CeBIT: Monitor für Blinde

Bildhafte Informationen und Texte werden auf dem Display ertastbar

Mit TIM („Taktiler Interaktions Monitor“) soll nach dem Willen von Professor Jürgen Schlingensiepen von der Uni Wuppertal für Blinde ein neues Zeitalter computergestützter Kommunikation beginnen. Bildhafte Informationen und Texte sollen auf einem Display ertastbar werden. Schlingensiepen, Leiter des Fachbereichs Maschinentechnik, entwickelte TIM in Kooperation mit Gunnar Matschulat von der Wuppertaler Firma Abtim und präsentiert es auf der CeBIT (12. bis 20. März) in Halle 11, Stand D26.

Das in Echtzeit arbeitende Display enthalte 256 aufrecht stehende Taststifte, die durch ein vier auf vier Zentimeter großes Lochraster gehoben oder gesenkt werden. Das TIM-Display sei eine neue Kommunikationsschnittstelle, dessen Darstellungen mit den Fingern leicht „lesbar“ seien. So könnten Blinde mit zahlreichen bildhaften Informationen umgehen, die ihnen bislang weitgehend unzugänglich waren. Um allerdings Inhalte auf dem TIM-Display ertastbar zu machen, müssten sie vorher durch elektronische Bildverarbeitung vereinfacht werden. Farbige Darstellungen würden zum Beispiel auf schwarz/weiß reduziert oder durch – ebenfalls neu entwickelte – Vibrationstechniken umgesetzt.

Sogar die PC-Spielewelt der Sehenden könne nun zumindest ansatzweise für Blinde erschlossen werden. Auf dem Tastfeld ließen sich Formen von Tischtennis oder Tetris darstellen.

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