UMTS bei E-Plus durch Quam-Stopp verzögert

Domino-Effekt: Mutterfirma KPN muss nach Aus für neuen Provider mit höheren Kosten rechnen

Das Aus für den deutschen Mobilfunkbetreiber Quam wird voraussichtlich auch den Ausbau der UMTS-Netze beim Konkurrenten E-Plus verzögern. Mit dem Stopp des UMTS-Ausbaus bei Quam sei der mit dem Unternehmen geschlossene Kooperationsvertrag zum gemeinsamen Aufbau der neuen Mobilfunknetze hinfällig, sagte ein KPN-Sprecher am Donnerstag in Amsterdam.

Damit könne KPN die erhofften Kosteneinsparungen von einer halben Milliarde Euro nicht umsetzen, weshalb es zu einer „kleinen“ Verzögerung beim Ausbau des E-Plus-Netzes kommen werde. Genauere Angaben machte der Specher nicht.

Bisher sollte E-Plus Ende 2003 an den Start gehen. „Wir werden nach unserem Wissensstand keine Netze zusammen bauen“, sagte KPN-Sprecher Bram Oudshoorn zu der ursprünglich mit Quam vereinbarten Kooperation. Er ließ offen, ob KPN sich nun nach einem neuen Partner in Deutschland umschauen werde.

Das Unternehmen verwies aber gleichzeitig darauf, dass die Preise für die UMTS-Netzwerktechnik in den vergangenen Monaten deutlich billiger geworden seien. Oudshoorn sah im Ausscheiden eines der bislang sechs UMTS-Betreiber zudem auch einen Vorteil für E-Plus und die verbliebenen Konkurrenten. Nun müsse der Markt unter weniger Anbietern aufgeteilt werden, betonte der Sprecher.

Kontakt: Quam, Tel.: 0800/1551550

Themenseiten: Business, Telekommunikation

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