Microsoft arbeitet an „Social Search“-Projekt

Der Dienst namens Socl verbindet Suche und Social Networking. Das Design erinnert an Facebook. Das Forschungsprojekt könnte sich bald einem breiteren Publikum öffnen.

Microsoft will Suche und Social Networking offenbar in einem neuen Dienst zusammenführen. Die Website The Verge hat erste Screenshots von Microsofts „geheimen Sozialen Netzwerk“ veröffentlicht. Es handelt sich vermutlich um mehr als ein Forschungsprojekt, wie von Microsoft zunächst behauptet.

Schon im Juli hatte der Softwarekonzern angeblich versehentlich die Website Socl.com freigeschaltet und kurz darauf wieder deaktiviert. Sie wies außer Schaltflächen zum Einloggen bei Facebook und Twitter jedoch erst wenig Funktionalität auf. Auf der Site wurde über ein Projekt namens Tulalip diskutiert, das als kombinierter Dienst für Suche und Social Networking konzipiert schien.

The Verge konnte sich jetzt einen besseren Einblick verschaffen. Demnach verbindet der Dienst „Suche, Entdeckungen und – sieh mal an – ein Social Network“. Socl nutzt ein einfaches dreispaltiges Layout, das an Facebook erinnert. Die linke Spalte dient der Navigation, die mittlere liefert einen Social Feed, die rechte ist Einladungen und anderen Optionen vorbehalten.

Entscheidend aber ist das Suchfeld in der Mitte. Es ist einerseits für eine Suche gedacht, die offenbar durch Microsofts Bing bereitgestellt wird. Die Suche selbst stellt so etwas wie ein Status-Update dar, aber das Suchfeld lässt sich auch umschalten für koventionelle Status-Updates. Suchanfrage oder Status-Update erscheinen zusammen mit passenden Bing-Suchergebnissen im Feed und können dort auch von Freunden kommentiert oder durch Tags gekennzeichnet werden.

Ein weiteres Feature ist die Video-Party. Es erlaubt Freunden die gemeinsame Betrachtung eines YouTube-Clips, verbunden mit einem Chat, in dem sie sich über das Video austauschen können. Socl wurde überwiegend mit HTML 5 realisiert. Auf Silverlight und Flash hat Microsoft offenbar verzichtet. Die Site soll in den Browsern Chrome und Firefox gleich schnell reagieren.

Private Interaktionen mit anderen Nutzern sieht Socl bislang nicht vor. Noch ist nicht absolut sicher, ob der Dienst jemals mehr sein wird als ein Forschungsprojekt. Es soll jedoch demnächst die geschlossene Testphase verlassen, um sich durch Einladungen einem breiteren Publikum zu öffnen. Das könnte über Social.com erfolgen, da Microsoft angeblich diese Domain erworben hat.

Das Layout von Socl erinnert an Facebook oder Google+ (Screenshot: The Verge).
Das Layout von Socl erinnert an Facebook oder Google+ (Screenshot: The Verge).

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