y dem Kunden als Update für x-hundert Euro unterzujubeln und ihn dann bei vielen kleinen Problemen im Regen stehen zu lassen. Z.B. läuft in der Firma eine KHK-Software – Spitzen ERP für kleine bis mittelständische Betriebe. Nun ist aber eine Konfigurationseinstellung so versteckt, dass die Emailexportfunktion mal lustig mit und mal lustig ohne Attachment abläuft. Die Kundenbetreuer sind telefonisch nicht zu erreichen, weil immer ausser Haus. Und der einzige Ansprechpartner ist jemand, der dem Deutschen nicht mächtig ist. Vielen Dank, dass für so viel "Innovation" und "Qualität" auch noch Geld verlangt wird!

    Sicher könnte dieses Beispiel ihre These bestätigen – Leistung lohnt sich nicht. Für den Anwender trifft diese aber den Nagel auf den Kopf, denn für sie lohnt es noch weniger teure Software zu bezahlen, wenn der Service nicht stimmt. Lieber gleich das Ding für ein paar Cent als Open-Source erwerben und gleich ganz auf Service verzichten. Diese Situation zeigt den vorhandenen Teufelskreis und zeigt auch, dass Software, als ein Produkt, heuer nicht mehr der Primärfaktor zum Geldverdienen ist, sondern die nachfolgenden Serviceleistungen.

    Um dem Gedanken Folge zu tragen, schauen sie sich doch Macromedia und Microsoft an. Diese haben zusätzlich Lehrgänge eingerichtet, um die Zertifizierung und damit verbundenes Können zu herrausragenden Nutzung der Software zu belegen. Dadurch erfährt die Person und die Software selbst eine stative Aufwertung und nützt somit beiden Parteien.

    Zusammenfassend möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass der Versuch nur aus der Software selbst Geld zu verdienen, in einer Servicegesellschaft nicht mehr allein ausreichen wird. Viel wichtiger wird es sein, wie die Software von dem Unternehmen weiter unterstüzt wird. Denn hier liegt ein ganz klarer Vorteil gegenüber Open-Source.

    Auch wenn alles in allem nichts wie das Gelbe vom Ei erscheint, so möchte ich eindeutig keinen Rückfall in die Zeiten der hohen Softwarepreise sehen, wo Versionsnummern wahllos draufgeklebt werden, damit Kunden das Geld aus der Tasche gezogen wird unter dem Vorwand, dass es sich um viel "Innovation" handelt, dass diese Software innehält.

    MfG

    • Am 2. September 2003 um 8:54 von Peggy

      AW: Unerträgliches Kommerzdenken
      Danke, Sönke D., das war ausgezeichnet geschrieben!

      Ohne Opensource-Gemeinde wären wir ALLE dem mit allen Mitteln der Mächtigen kämpfenden und die US-Regierung bestechenden Monopolisten MS hoffnungslos ausgeliefert! Es MUSS eine Alternative geben. Firmen werden ja alle von MS aufgekauft, sobald sie ernst zu nehmen sind …

  • Am 2. September 2003 um 10:02 von Meisterheisster

    Innovation & Gebühren
    Der Artikel ist ziemlich einseitig und kurzfristig
    gedacht. Wo ist der Bezug zwischen Innovation & Resourcen? Wenn eine Person im Linuxumfeld eine Idee hat und seine Idee programmiert und der Allgemeinheit zur Verfügung stellt, um sie weiter zu entwickeln, hat er mehr zur schnellen Verbreitung von Wissen/Innovation beigetragen, als eine Firma, die ein Patent auf seine SW erwirkt und 20-30 Jahre davon profitiert, bevor es rechtmässig kopiert werden darf.

    Kleine Firmen werden durch diese Offenheit gerade dazu ermuntert Innovationen zu erbringen, da eine Software meisst auch einen Service/Consulting benötigt, um die Software innerhalb einer Firma einzuführen. Und wer könnte es nicht besser als derjenige der Teile des Programmcodes dazu beigetragen hat?

    Ausserdem könnte eine kleine Firma niemals eine komplexe Entwicklung selber stemmen und profitiert bei der Produktentwicklung von externen Codes / Prg’s.. Aufbauend auf dieser Grundlage können viele kleine Firmen sehr spezialiserte Dienste in der Softwareentwicklung, aber vorallem im Consulting und anderer Dienstleistungen erbringen zu der Sie vorher nicht in der Lage waren.

