Eklat bei Mobilcom-Hauptversammlung

Treffen der Aktionäre beginnt mit einem Streit um Versammlungsleitung

Dass es bei einer außerordentlichen Hauptversammlung auch einmal unordentlich zugehen kann, hat jetzt der angeschlagene Telko Mobilcom (Börse Frankfurt: MOB) bewiesen: Das Treffen der Aktionäre begann mit einem Streit um die Versammlungsleitung.

Nach der Absage von Ulrich Kalthoff wollte Mobilcom-Vorstandschef Thorsten Grenz Aufsichtsratsmitglied Dieter Vogel die Versammlungsleitung übertragen. Ein Anwalt der Frau von Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid brachte dagegen massive Einwände vor. Die Aktionäre wurden daraufhin dazu aufgerufen, über die Berufung Vogels als Versammlungsleiter abzustimmen.

Die angeschlagene Mobilfunkfirma Mobilcom hatte eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, damit die Aktionäre bei dem Treffen endlich das Rettungspaket für Mobilcom absegnen, das schon im November auf den Weg gebracht worden war. Eigentlich ist die Abstimmung nur eine Formalität.

Störend könnte sich der Dauerstreit an der Spitze des Büdelsdorfer Unternehmens auswirken: Mobilcom-Gründer und -Großaktionär Gerhard Schmid kündigte sein Kommen an. Sollte die nötige Stimmenmehrheit für das Rettungspaket nicht zustande kommen, stünde das Unternehmen vor dem Aus. Rund jeder dritte der einst 4200 Vollzeitarbeitsplätzen wurde bereits gestrichen. ZDNet liefert in einem Spezial Aktuelles und Hintergründe zur Mobilcom-Krise.

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