Lycos schließt weitere Niederlassungen

Bericht: Christoph Mohn will Organisation straffen: Finnland, Österreich, Schweiz und Portugal fallen weg

Lycos Europe (Börse Frankfurt: LCY) schließt weiter europäische Niederlassungen: Die Filialen in Finnland und Österreich seien bereits aufgelöst worden, die geplanten Depandancen in der Schweiz und Portugal werden voraussichtlich erst gar nicht ans Netz gehen, berichtet das „Manager Magazin“ in seiner heute erscheinenden Ausgabe.

Der Chef von Lycos Europe, Christoph Mohn, hat die Schließungen laut dem Blatt bestätigt. Unklar ist noch, ob Lycos sein Portal in Russland starten will. Mohn will außerdem die Organisation der Firma weiter straffen: Ziel sei es, die über 40 Einzelgesellschaften des am Neuen Markt notierten Unternehmens um 50 Prozent zu reduzieren.

Seit letztem Sommer gehört die Aktie der Firma zur immer größer werdenden Familie der Penny-Stocks: Am Freitag morgen notierte der Anteilsschein mit einem Abschlag von zwei Prozent bei nur noch 69 Cent.

Erst Mitte März hatte die Firma angekündigt, 200 Arbeitsplätze zu streichen (ZDNet berichtete). Damit sinkt die Mitarbeiterzahl wieder in den dreistelligen Bereich: Bisher beschäftigte das Unternehmen rund 1100 Angestellte. Lycos selbst kleidete die traurige Nachricht in die Worte, dass man das im September gestartete Turnaround-Programm beschleunigen wolle.

Einen Tag nach den Terroranschlägen vom 11. September hatte Lycos Europe angekündigt, 300 Mitarbeiter zu entlassen. „Wir haben vorher jede andere Maßnahme geprüft. Doch jetzt müssen wir dennoch leider Mitarbeiter entlassen. Die betroffenen Personen sind bereits darüber informiert“, erklärte Lycos-Sprecher Guillaume Jourdan damals gegenüber ZDNet.

ZDNet bietet in Zusammenarbeit mit Stepstone eine IT-Jobbörse an.

Kontakt:
Lycos, Tel.: 05241/800 (günstigsten Tarif anzeigen)

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