    Opensource ist ein Element innerhalb der Branche geworden, welches schnell zur Weitergabe von Wissen & Innovation und damit zu Wachstum beiträgt, weil es gerade kleine Firmen sind, die ohne Einstigsbarrieren neue Innovationen entwickeln können, ohne in die Lizenzfalle zulaufen.

    Natuerlich Firmen, die meinen mit einem patentierten Officepacket noch das grosse Geld zu verdienen werden von der Opensourcegemeinde hinweggefegt. Gut so… Wo ist da die Innovation in den letzten 5 Jahren geblieben ?

    War der Artikel vielleicht von Microsoft gespronsort ?

  • Am 2. September 2003 um 15:26 von Andreas Heinchen

    Merkwürdige Beispiele
    Ich habe ihren Artikell gelesen und habe den Eindruck gewonnen, das Herr Gfaller über OpenSource schreibt, ohne zu wissen, was Open Source ist. Ich stimme ihm zu, Leistung muß sich Lohnen. Ich wiederspreche ihnen aber darin, das OpenSource die Preise verdirbt. Ich finde ihre Handy/Internet/Hotspot-Vergleiche an den Haaren herbeigezogen. Bei Handys, im Internet und bei kostenlosen WLAN Zugängen wurde in der Hoffnung auf spätere Geldeinnahmen Leistung verschleudert oder verschenkt. Bei Opensource ist das Hauptanliegen, die Quellen an die Anwender mitzugeben. Zudem gibt es viele Kostenpflichtige Opensourceanbegote wie z.B: kommerzielle Distributionen oder z.B. WineX. OpenSource ist freie Software im Sinne von Transparent (d.h. einsehbar) und offen( d.h. änderbar ), nicht im Sinne von Freibier.

    Was die Preise verdibt sind eher Firmen wie Microsoft, die dank ihrer Vormachtstellung technisch ausgereifte Produkte wie z.B. seinerzeit OS/2 den verdienten Erfolg verhindert haben.Zu jedem neuen PC wird ein Windows mit anderen giveaways wie z.B. Word/Excel/Powerpoint u.a. beigelegt, der Verbraucher wird dadurch abgehalten sich nach besseren Produkten (deren Schöpfer mehr geleistet haben) umzusehen, dadurch wird das grundlegende Prinzip der freien Marktwirtschaft, namentlich Angebot und Nachfrage, auser kraft gesetzt. Die Schöpfer von Produkte wie IBM’s OS/2 oder Corels WordPerfect wurden durch "Geiz ist geil"-Mentalität um ihren Verdienten Lohn gebracht. Allerdings hatte in den Fällen Opensource nichts damit zu tun.

    Zum anderen beklagen Sie, das durch OpenSource innovative Unternehen nicht mehr Entwickeln, weil sich die Entwicklung wegen Opensource sich mehr bezahlt machen würde. Vielmehr sind innovative Entwicklungen nur dann innovativ, wenn es nicht schon eine Vergleichbare andere ( unter anderem OpenSource- ) Lösung gäbe. Unternehmen wie Opera oder DivX-Networks haben es vorgemacht, das man gegen Opensource bestehen kann. Das geht aber nur, indem man wirklich mehr leistet.

    Auch in dem Punkt das der Erfolg von OpenSource darin liegt, das die Software umsonst oder günstig ist, wiederspreche ich Herr Gfaller. Ich habe mich Opensourcesoftware zugewand aus unzufriedenheit über Closedsource. Es war für mich teuerer nochmals 129 DM für ein zweites Betriebssystem neben Windows auszugeben. Das aus dem zweiten Betriebsystem in der zwischenzeit das erste geworden ist, und Windows in der zwischenzeit ungenutzt vor sich hergammelt, liegt einfach an denn unzulängigkeiten von Windows.

    Desweiteren schreiben Sie, das sinkende Kosten zu schlechter Qualität führen. Aber grade in dem von ihnen angesrochenen Webservern ist schlechte Qualität (=ausfallzeiten) der höchte Kostenfaktor. Freie Webserver wie z.B. Apache werden kommerzielen Produkten wegen höherer Qualität und größerer Zuverlässigkeit vorgezogen, da schlechte Qualität hier unbezahlbar ist. Die Qualität von Apache kommt aber durch die Quelloffenheit und nicht in der Preisgünstigkeit! Die Kosten eines Produktes sagt nicht über die Qualität aus.

