Bluescreen von Windows-10-Testversion erhält QR-Code

Anwender können so schnell an eine Fehlerbeschreibung kommen. Daneben ist auch eine kurze Fehlerbeschreibung für Supportmitarbeiter zu sehen. Kritiker fürchten nun eine Flut an Nachbauten mit Links auf Malware-Seiten.

Microsoft hat den Absturzbildschirm von Windows um QR-Codes erweitert. Damit sollen Support-Mitarbeiter Fehlercodes leichter erhalten und Endanwender nach einem Scan mit dem Smartphone oder Tablet Absturzgründe finden können.

Windows-Bluescreen (Bild: via Imgur)Windows-Bluescreen (Bild: via Imgur)Die Überarbeitung findet sich in der jüngsten Redstone-Testversion für Windows-Insider. Ein Tester hat den Screen auf Imgur hochgeladen und bei Reddit verlinkt.

Der so genannte Bluescreen of Death (BSOD) war früher nicht nur wegen möglicher Datenverluste gefürchtet, er galt auch als schwer verständlich. Genau dieser Kritik begegnet Microsoft mit dem Neuaufbau der Seite. Neben dem Code findet sich auch eine Kurzbeschreibung des Problems in wenigen Worten, die man gegebenenfalls dem Support weitergeben soll. Es dürfte die größte Umgestaltung der Fehlerseite sein, seit Microsoft unter Windows 8 zahlreiche Fehlerdetails wegfallen ließ und stattdessen einen traurigen Smiley einfügte.

Kritiker aus der Chip-Redaktion beanstandeten umgehend, die neue Fehlerseite sei eine „Malware-Schleuder“, „Wahnsinn“ und „brandgefährlich“. Kriminelle könnten einen falschen Fehlerbildschirm einblenden und via QR-Code auf eine Malware-Datei, eine Spamseite verlinken oder auf Android-Mobilgeräten eine Premium-SMS versenden. Allerdings muss sich bereits eine mit einigen Rechten ausgestattete Malware auf dem System befinden, um eine solche Fälschung glaubhaft anzuzeigen. Und wer auf schlecht gemachte Fälschungen (beispielsweise im Browser) hereinfällt, ist etwa durch Phishing-Mails nicht weniger gefährdet.

Mitte 2015 gab es schon einmal eine Betrugsmasche mit gefälschten Bluescreens. Anders als die Original-Fehlermeldung zeigt der gefälschte Bluescreen eine Telefonnummer an, unter der angeblich technischer Support zu erhalten war. Die angerufenen Betrüger täuschten dann einen von Viren befallenen Rechner vor – und verlangten von den Opfern überzogene Beträge für die vorgebliche Säuberung.

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Microsoft hat das Windows-10-Update Redstone für Sommer 2016 angekündigt. Offiziell wird es „Windows 10 Anniversary Update“ heißen. Es erweitert unter anderem Windows Hello auf Anwendungen wie den Browser Edge. Microsoft verspricht aber auch einen intuitiveren Umgang mit dem digitalen Assistenten Cortana. Ob der neue BSOD enthalten sein wird, ist noch nicht entschieden.

Das Update Redstone 2 hingegen wurde auf Frühjahr 2017 verschoben. Es soll dann mit einer „Welle neuer Hardware“ starten. Möglicherweise denkt Microsoft an Neuauflagen von Surface Book und Surface Pro mit Intels Kaby-Lake-Prozessoren. Um erneute Probleme zu vermeiden, könnte es den Testzeitraum für die Hardware-Software-Kombination verlängern. Auch ein Surface Phone könnte zu diesem Zeitpunkt erscheinen.

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Autor: Florian Kalenda
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18 Kommentare zu Bluescreen von Windows-10-Testversion erhält QR-Code

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  • Am 12. April 2016 um 23:54 von Mac-Harry

    Ich glaub es ja nicht. Ist das etwa ein Scherz? Es gibt doch heute kein Betriebssystem mehr das komplett abstürzt! Na dann viel Spaß mit Windows. Und ich dachte das gehört in die Welt von gestern und vorgestern. Ein ziemlich deutliches Signal an den Markt, was von der Qualität zu halten ist. Unglaublich!!!!

