Microsoft öffnet Passport

Fremdfirmen sollen den Authentifizierungsservice nutzen und die Daten ihrer Kunden selbst verwalten können

Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) hat eine Öffnung seines seit zwei Jahren bestehenden Authentifizierungsservice Passport auch für Konkurrenten angekündigt. Beim Passport-Service füllt der Benutzer einmal ein Formular mit seinen Daten aus und erhält dafür dann Zugang zu verschiedenen Websites. Dies ist ein zentrales Feature von Microsofts (Börse Frankfurt: MSF) .Net-Strategie. Der Anwender muss keine weiteren neuen Formulare ausfüllen, weil die Services via XML miteinander kommunizieren. Diesen Dienst sollen nun alle im Internet tätigen Unternehmen nutzen können.

Der Microsoft-Manager Bob Muglia warb für die Öffnung von Passport mit den Worten: „Zusammen mit der gesamten Branche wollen wir ein großes Netz des Vertrauens aufbauen.“ Dazu soll die nächste Generation von Passport auf dem vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelten Authentifizierungsprotokoll Kerberos basieren. Die zur Anmeldung nötigen Daten der Nutzer sollen nicht mehr alleine in den Händen von Microsoft verbleiben, sondern von den jeweils tätigen Fremdfirmen verwaltet werden. Ohne Zweifel will der Redmonder Konzern mit dieser Maßnahme der Kritik durch Verbraucherschutzorganisationen und Bürgerrechtsbewegungen entgegenwirken, die vor der totalen Überwachung der Internet-Nutzer durch eine einzige Firma warnen.

Passport funktioniert nach Aussagen unter anderem des Microsoft-Managers Brian Arbogast übrigens nur, wenn der Nutzer den Internet Explorer 6 für den Gang ins Internet einsetzt. Dies verlange Microsoft auch von seinen Partnern, die auf Passport zugreifen wollen. Folglich können die Anwender von anderen Browsern wie Netscape, Mozilla, Opera oder auch älteren Explorer, die Authentifizierungs- und Sicherheitsfunktionen nicht nutzen.

Da der IE6 integraler Bestandteil des kommenden Betriebssystems Windows XP ist, wird sich die nachfolgende Debatte auch auf dieses System erstrecken. XP steht für „Experience“. Das Betriebssystem soll die technisch solidere Basis des Profi-Systems Windows 2000 auch dem Durchschnittsnutzer zugänglich machen und die bislang inkompatiblen Programmversionen Millenium Edition (ME) und Windows 2000 zusammenführen. Das ZDNet Windows XP Resource Center bietet News, Tests, Screenshots und Leserforen zum neuen OS.

Kontakt:
Microsoft, Tel.: 089/31760 (günstigsten Tarif anzeigen)

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