    Auserdem möchte ich abschliesend anmerken, das grade das Unternehmen wie IBM und SUN die durch Opensource profitieren, zu den innovativsten Firmen im IT-Bereich gehören.

  • Am 2. September 2003 um 16:02 von kid neo

    Quelle der Innovation
    "Who knows? But the key, world changing innovations are going to come from some place you never expected and are going to be delivered in a manner you’d never consider, from people you thought would probably never have made it."
    Zitat Jay Wilbur, Epic Developer.
    Quelle: news.bbc.co.uk/1/hi/technology/3187847.stm

    Das bringt es wunderbar auf den Punkt. Denn so etwas wird immer belohnt!

  • Am 3. September 2003 um 8:13 von Alexander Scheib

    Informations- und Wissensgesellschaft
    Die Musikindustrie hatte bei der Einführung der Musikkassette behauptet, dass ihr die "Raubkopien" das Genick brechen würden. Dieser Katzenjammer wiederholte sich bei der Einführung der CD-Brenner. Die Filmindustrie bläßt seit der Einführung der DVD-Brenner ins gleiche Horn.
    Bisher hat sich nichts von alledem eingestellt !!

    Fachhochschulen und Universitäten veröffentlichen schon immer Studien- und Forschungsergebnisse, die sich die Industrie zu nutzen macht. Dazu gehören auch millionen von Programmen, samt Quellcode !!!!
    Wer will jetzt behaupten, dass das für die Industrie nicht von Vorteil gewesen wäre !?

    …Informations- und Wissensgesellschaft – wir müssen da offensichtlich noch viel lernen … ?!!!

  • Am 3. September 2003 um 13:14 von Cryostal

    Leistung lohnt sich auch
    Ich habe fuer Open Source Produkte bereits mehr Geld ausgegeben, als vorher fuer Closed Source Produkte.
    Uebrigens weiß der Großteil der ernsthaften Anwender, daß Open Source nicht bedeutet kostenlos. Nur wer kaum Ahnung von der Materie hat wie der Autor des Artikels Gfaller kann solche Behauptungen aufstellen.
    Auch unter Linux ist Proprietäre Software moeglich, genauso wie unter Windows Open Source moeglich ist.
    Es ist aber gerade wegen der Sicherheitsbedenken notwendig, daß das die Software, die sehr häufig oder in allgemeinen sicherheitsrelevanten Bereichen im Einsatz ist, wie Betriebssysteme oder Standard-Office-Software oder Email-Programme, im Open Source bereich besser aufgehoben ist, da hier Fehler schneller erkannt werden und es nicht zu so einer Ansammlung von Sicherheitslücken und anderen Fehlern kommen kann wie es derzeit bei MS Windows der Fall ist.

  • Am 3. September 2003 um 19:53 von Tommy Truschkewitz

    Kritik
    Der Autor dieses Textes ist der Meinung, dass OpenSource keine Qualität hätte und mit kommerziellen Anbietern nicht mithalten könne. Wie kommt er zu dieser Aussage? Ist er überhaupt schon einmal mit Opensource in Kontakt gekommen?
    Und selbst wenn Opensource die kommerzielle Softwareentwicklung kaputtmacht. Selbst wenn es so wäre, welche Nachteil hätte das? Kylix z.B. bietet die von der Firma Software jetzt kostenlos an und kommt trotzdem über die Runden. Der Grund? Sie werden nur für Support und Service bezahlt. Ausserdem entwickeln Firmen ja an Opensource Programmen wie den Linux Kernel mit, weil sie ihn nutzen.

  • Am 4. September 2003 um 16:01 von Richter

    Zu weit weg von der Realität Kostenlos != Kostenlos
    Hilfe, kann man da nur sagen.
    Der Vergleich hinkt gewaltig.
    Zwar setzen Konzerne wie IBM vermehrt auf OpenSourceSoftware (OSS) aber viel mehr um die eigenen Entwicklungskosten in nicht relevanten Bereichen zu sänken und sich auf die eigentlichen Aufgabe(SMP,Cluster,…) zu konzentrieren. Die Entwicklung der Oberfläche liegt dann bei KDE, Ximian & Co, die auch Enterprise Angebote haben für Zahlende Kunden.