    • Am 13. April 2016 um 14:44 von Jörg

      Doch gibt es auch bei Apple. 1970 Bug unter iOS. Wurde erst vor Kurzem gefixed. Außerdem wird es nie Programmcode geben, der 100% fehlerfrei in jeder Situation läuft.

  • Am 13. April 2016 um 7:27 von ckOne

    @MacHarry
    Bei ner kaputten Hardware zum Beispiel stürzt jedes OS ab. Bitte erst überlegen bevor man irgendwas absondert.

    • Am 13. April 2016 um 8:44 von PeerH

      Ja, bitte erst überlegen: bei einer kaputten Hardware dürfte es ein Leichtes sein, dass da eindeutig steht: Hardware kaputt. Wozu dann ein QR-Code?

      Die Chip Leute, so wenig ich sonst von denen halte, hat ja nicht Unrecht. Wer wenig Ahnung hat, der kann dadurch noch leichter zum Opfer einer Betrugsmasche werden.

      Und: die wenigsten BSoD dürften auf kaputte Hardware zurückzuführen sein. Du brauchst ja nur zwei, drei BIOS Einstellungen zu verstellen, und schon siehst Du ‚Blau‘. Oder aner, der wahrscheinlichste Fall, ein fehlerhafter Treiber zerschießt das System. Und ob da ein QR-Code mehr Informationen verspricht?

      • Am 13. April 2016 um 12:27 von Mark Herster

        1. für ein BS (auch OSX oder Linux) ist ein „fehlerhafter“ Treiber – wo auch immer der herkommen soll – das Gleiche wie eine defekte Hardware. Ist er Systemrelevant läuft das System nicht, der Fehler wird als Fehlercode angezeigt (macht eben OSX und Linux auch)
        2. es ist mitnichten ein Leichtes für ein System, dass da „eindeutig“ was geschrieben steht. Dazu müssten nämlich Textpassagen zu jedem erdenklichen Fehler ins System geschrieben werden (bei zig Millionen Hardwarekombis ein Unding, den Zeilenspeicher für so was zu verballern) – denn merke(!) System läuft nicht, also auch kein Zugriff auf Bibliotheken.
        3. Wer am BIOS rumschraubt, der kann auch was mit einem Fehlercode anfangen, ansonsten hat nun wirklich Niemand da rumzuspielen.

        Ergo: der QR Code ist die pragmatische Lösung, ausgehend von der Tatsache, dass es kaum einen PC-Anwender ohne Smartphone mehr gibt.

        • Am 13. April 2016 um 14:40 von PeerH

          Muss das aber so sein?

          Das System loggt doch jeden Unsinn bis auf die gewünschte Tiefe, und beim Start werden die einzelnen Hardware Komponenten ja auch geprüft. Bei OS X, Linux und bei Windows. Bei Linux sieht man das sogar während des Starts sehr schön. Wenn eine Hardware eine Macke hat, kann man das mitunter da schon erkennen.

          Aber wie sagt: Hardware Defekte sind eher die Seltenheit, andere Ursachen sind da doch deutlich häufiger.

          Und sorry, aber am BIOS herumzuspielen, das ist doch bei einer Einrichtung eines Systems eher normal. Spätestens, wenn Du einem älteren PC mit einer SSD ausrüstest, solltest Du da mal reinschauen. Wenn man nicht gerade übertaktet (was doch eher Spezis vorbelassen sein sollte), kann man die Einstellungen wieder rückgängig machen.

          Das war ja nur ein Beispiel, weil mir das (trotzdem ich seit 1992 an verschiedensten Systemen ‚herumspiele‘) neulich passiert ist. Warum? Weil ich so leichtsinnig war einem Freund helfen zu wollen, dass eines seiner alten Spiele (unter Win XP auf etwa sechs Jahre alter HW) wieder läuft. Beim Start hing es sich immer auf – ohne irgendeine Meldung im Eventmanager friert das Spiel ein, obwohl die Festplatte Aktivität zeigt. Offensichtlich spielt die Grafikkarte nicht mit. Beim ausloten, ob einer der BIOS Einstellungen Besserung bringt, produzierte ich einen BSoD.

