Weltweiter PC-Markt wächst erstmals seit sechs Jahren

Mit 1,4 Prozent fällt das Plus jedoch recht gering aus. Gartner wertet das Wachstum auch nicht als ein Zeichen der Stabilisierung des Markts. Während Windows 10 das Business-Segment ankurbelt, sorgen Smartphones weiterhin für eine schwache Nachfrage nach Consumer-PCs.

Die Marktforschungsfirma Gartner hat im zweiten Quartal 2018 erstmals seit sechs Jahren ein Wachstum des weltweiten PC-Markts ermittelt. Zwischen April und Juni verkauften Hersteller demnach weltweit über 62 Millionen PCs, was einem Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

pc-verkaeufe-shutterstock (Bild: Shutterstock)Wichtigster Wachstumsmotor waren Unternehmen, die im Rahmen des Umstiegs auf Windows 10 neue Computer angeschafft haben. Der Markt für Consumer-PCs bleibt jedoch angespannt, da Smartphones immer mehr Aufgaben übernehmen, die Nutzer bisher mit Desktop-Systemen erledigt haben.

Die Zahlen zeigen außerdem, dass der Markt in fast allen Regionen angezogen hat. In den USA belief sich das Wachstum auf 1,7 Prozent, in der EMEA-Region auf 1,3 Prozent und im asiatisch-pazifischen Raum auf 0,1 Prozent. Lediglich in China musste sich die Branche mit einem Minus von 3,6 Prozent abfinden.

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Von einer Erholung des Markts zu sprechen, ist laut Gartner jedoch verfrüht. „Das Wachstum der PC-Verkäufe im zweiten Quartal 2018 wurde durch die Nachfrage im Business-Sektor angetrieben, die durch rückläufige Zahlen im Consumer-Segment ausgeglichen wurde“, sagte Mikako Kitagawa, Principal Analyst bei Gartner. Das PC-Nutzungsverhalten von Verbrauchern habe sich jedoch nicht geändert und beeinflusse weiterhin das Wachstum in diesem Bereich. „Die Verbraucher nutzen ihre Smartphones für noch mehr tägliche Aufgaben wie beispielsweise das Prüfen von Social Media, Kalender, Bankgeschäfte und Einkäufe, was den Bedarf an Consumer-PCs reduziert.“

PC-Markt im zweiten Quartal laut Gartner (Bild: Gartner)Der PC-Markt hat im zweiten Quartal erstmals seit sechs Jahren ein Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt (Bild: Gartner).

Windows 10 soll den Business-Sektor in den kommenden Quartalen jedoch weiterhin beflügeln. Allerdings rechnet Gartner damit, dass diese Entwicklung bereits in zwei Jahren ihren Höhepunkt erreichen wird. „PC-Hersteller sollten nach Wegen suchen, das Wachstum im Business-Markt aufrechtzuerhalten, sobald der Windows-10-Upgrade-Zyklus nachlässt“, ergänzte die Analystin.

Dank der Kooperation mit Fujitsu konnte Lenovo im zweiten Quartal mit HP gleichziehen. Beide Unternehmen sicherten sich 21,9 Prozent des Markts. Lenovo erzielte jedoch ein Wachstum von 10,5 Prozent, während HP lediglich 6,1 Prozent erreichte. Dell verbesserte sich um 9,5 Prozent auf 10,5 Millionen Einheiten und kontrollierte 16,8 Prozent des Markts. Apple baute seinen Marktanteil indes um 0,1 Punkte auf 7,1 Prozent aus. Mit 6,4 Prozent schaffte es auch Acer in die Top 5, die sich zwischen April und Juni 74 Prozent des Markts sicherte. Der Anteil alles anderen Hersteller schrumpfte um 4,2 Punkte auf 25,9 Prozent.

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Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Weltweiter PC-Markt wächst erstmals seit sechs Jahren

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  • Am 13. Juli 2018 um 11:45 von C+

    Gott sei Dank, dann kann sich C ja nun endlich einen neuen PC leisten, der mit mehr als 300 MHz werkelt. Ich empfehle: Windows 10. Ein echtes Betriebssystem, dafür will er ja nix ausgeben. Und Linux, na ja. Dann hätte er ja nix zu meckern. ;-)

    • Am 14. Juli 2018 um 2:47 von C

      Wozu soll Ich eine neue HW kaufen wollen – wenn aktuell alle Anforderungen mit vorhandenen Geräten erledigt werden?

      Nur weil es neue HW auf dem Markt gibt erzeugt das keinen Nachfrage-Bedarf bei mir. Nutzen-Maximierung nennt sich das. Etwas, was Dir fremd ist.

      Bei Apfel-Freunden wie Dir aber erzeugt das schon Nachfrage-Bedarf (Reiz-Impuls), die stets das Neueste vom Neuesten haben müssen, weil sie sonst Ihr EGO nicht anders definieren können. Auch wenn die neue HW keinen Zusatz-Nutzen bringt.

      Und – da Ich ab 2014 2-Socket-Server-Boards als PC-Basis verwende (u. a. 32 Cores, 512 GB RAM, SSDs, separate RAID-Controller, 10 GBit/Sek. LAN, etc.) was noch mal soll Ich bitte hier & jetzt neu an PCs kaufen wollen?

      Deine Logik erschließt sich mir nicht. Sie ist zudem fehlerhaft. Eben Apfel-Orientiert.

      OS-seitig ist nur Linux & Unix (und deren Spezial-Derivate) eine Wahl. Der Rest ist (Möchte-Gern-)Spielzeug.

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