    Weiterhin muss man abwägen in welchen Bereichen wirklich OSS kostenlos ist, nur bei den Freaks, die sich die Distributionen aus dem Internet per iso-file besorgen. Im Enterprise Umfeld, also dort wo der Computer nicht blos 350 Euro Kostet spielt, ist es egal ob OSS, hier steht die Betreuung der Kunden im Vordergrund, der Kunde zahlt für Support gut. Kommt hier ein ClosedProdukt zum Einsatz, fällt der Preis zu den Supportkosten nicht mal groß ins Gewicht.

    Bei den Kleinen Kunden die sich mal eben 10 Lowcost Computer hinstellen, diese Kunden wollen selten auch für Support bezahlen, und mit Software kann man da auch nicht groß verdienen, weil diese sich nicht leisten können für jedes Programm Hunderte Euro jedes Jahr auszugeben.
    Eine SuSE Enterprise Server mit 1 Jahr Maintenance Support kostet auch EVP 1042,84 Euro, kann also locker mit Windows mithalten. Nur bei Windows schlagen dann die Zugriffslizenzen und ähnliche abkasierer Mentalitäten noch zusätzlich zu buche, die aber nichts mit der eigentlichen Produktfunktionalität zu tun haben.

    Der kleine Heimanwender, kostet sogar noch mehr, selbst MS betreut diesen nicht direkt. Das Geld für Support gibt dieser kaum aus, weil er fast immer jemand kennt der etwas Ahnung ver der Materie hat. Programme kauft er sich auch meist nur mit einem Rechner neukauf, oder bei wirklich dringenden Bedarf, dieser wird dann meist durch Raubkopien abgedekt, weil man sich eien 500Euro Teure Lizenz nicht leisten kann. Genau hier setzt dann OSS und Freeware an, dem Anwender eine nutzbare Lösung zur Verfügung zu stellen ohne mit Lizenzproblemen in Konflikt zu kommen.

    Also liegt es an der Industrie nutzbare Anwendungen anzubieten, die auch von jedem bezahlt werden können und von der Funktion den Bedarf abdecken.

    Weiter vertauscht der Artikel zu oft OSS, Freeware und Freie Software. Auch hat im Browserkrieg nicht Netscape angefangen seinen Browser komplett kostenlos zu verteilen sondern MS, Netscape musste seine Bezahlversion auf druck auch kostenlos verteilen. Nur etwas zu spät, sonst wär Netscape nicht so schnell abgefallen beim Marktanteil.

    Übrigens ist OSS nur eine Erweiterung alt bekannter Methoden wo Konzerne Produkten gemeinsam mit Universitäten entwickeln mit dem Unterschied, dass dort bei der Entwicklung Propritärer Produkte noch öffentliche Gelder verwendet werden.

  • Am 23. September 2003 um 13:03 von John Doe

    So ein Blödsinn!
    Das ist ja wohl meilenweit von der Realität entfernt!! Warum sollten in der IT-Brance andere Marktgesetzte gelten als in anderen Märkten?
    Dann muß der Autor auch alle ALDI Käufer auffordern lieber im Tante-Emma Laden zu kaufen. Was ist mit Green-Card Fachleuten und Bauarbeitern aus Portugal und dem ex-Ostblock?
    Dumping geht wohl nur dann, wenn Unternehmer davon profitieren – wenn es mal zum Vorteil der Konsumenten ist, ist gleich die Weltwirtschaft in Gefahr.
    So einen tendenziellen Artikel hätte ich hier nicht erwartet!

  • Am 24. September 2003 um 15:41 von mluetz

    Es gibt keinen gerechte Arbeitsbewertung
    Da haben wir’s mal wieder, dem einen gefällt nicht, was den Anderen nutzt. Preisoszillation nennt man so etwas. In der Marktwirtschaft, in der wir nun mal leben, regiert das Ergebnis aus Angebot und Nachfrage. Es ist jetzt eben die Zeit, wo die OpenSource Bewegung ihren Stempel in der Preisfindung aufdrückt. Wenn die Software dadurch kostenbedingt ein zu niedriges Niveau erreichen sollte, wird sich der Markt bei entspr. Nachfrage in eine neue Richtung bewegen.
    Wir können jetzt durch Regulierungsgremien eingreifen und diesen Vorgang verzögern aber nicht verhindern. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich ein selbsterklärendes OpenOffice selbst auf MacOSX benutzen kann, dass absolut Binärkompatibel ist. Ob ich dann auf XP, Linux oder OSX arbeite ist schnurz egal.