          @ckOne: was diese permanenten Angriffe sollen, weiß ich nicht. Aber wenn wir unsere pofessionellen Erfahrungen mal vergleichen würden, so könnte es sein, dass ich nicht schlechter abschneide als Du. Und dennoch verdonnere ich nicht jeden anderen als Trottel, der ‚keine Ahnung‘ hat. ;-)

          Ich habe ja nirgends behauptet, dass Linux und OS X keine Fehler Codes verwenden. Oder? Das interpretierst Du in meinen Kommentar nur hinein. Wie allzu oft.

          Und um Die Aussage ‚wollen nicht den Fehler im Klartext zeigen‘ geht es ja – wozu soll das gut sein? Das hilft niemandem.

        • Am 13. April 2016 um 14:49 von Jörg

          Recht hat der Mann.

  • Am 13. April 2016 um 12:54 von ckOne

    @PeerH
    Man sieht das du mal wieder keine Ahnung hast aber deinen Senf dazu geben mußt.
    Diese kryptischen Fehlermeldungen gibt es bei jedem Betriebssystem auch bei Unix/Linux/MacOS (MacOS hat sogar manchmal weiße Schrift auf weißem Hintergrund), wenn das System nicht mehr startet. Die Systemse geben leider nur diese Fehlercodes aus, sonst wären die Betriebssysteme noch größer bzw. wollen die Softwarehersteller gar nicht das es im Klartext dasteht. Mit diesen Fehlercodes kann man aber die Fehlersuche sehr einschränken.
    Aber in dem Punkt QR-Code gebe ich dir völlig recht, bestes Einfallstor für Betrugwebsites.

  • Am 13. April 2016 um 14:43 von Punisher

    Die Spezialisten schreiben. Macbook Pro meiner Freundin ist bis jetzt öfter abgestürzt als mein selbst zusammengestellter Rechner mit Windows. Von der Reaktionszeit will ich erst garnicht reden. Da war ihr altes weißes MacBook noch ein Traum. Aber uns ist schon allen klar, bei euch zweien, stürzen die Apple Sachen nie ab ;)
    Und wenn ich an den Anfang von Yosemite denke… da gab es nur freeze hier, Absturz da, aber natürlich nur bei den anderen Leuten, nicht bei PeerH oder Harry!

    • Am 13. April 2016 um 15:29 von PeerH

      Ich nutze weiterhin Yosemite, und tatsächlich habe ich keinerlei freezes und Abstürze, unter Yosemite nicht einen einzigen. Die einzige Häufung von drei oder vier Crashes hatte ich vor drei Jahren, die aber an Parallels lagen. Ein Update, und das Thema war erledigt. Seit dem letzten Bericht ist keiner hinzugekommen, sprich: seit April 2010 exakt sieben Crashes, davon eben drei oder vier durch Einen Parallels Bug. Und auch kein ungeplanter Restart. Das könnte bei Windoes anders aussehen.

      Keine Ahnung, was das Macbook Deiner Freundin hat. Liegt vielleicht an Deiner negativen Aura. ;-)

  • Am 13. April 2016 um 15:08 von Mac-Harry

    Papalapapp. Ich kenne weder einen eingefrorenen Mac, noch ein abgesoffenes iPhone! Wohl aber einen Windows Blue Screen. Aber das mit dem QR-Code passt schon, denn ein Windows-Rechner wird immer dort eingesetzt, wo fleißig geschafft wird und wieso da nicht noch mehr Produktivität einsetzen? Sei es zum reparieren von kaputten PC’s. Passt schon zur Strategie. Viel Spass dann beim Arbeiten. Ich beliebe die angenehmen Seiten des Lebens zu genießen … mit einem Mac natürlich.

    • Am 13. April 2016 um 18:32 von Genervter

      Damit sagst du selbst das du absolut keine Ahnung hast und wahrscheinlich auch kaum mit einem Mac arbeitest. Euer Dauerheating gegen MS und Samsung geht uns hier langsam wirklich auf den Sack. Was ihr hier abliefert ist einfach nur erbärmlich und jämmerlich.

    • Am 13. April 2016 um 18:49 von Chris v. D.

