Die Akkulaufzeit ist nicht die Stärke des Vaio F12: Das Surfen per WLAN ist schon nach 109 Minuten zu Ende. Wer nur ein paar Dokumente bearbeitet, der kann mit inaktivem WLAN/Bluetooth 158 Minuten erreichen. Dafür muss das Display aber mit einer für die Augen anstrengenden minimalen Helligkeit betrieben werden. Eine Blu-Ray oder eine DVD dreht sich nur 90 beziehungsweise 95 Minuten. Das reicht nicht für einen normalen Film.

Verantwortlich dafür sind der hohe Strombedarf im Leerlauf und unter Volllast von 20,5 Watt beziehungsweise 111 Watt. Für Verbräuche dieser Größenordnung bietet ein 5000-mAh-Stromspeicher einfach nicht genügend Kapazität. Da das F12 aber ohnehin eher ein Desktop-Ersatz ist, wird die Akkulaufzeit für viele Käufer nicht das entscheidende Kriterium sein.

Unruhiger Lüfter

Die Geräuschentwicklung stellt nach der Laufzeit die größte Schwachstelle des Vaio F12 dar: Der Lüfter dreht nicht konstant, sondern verändert – auch im Leerlauf – stets hörbar seine Drehzahl. Das vollzieht sich nicht als Aufbrausen, sondern als konstantes Auf- und Abtouren. Hinzu kommt ein hochtöniges Dröhnen ab mittleren Umdrehungen.

Wegen der Schwankungen liegt die Lautstärke im Leerlauf zwischen 33,1 und 35,1 Dezibel (15 cm vor der Front gemessen). Der Lüfter agiert am ruhigsten, wenn in den Einstellungen der Modus Ausgeglichen gewählt ist. Im Modus Leistung dreht die Lüftung nicht wie erhofft lauter und konstanter, sondern aufbrausender mit höheren Maximalwerten.

3D-Spiele erhöhen die Lautstärke auf bis zu 47,1 Dezibel. Dies gilt auch für den 3D Mark 06. Die Schwankungen aus dem Leerlauf bleiben bestehen, bewegen sich aber auf einem erhöhten Drehzahlniveau.

Fazit

Anwender, die ein schnelles Notebook mit mattem Full-HD-Panel suchen, sollten sich das rund 1500 teure Sony F12 ansehen. Es bietet eine hohe Leistung, ist gut verarbeitet und hat eine komfortable Tastatur. Schwachstelle ist das Kühlsystem: Der Lüfter dreht unruhig, als könne er sich nicht für eine konstante Drehzahl entscheiden.

Das Testgerät VPCF12Z1E/BI mit dem Vierkerner i7-740QM (1,73 GHz) ist das Topmodell der Serie. Für viele Anwendungsfälle ist aber auch das 999 Euro teure Core-i5-Modell (VPCF11M1E/H) schnell genug. Leider hat es ein spiegelndes Panel.

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1 Kommentar zu Sony Vaio F12: Quad-Core und mattes Full-HD-Display

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  • Am 27. September 2010 um 16:00 von Matthias

    Komponenten des getesteten Notebooks
    Es wird bemängelt, dass kein USB3 dran ist.
    Wenn es aber diesen eSata/USB-Kombiport hat, ist es auch überhaupt nicht nötig.
    Derzeit macht USB3 nur bei Datenspeicher Sinn. Datenspeicher gibt es aber schon länger für eSata.
    Man hat mit eSata keinen merklichen Nachteil gegenüber USB3 – selbst das Problem mit der Stromversorgung kann man umgehen, eben dank der Kombi aus eSata und USB2.

    Viel wichtiger ist bei allen Laptops die Frage, ob man WLAN nur im 2.4 GHz-Band benutzen kann oder auch im 5 GHz -Band.
    WLAN N erlaubt beides und immer mehr Router, AccessPoints etc. bieten an, auch Wlan N über 5 GHz zu betreiben – ja, bewerben es sogar, als die bessere Wahl, wegen weniger Interferenzen.
    Da haben sie nicht unrecht.

    Viele Laptophersteller sparen aber am falschen Ende (2 Euro gespart?!?) und spendieren dem Laptop nur ein billiges BGN-WLAN-Modul, welches nur mit 2.4 GHz klarkommt.
    Richtig wäre ein Modul in der Art ABGN, AGN oder AN. Und das selbstverständlich mit 3×3 Streams / 3 Antennen.

    Zumindest ist es eine Angabe mit „A“ das einzige, worauf man aktuell achten kann, obwohl „A“ heute keiner mehr braucht, da die meisten Hersteller sich über das WLAN-Modul totschweigen.
    Hauptsache „N“ steht drauf, das wird die Käufer schon blenden.

    Ich meine sogar, dass dieses (mir zur teure) Notebook tatsächlich auch WLAN 5 auf 5 GHz ermöglicht, bin mir aber nicht sicher.
    Das kleinere Core i5 Gerät wird es wohl nicht unterstützen.

    Es wäre schön, wenn Sie diese Infos noch nachreichen könnten.

    Das WLAN-Modul des Sony unterstützt tatsächlich auch das 5-GHz-Band. Die Zahl der Antennen klären wir noch.

    Viele Grüße

    ZDNet-Redaktion

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