    Dienstleistungen sind etwas anderes als Softwareprodukte. Wenn div. hochqualitative OpenSource Derivate kommerzielle Softwareprodukte verdrängen sollten, besteht immer noch der gleiche Schulungs- bzw. Migrationsbedarf; und OpenSource heißt nicht, danke für die kostenlose Schulung !

  • Am 25. September 2003 um 23:14 von Tut nix zur Sache

    Die Basis für Innovation
    Ich bin der Meinung, dass Open Source die Basis für Innovation bilden kann. Nicht wie bei Betriebsystemen aus Redmond üblich, wo sich ein einzelner, nämlich Microsoft selbst den Boden bereitet um darauf kräftig abzukassieren.
    Ich finde, dass gerade das Beispiel von Microsoft Office zeigt, dass vollkommen überteuert Software verkauft wird zeigen sollte, das der Autor vollkommen falsch mit seiner Meinung liegt! Wenn kleine Unternehmen auf der Basis von offenen Systemen Ihre Lösungen abnieten, die einen guten Nutzen für den Benutzer hervorbringen, dann vor allem dann, wenn es eine breite Basis an offenen Schnittstellen gibt. Deshalb sollte der Spruch: "mit offen Karten spielen ist Geil" endlich mal den überstrapazierten Werbespruch ablösen, mit dem hier auch in diesem Beitrag wider zu unrecht alle Verprügel werden sollen!

  • Am 26. September 2003 um 19:53 von Ralf Mitschke

    Gute Ansätze
    Man sollte bei aller berechtigter Kritik nicht vergessen, dass der Artikel auch einige gute und richtige Ansätze hat, z.B. bei der Einschätzung der Marktproblematik.
    Falsch ist zwar das OpenSource, freie Software oder das alte Konzept der Shareware (remember?) Innovationen verhindern -eher das Gegenteil ist der Fall- , richtig ist aber, dass Marktmonopolisten, nicht nur MS, wesentlich mehr nutzen aus diesen Formen des Vertriebes ziehen können als etwa klein- oder mittelständische Betriebe und Individualisten, von denen letztlich die Innovationen meist kommen.
    Und ebenfalls ist es richtig, dass die Branchenriesen viel besser damit zurecht kommen, wenn kostenlose Demos oder Vollprogramme letztlich direkt kein Geld abwerfen, als dies bei kleinen Anbietern der Fall ist.
    Eine gute und lobenswerte Lösung dieses Problems praktizieren H+B EDV mit dem bekannten und guten AntiVir: Unternehmen zahlen, Privatkunden nicht.
    Hier wird denen in die Tasche gegriffen, die es sich leisten können und damit Qualität für alle garantiert.
    Leider ist dieses Konzept wohl nicht universell einsetzbar, denn was sollen Firmen mit Multimediaprogrammen, Spielen oder kreativer Software.

  • Am 2. Oktober 2003 um 20:02 von redlich und sparsam

    was ein mist
    der bogen läßt sich noch weiter spannen, so sind doch eltern durch ihre kostenlose erziehung daran schuld, dasss nicht mehr erzieher hoch bezahlte jobs finden oder nehmen wir mal die leute die in ihrer freizeit in sportvereinen ehrenamtlich aktiv sind, durch sie werden die betreiber von kommerziellen sportangeboten, wie fitneßklubs unermeßlich geschädigt.
    wenn man meint hier das ende der umsonstkultur im netz zu propagieren so können sich diese agitatoren eines von mir hinter die ohren schreiben: ich werde definitiv keinen cent zuviel oder auch nur mehr bezahlen. wenn ich für einen euro kein handy mehr kriege, brauch ich auch keines mehr. wenn ich für emails geld zahlen soll werde ich solange wechseln wie es einen umsonstanbieter gibt. wer meint andere dienste wie spiele oder chats kostenpflichtig zu gestalten, soll sehen wo er dafür geld bekommt, von mir wird es nix geben. also um es nochmal deutlich zu sagen, wenn ich für sachen die bislang umsonst waren etwas zahlen soll, dann werde ich auf diese sachen leichtfertig verzichten!!!!

    • Am 18. Oktober 2003 um 10:15 von Sailer, Egmont

      AW: was ein mist
      Hallo,
      so ein Mist; wie wahr.
      Sie können bei mir im Betrieb sofort anfangen. Anscheinend arbeiten Sie gratis.
      Oder sind Sie nur ein weiteres Opfer des Konsumterrors?

      mfg.
      Sailer, Rheinfelden

  • Am 3. Oktober 2003 um 17:33 von neo

    neo
    absolut korrekt ! können wir voll unterschreiben

  • Am 21. Oktober 2003 um 1:51 von Sven K.

