Forscher erreichen Datenübertragung von 301 TByte pro Sekunde per Glasfaser

Sie nutzen zusätzliche Bereiche im elektromagnetischen Spektrum. Das gelingt unter anderem durch die Entwicklung neuer optischer Verstärker.

orscher der britischen Aston University haben einen neuen Rekord für Datenübertragungen über Glasfasernetze aufgestellt. Über ein einzelnes Standardglasfaserkabel verschickten sie Daten mit einer Geschwindigkeit von 301 Terabyte pro Sekunde. Das entspricht 301.000 Gigabit pro Sekunde. Die von ihnen übertragenen Daten waren zudem 4,5 Millionen Mal schneller als eine durchschnittliche private Breitbandinternetverbindung in Großbritannien von 69,4 Mbit/s.

Ihren Angaben nach war es die schnellste Datenverbindung, für die neue Wellenlängen zum Einsatz kamen, die zuvor nicht für Glasfasersysteme benutzt wurden. Den Rekord erreichten die Forscher in Zusammenarbeit mit dem National Institute of Information and Communications Technology in Japan und den Nokia Bell Labs in den USA.

Den Durchbruch erreichten die Forscher durch die Entwicklung neuer optischer Verstärker und optischer Verstärkungsausgleicher. An der Aston University wurde zudem ein neuer optischer Prozessor entwickelt. „Neben den kommerziell verfügbaren C- und L-Bändern haben wir jedoch zwei zusätzliche Spektralbänder, das E-Band und das S-Band, verwendet. Diese Bänder wurden traditionell nicht benötigt, da die C- und L-Bänder die erforderliche Kapazität für die Bedürfnisse der Verbraucher liefern konnten“, sagte Ian Philips von der School of Computer Science and Digital Technologies der Aston University.

In den vergangenen Jahren habe die Aston University optische Verstärker entwickelt, die im E-Band arbeiten, das im elektromagnetischen Spektrum neben dem C-Band lieg3, aber etwa dreimal so breit sei, ergänzte der Forscher. „Vor der Entwicklung unseres Geräts war niemand in der Lage, die E-Band-Kanäle auf kontrollierte Weise zu emulieren.“

Die Forscher erwarten, dass die von ihnen entwickelte Technik dazu beiträgt, die Kosten für die Bereitstellung moderner Breitbandanschlüsse zu reduzieren. Zudem sei es eine umweltschonende Alternative zur Verlegung von mehr und neuen Glasfaserkabeln, da die Kapazität und damit auch die Nutzungsdauer der vorhandenen Netze durch ihre Technik erhöht werde.

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