Intel lässt den „Tiger“ aus dem Tank

Prozessorenexperte will eigene Itanium 2-Server herstellen, sie aber über Dritte vermarkten

Intel (Börse Frankfurt: INL) wird seinen Itanium 2-Prozessor in eigene Server einbauen. Eine neue Produktfamilie, die auf den Namen „Tiger“ hören soll, werde speziell abgestimmte Motherboards, Chipsets sowie komplette vier-Wege-Server umfassen, so unternehmensnahe Quellen gegenüber Cnet/ZDNet. Als Erscheinungstermin steht zurzeit vage „die zweite Hälfte des Jahres“ auf dem Programm. Allerdings sollen die Produkte nicht unter dem Intel-Logo, sondern von Drittanbietern offeriert werden.

Seit Ende April dieses Jahres firmiert der ehemals McKinley genannte Itanium-Nachfolger unter der Bezeichnung „Itanium 2“. Der 64-Bit Server-Prozessor wird 464 Quadratmillimeter groß sein und laut Intel über einigen Cache-Speicher verfügen. So bekomme der Chip einen drei MByte großen Level 3-Cache, einen 256 KByte Level 2-Cache und einen 32 KByte großen Level 1-Cache. Der bekannte Itanium-Serverchip verfügt zwar über einen vier MByte großen Level 3-Cache, dieser ist jedoch auf separaten Chips untergebracht. Auch der Level 2 ist bei der aktuellen Server-CPU nur 96 KByte groß.

Das erste Mal im Rampenlicht der Öffentlichkeit stand der Itanium-Nachfolger McKinley/Itanium 2 auf dem Developer Forum in San Jose Ende August vergangenen Jahres (ZDNet berichtete). Damals präsentierte Intel erste Performance Tests für seine den neuen Server-Chip. Die Intel-Managerin Lisa Hambrick kündigte an, dass Itanium 2 bei 64-Bit-Applikationen prinzipiell doppelt so schnell sein wird wie der Itanium.

Umfassende Informationen über die Leistungsfähigkeit aktueller Prozessoren bieten die ZDNet-Benchmark-Charts. ZDNet hat zudem in einem ausführlichen News-Report die Nachrichten zum Benchmark-Krieg zwischen AMD und Intel zusammengefasst.

Kontakt: Intel, Tel.: 089/9914303 (günstigsten Tarif anzeigen)

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