      Da wünscht man sich doch tatsächlich den echten Mac-Harry (Gruß an Hr. Wesseling:-)) zurück. Der hat wenigstens „nur“ das Consulting-Gelabere runtergebetet, so einen sinnbefreiten Stuss hätte er aber nicht niedergeschrieben.
      Ach ja, Du Möchtegern: Die angenehmen Seiten des Lebens sind gänzlich frei von Rechnern. Ich brauch keinen Mac auf dem Motorrad, nicht am Pool, nicht auf dem Boot, nicht im Sportflugzeug, und schon gar nicht bei meiner Familie. Träum also weiter von einem Mac und was du glaubst, dass er Dir gibt ;-)

    • Am 14. April 2016 um 20:17 von Punisher

      Als Märchenautor kennst du das natürlich nicht. Erzähl das den anderen Fans im Starbucks, hier glaubt dir das sowieso nur PeerH.

  • Am 13. April 2016 um 15:47 von ckOne

    @PeerH
    1. Wenn man behauptet das jemand keine Ahnung hat, sagt man nicht das er ein Trottel ist.
    2. Habe ich die Betriebsysteme nur aufgezählt um zu zeigen das dieses „Unsinige“ Fehlercode angeben bei allen gängigen Betriebssysten auftritt.
    Das mit dem Whitescreen beim Mac ist ja nur noch eine Steigerung, um von anderen Geäte getoppt zu werden, die zwar angehen, aber gar keine Anzeige mehr bringen.
    3. Warum die Softwarehersteller das machen, habe ich auch keine Ahnung. Wird bestimmt irgend einen Marketingtechnischen Hontergrund haben, weil an der Machbarkeit liegt es nicht, schliesslich kosten Festplattenplatz (oder SSD) ja nun nicht mehr die Welt.
    4. Dein Kommentar fängt mit einem Angriff an „ja, bitte erst überlegen:“ mit direktem Bezug zu meinem Kommentar, also frage nicht mich was die Angriffe sollen.

    • Am 13. April 2016 um 16:48 von PeerH

      A. Betraf zwar nicht mich, aber der ‚Ton‘ war vorgegeben: „Bitte erst überlegen bevor man irgendwas absondert.“ Absondern scheint mir wenig sachlich zu sein. Darauf bezog sich meine Anmerkung.
      B. Hast Du nicht nur von keine Ahnung, sondern auch von ‚Senf‘ geredet – ob Trottel, blöd, oder unwissend – Du meintest Dich dadurch als Wissenden darstellen zu müssen. Und das könnte übertrieben sein.

  • Am 13. April 2016 um 19:18 von ckOne

    @ PeerH
    Genau es hat dich nicht betroffen und was McHarry von sich gegeben hat war eine Absonderung besonders Abfälliger Art über ein OS mit dem er wahrscheinlich noch nie gearbeitet hat.

    Und seinen Senf dazu geben wird umgangssprachlich bei uns in Süddeutschland benutzt.
    Und es ist ja keine Schande als „User“ von irgendeiner Fehlerbehebung an verschiedenen Betriebssystemen wenig bis keine Ahnung zu haben, zumal der Hauptaugenmerk wie in deinem Falle ja wahrscheinlich bei MacOS liegt. Und das es so gut wie keine Hardwarefehler mehr gibt ist definitiv deine sehr unkundige Meinung. Ich arbeite mittlerweile seit rund 25 Jahren in der Reparatur und Wartung von EDV-Systemen aller Hersteller und mit allen Betriebssystemen, und kann dir definitiv sagen es gibt immernoch extrem viele Hardwarefehler, teils auch schon von Werk aus. Viele Geräte haben zum Beispiel von Anfang an, eine Fehlerhafte Firmware und wenn man sie selbst Flasht kann der Hersteller die Garantie Ablehnen. Bei Festplatten sind die extrem vielen fehlerhaftem Leseelemente schon sehr auffällig und Netzteile können Fehler verursachen, da kommt man mit Logik überhaupt nicht auf die Stromversorgung. Und wie gesagt wir Supporten auch Mac und Unix Systeme und auch bei denen kommen viele Hardwarefehler auch innerhalb der Garantie vor. Das Problem mit den fehlerhaften Treibern ist aber natürlich bei Windows/Linux ein größeres Problem, weil es einfach mehr Hardwarekombinationen gibt als zum Beispiel bei Mac und damit natürlich auch viel mehr Möglichkeiten der Inkompatibilität. Wenn du jetzt noch EDV-Systeme von HP oder DELL nimmst bringen die nochmal ihre eigenen Fehlercodes mit durch extreme Anpassung von Treibern und auch von Windows.

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