Die Einrichtung des 2250TN über die Parallel-Schnittstelle ist überaus einfach. Das Benutzerhandbuch (auf CD-ROM und Papier) enthält alle nützlichen Anleitungen zum Setup und zur Fehlersuche. Zusätzlich steht ein JetDirect Guide (auf CD-ROM) zur Verfügung, der detaillierte Anweisungen für den Anschluss des Druckers an verschiedene Typen von Netzwerken gibt.

Der Drucker installiert automatisch einen PCL 5c- und einen PostScript Level 2-Treiber. Beide Treiber bieten jedoch nur ein absolutes Minimum an Konfigurationsmöglichkeiten, beispielsweise „Papiertyp“ und „Anzahl der Kopien“. Der PostScript-Treiber umfasst etwas anspruchsvollere Einstellungen wie etwa „Negativ“ oder „Spiegelbild“, doch diese richten sich vornehmlich an Grafik-Profis. Nirgends fanden wir für Business-Anwender nützliche Optionen wie etwa „Broschüre“ oder „Foto“.

Die Verpackung des 2250TN trägt in großen Buchstaben das Wort speed. Um dies zu unterstreichen, befindet sich direkt daneben das Bild einer Stoppuhr. An anderer Stelle können Sie Behauptungen wie „11 ppm (Seiten pro Minute) Schwarz/7,5 ppm Farbe im Normal-Modus“ lesen. Wir begegnen solchen Zahlen immer mit einer gewissen Skepsis, doch da die Dokumentation des 2250TN ein solches Gewicht auf dessen Geschwindigkeit legt, ist die Tatsache, dass der Drucker nicht einmal ansatzweise in die Nähe dieser Ansprüche kommt, um so erstaunlicher. Die standardmäßigen 24MByte RAM und die zwei 96MHz RISC-Prozessoren des Druckers konnten bei den Geschwindigkeitstests in unserem Labor anscheinend nichts zur Performance beitragen.

Über seinen Parallel-Schnittstellenanschluss (eine USB-Schnittstelle ist nicht vorhanden) druckte der 2250TN im Normal-Modus einfachen schwarzen Text mit 4,1 Seiten pro Minute und damit erheblich langsamer als beträchtlich billigere Tintenstrahldrucker für den Heimgebrauch wie etwa der Canon S600 oder der Epson Stylus Color 980. Auch in den Farb-Geschwindigkeitstests blieb der 2250TN hinter den Erwartungen zurück: Er druckte unser Adobe Illustrator-Testdokument im Normal-Modus mit trägen 1,2 Seiten pro Minute. Die Fotodruck-Geschwindigkeiten des 2250TN waren mit 6,4 Minuten pro 20 x 25 Zentimeter-Test-Farbfoto in bester Druckqualität ebenfalls gering.

Die Antwort von HP auf unsere Anfrage bezüglich der niedrigen Geschwindigkeiten war leider typisch für die Branche: Diese Geschwindigkeiten seien unter Labor-Bedingungen erreicht worden, die unter normalen Umständen eben schwierig zu reproduzieren seien.

Wenn das auch kein Trost ist, so bietet zumindest die größtenteils hervorragende Druckqualität einen Ausgleich für die Trägheit des 2250TN. In normaler Druckqualität erscheinen Textausdrucke recht gut, obwohl die Buchstaben leicht übersättigt und damit ein wenig unscharf werden. Auf HP Premium Inkjet-Papier macht der Textdruck jedoch einen exzellenten Eindruck. Der 2250TN tut sich auch beim Farbdruck hervor und liefert einige der besten Grafiken auf Normal-Papier, die wir je gesehen haben. Die Farbtreue ist exzellent, die Schattierungen fein, und der Drucker gibt die Haut-Töne in den fotografischen Elementen unseres Testdokuments genau wieder. Grafiken auf HP Premium Inkjet-Papier sind ebenfalls brilliant, obwohl wir ein paar Mängel wie etwa Dithering und waagerechte Streifen bemerken mussten.

Die Fotodruck-Qualität des HP lässt jedoch einiges zu wünschen übrig. Die Farben unseres Testfotos, das wir in der höchsten Druckqualität mit Hilfe der HP Photo REt III-Drucktechnologie (einer qua Software optimierten Interpolation) gedruckt hatten, waren zu hell, die Haut-Töne mäßig, und wir bemerkten auch einige waagerechte Streifen. U

Zwar wird Sie der 2250TN in Bezug auf seine Geschwindigkeit vielleicht enttäuschen, dafür aber macht er in Gestalt seiner Tinteneinsparung wieder einiges wett. Teilweise auf Grund des modularen Tintensystems von HP, bei dem die vier Tintenpatronen und die vier Druckköpfe einzeln gewechselt werden können, ist der 2250TN einer der genügsamsten Tintenverbraucher, die wir getestet haben. Unsere Verbrauchstests ergaben Durchschnittskosten pro Seite von etwa 2,5 Cents für Schwarz und 20 Cents für Farbe.

Für den 2250TN wird standardmäßig eine einjährige Garantie gewährt. Garantieerweiterungen sind optional möglich

Für Gewerbebetriebe, die keine 2500 Euro oder mehr für einen Farb-Laserdrucker ausgeben wollen, ist der HP 2250TN wegen seiner hervorragenden Grafik-Druckqualität und der niedrigen Betriebskosten sicherlich eine Überlegung wert. Doch angesichts der Tatsache, dass es preiswertere Inkjets gibt, die eine ähnliche Qualität und wesentlich höhere Druckgeschwindigkeiten bieten, fällt eine Empfehlung zu Gunsten des 2250TN doch eher schwer.Wenn es Ihnen bei einem gewerblich genutzten Tintenstrahldrucker vor allem auf Geschwindigkeit ankommt, ist es unter Umständen sogar günstiger mehrere günstige Tintenstrahler direkt an die PCs anzuschließen.

Fazit

Dieser Drucker bietet alles, was man von einem Tintenstrahler für kleine Arbeitsgruppen erwartet – nur nicht die Geschwindigkeit.

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