Kompromiss bei Handy-Wechselgebühren in Sicht

Bericht: Vier große Telkos wollen einheitlich 18 Euro verlangen

Im Streit um die Höhe von Wechselgebühren für Mobilfunkkunden ist nach einem Bericht des „Handelsblatts“ eine Einigung in Sicht. Als möglicher Kompromiss zwischen den weit auseinanderliegenden Plänen der vier Netzanbieter T-Mobile, Vodafone, E-plus und O2 werde nun ein Preis von 18 Euro genannt, berichtete die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Ab November können Handy-Kunden ihre Mobilfunknummer bei einem Anbieterwechsel mitnehmen. Die kleineren Netzbetreiber e-plus und O2 hoffen, den Branchenführern durch die neue Regelung Kunden abspenstig zu machen, und streben eine relativ geringe Wechselgebühr von um die zehn Euro an. T-Mobile verlangt dagegen 25 bis 30 Euro.

Die Anbieter haben versprochen, für Transparenz sorgen: Bei T-Mobile und Vodafone soll es eine Sevicenummer, bei O2 eine SMS-Abfrage geben, bei der Handy-Nutzer kostenlos nachfragen können, welches Netz der Gesprächspartner benutzt. T-Mobile bietet zusätzlich eine kostenpflichige Abfrage per SMS oder WAP. Eine automatische Ansage bei jedem Anruf, der in fremde Netze geht, wird es wohl nicht geben. „Unsere Marktforschung hat ergeben, dass die Kunden davon genervt wären“, sagen T-Systems und O2-Sprecher übereinstimmend.

Praxistauglich scheinen die Konzepte dennoch nicht. Wer möchte schon vor jedem Anruf eine SMS verschicken und auf Antwort warten oder die Hotline anrufen. Die Betrieber sehen hier ohnehin kein größeres Problem: „Bei den vielen Vorwahlen wissen die meisten Handynutzer schon heute nicht mehr, welches Netzt dahinter steckt“, sagt Schindera.

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1 Kommentar zu Kompromiss bei Handy-Wechselgebühren in Sicht

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  • Am 22. Oktober 2002 um 12:11 von Michael EU

    Immer noch zu teuer
    Ich wohne in Belgien. Dort kostet die Mitnahme der Rufnummer von einem Provider zum anderen nur 10 Euro. Die belgischen Provider haben bestimmt keine geringeren Kosten als die Deutschen

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