    Anachronistisches Geheule …
    Sie schreiben:
    "Ihren Erfolg verdankt die Bewegung jedoch vor allem der Tatsache, dass Open-Source-Software meist kostenlos — oder doch sehr billig ist."

    Ihren Erfolg verdankt die Community das
    Freie Software (inkl. der FREIEN Open-Source-Software) frei ist und dem
    Benutzer und dem Entwickler essentielle
    Freiheiten gewährt, die ihm proprietäre
    Software verweigert.

    dann weiter …
    "Der kommerzielle Erfolg führte dazu, dass die Open-Source-Szene heute nicht mehr von Studenten und Freaks dominiert wird, sondern von gut bezahlten Entwicklern bei IBM oder Sun."

    Was kommerzieller Erfolg ??
    Wie kann das sein ?
    Gut bezahlte Entwickler ?
    Ich dachte Leistung lohnt sich nicht mehr ???

    Sie widersprechen sich selbst !!!
    Bringen Sie doch erstmal gute Leistung im Schreiben von Artikeln bevor Sie hier losheulen.

    "Überall helfen Freeware und Open-Source-Programme, die Kosten der Hersteller zu senken und machen dabei all den Softwerkern Konkurrenz, die darauf angewiesen sind für ihre Produkte Lizenzgebühren zu verlangen."

    Kein Software-Hersteller ist gezwungen
    für seine Software Lizenzgebühren zu verlangen. Und niemand ist gezwungen mit
    propr. Software Geld zu verdienen.
    Es gibt Mill. von Menschen die leben können ohne auch nur eine einzige Zeile coden zu können.

    Das proprietäre Softwaremodell auf das sich einige Software-Entwickler heute verlassen, ist eine Erfindung.

    Es wurde herausgefunden, das es viel profitabler ist Software in unlesbaren
    Binärformaten an die Anwender zu lizensieren.
    Es hat bei den Konsumenten und Anwendern von Software keine Werteumdenken stattgefunden.
    Ihre Abhängig- und Hilfslosigkeit wurde Jahrelang von
    proprietären Softwareherstellern schamlos ausgenutzt.
    (als Beispiel mal Sun und nicht MS., als
    diese herausfanden, das sie mit dem "Unbundeling" ihrer Compiler exorbitant
    hohe Preise verlangen konnten)

    Das proprietäre Softwaremodell ist ein
    unfaires Geschäftsmodell, weil es den
    Usern und Entwicklern essentielle Freiheiten vorenthält und eine vernünftige auf offenen Technologie-Standards basierende Softwareentwicklung stark erschwert.
    (proprietäre Formate, -Protokolle, Patente etc.)

    Dazu ist prop. Software nutzlos für all
    die Menschen auf der Welt, die Sie nicht
    bezahlen können.

    Das Freie Software die Preise der prop.
    Softwarehersteller ruiniert, kann ich nur begrüßen.

    Das Leistung an Freier Software sich nicht lohnt ist ein Irrglaube. Leistung in dem von Ihnen
    geschilderten Gesch.-Modell mag sich nicht lohnen.

    Es gibt immer einen Markt für Spezialisten. Es gibt ihn für Anwälte
    (und das Recht ist kein Geschäftsgeheimnis), es gibt ihn für Bauandwerker, für Automechaniker, für
    Sachverständige jeglicher Art.
    Es gibt natürlich auch einen Markt und Bedarf an guten Programmierern. Deren Leistung soll sich jetzt nicht mehr lohnen ?

    Weil ich lieber Freie Software benutze, brechen ganze Industriezweige zusammen ?
    Ich glaube das ist deplazierte Panikmache.

    Ganz ehrlich … ich kann dieses Gejammer schon fast nicht mehr ertragen:

    "Jetzt habe ich mich für drei Jahre in meinen dunklen Keller eingeschlossen und nur von Cola und Pizza gelebt und dabei die beste Soundso-Dingsda-Software entickelt… bitteschön … jetzt aber verdiene ich auch für diesen aufopferungsvollen Akt belohnt zu werden"

    Nichts da ! Wer heutzutage auf diese Art Software entwickelt, hat Pech wenn er nicht bezahlt wird und er tut mir nicht leid.

    Lesen Sie mal das GNU-Manifesto (www.fsf.org).

    Mit freundlichen Grüssen
    Sven K.

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