Großbritannien verbietet ab September 2021 Einbau von 5G-Ausrüstung von Huawei

Produkte von Hochrisikoanbietern sollen bis 2027 auf den Netzen verschwinden. Künftig setzt Großbritannien auf ein Diversifizierung der Lieferkette. Die Strategie unterstützt die Regierung mit 250 Millionen Pfund.

Die britische Regierung hat einen Zeitplan für die Entfernung von Telekommunikationsausrüstung von „Hochrisikoanbietern“ aus britischen Kommunikationsnetzwerken vorgelegt, zu denen auch Huawei zählt. Demnach ist es britischen Mobilfunkanbietern ab September 2021 verboten, Produkte von Huawei für den Aufbau des 5G-Netzes einzusetzen.

5G (Bild: Shutterstock)Im Juli hatte die Regierung ihre Pläne vorgestellt. Bis 2027 soll jegliche Ausrüstung von Huawei in 5G-Netzen im Vereinigten Königreich verboten sein. Mit der Ankündigung nahm sie eine Entscheidung v, die eine Obergrenze für Huaweis Marktanteil von 35 Prozent vorsah. Zudem sollte das chinesische Unternehmen lediglich von Kernelementen des Mobilfunknetztes ausgeschlossen werden.

In den vergangenen Monaten hatte die US-Regierung Druck auf Premierminister Boris Johnson ausgeübt, um ein Huawei-Verbot nach US-Vorbild in Großbritannien zu erreichen. Dazu entschloss sich die britische Regierung schließlich, nachdem die US-Handelssanktionen dazu führten, dass Huawei den Zugriff auf bestimmte US-Technologien für seine Netzwerkprodukte verlor.

„Heute lege ich einen klaren Plan für die vollständige Entfernung risikoreicher Anbieter aus unseren 5G-Netzen fest“, sagte Digitalminister Oliver Dowden. „Dies wird durch neue und beispiellose Befugnisse geschehen, um Telekommunikationsgeräte, die eine Bedrohung für unsere nationale Sicherheit darstellen, zu identifizieren und zu verbieten.“

Darüber hinaus kündigte die Regierung an, neuen Anbietern den Zugang zum Markt für 5G-Netzaufbau zu ermöglichen. Die neue Strategie soll die Lieferkette diversifizieren und verhindern, dass sich Großbritannien von wenigen Anbietern abhängig macht.

Zur Unterstützung stehen 250 Millionen Pfund für Innovationsprojekte zur Verfügung. Damit soll unter anderem eine Forschungseinrichtung namens National Telecoms Lab geschaffen werden. Dowden betonte, dass die Diversifizierung sicherstelle, dass „wir niemals mehr von einer Handvoll Telekommunikationsanbietern für eine reibungslose und sichere Funktion unsere Netzwerke abhängig seien werden“.

Branchenvertreter die Vodafone-CTO Scott Petty und Hamish MacLeod, Direkter des Branchenverbands Mobile UK, befürworteten die neue Strategie. „Dadurch werden britische Talente gefördert, Innovation und Wettbewerb unterstützt und mehr Arbeitsplätze und Investitionen in der gesamten Wirtschaft geschaffen“, kommentierte MacLeod. „Diese Strategie und das finanzielle Engagement der Regierung ist gut für die Industrie und für kleinere britische Technologieunternehmen, die nur mit der richtigen Unterstützung wachsen werden“, ergänzte Petty.

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