Neue Tolino-Modelle kommen mit hochauflösendem E-Ink-Display

Mit 300 ppi bieten sie dieselbe Pixeldichte wie Amazons Kindle Paperwhite. Das 119 Euro teure Einstiegsmodell Shine 2 HD bietet gegenüber dem Vorgänger eine bessere Prozessorleistung. Die Spitzenausführung Vision 3 HD für 159 Euro unterstützt zusätzlich einseitiges Umblättern und ist wassergeschützt.

Zum Start der Frankfurter Buchmesse hat die Tolino-Allianz ihre beiden jüngsten E-Book-Reader-Modelle enthüllt. Der Tolino Vision 3 HD und der Tolino Shine 2 HD kommen mit einem neuen 6-Zoll-Display auf Basis der stromsparenden E-Ink-Carta-Technik. Es bietet eine Auflösung von 1448 mal 1072 Bildpunkten und eine Pixeldichte von 300 ppi. Damit ziehen die Tolino-Modelle mit Amazons im Juni aktualisiertem Kindle Paperwhite gleich. Die integrierte Beleuchtung ist stufenlos regelbar und erlaubt somit auch das Lesen im Dunkeln.

Der Tolino Shine 2 HD liefert im Vergleich zur Vorgängergeneration eine verbesserte Prozessorleistung, so dass sich Bücher nun schneller öffnen lassen (Bild: Tolino-Allianz).Der Tolino Shine 2 HD liefert im Vergleich zur Vorgängergeneration eine verbesserte Prozessorleistung, so dass sich Bücher nun schneller öffnen lassen (Bild: Tolino-Allianz).

Die Lesegeräte arbeiten mit dem 1 GHz schnellen i.MX6-Chip von Freescale. Dem Prozessor stehen jeweils 512 MByte RAM zur Seite. Von dem je 4 GByte großen internen Speicher steht die Hälfte frei für Inhalte zur Verfügung. Das reicht laut Tolino-Allianz für rund 2000 Bücher. Zusätzlich haben Nutzer Zugriff auf die „Tolino-Cloud für eBooks“ mit nochmals 25 GByte Onlinespeicher.

Der Lithium-Polymer-Akku der Lesegeräte besitzt jeweils eine Kapazität von 1500 mAh. Das reicht den Anbietern zufolge für eine Akkulaufzeit von bis zu sieben Wochen. Die Verbindung zum Internet erfolgt per WLAN nach dem Standard 802.11n. Wahlweise kann zum Herunterladen von Büchern auch der kostenlose Zugang zu rund 500.000 Hotspots der Deutschen Telekom genutzt werden. Zuvor ist allerdings eine einmalige Anmeldung beim Buchhändler erforderlich. Als weitere Schnittstelle ist bei den Tolino-Neuzugängen ein Micro-USB-Anschluss an Bord.

Die E-Book-Reader unterstützen die Formate ePUB, TXT und PDF – letzteres funktioniert dabei sowohl mit als auch ohne Digitaler Rechteverwaltung (DRM). Beide Geräte bringen neben einer Bibliotheksverknüpfung und einer Bildschirmsperre eine Übersetzungs- sowie Schnellblätterfunktion mit. Darüber hinaus integrieren sie jeweils eine Wörterbuchfunktion.

Der Tolino Vision 3 HD erlaubt das Umblättern mit einer Hand und ist gegen Wasser geschützt (Bild: Tolino-Allianz).Der Tolino Vision 3 HD erlaubt das Umblättern mit einer Hand und ist gegen Wasser geschützt (Bild: Tolino-Allianz).

Das Spitzenmodell Tolino Vision 3 HD unterstützt anders als das Einstiegsgerät Tolino Shine 2 ein Feature namens Tap2Flip, das das gleichzeitige Halten des Readers und das Umblättern mit einer Hand erlaubt. Dazu muss der Nutzer nur mit der Fingerspitze auf die Rückseite des Geräts tippen. Zudem ist der Tolino Vision 3 HD gegen Wasser geschützt. Er verwendet einen kapazitiven Touchscreen, während die Touch-Funktion des Shine 2 HD über ein Infrarotnetz realisiert wird.

Das für 119 Euro angebotene Einstiegsmodell misst 11,3 mal 16,4 mal 0,93 Zentimeter und wiegt 184 Gramm. Die teurere Ausführung für 159 Euro kommt auf 11,4 mal 16,3 mal 0,81 Zentimeter und 174 Gramm.

Die Tolino-Allianz besteht seit Anfang 2013 und wurde mit dem Ziel gegründet, mit der Marke „Tolino“ und einem offenen System Amazon und seinen Kindle-Readern ernsthafte Konkurrenz zu machen. Sie setzt sich im Wesentlichen aus Club Bertelsmann, Hugendubel, Thalia, Weltbild und inzwischen auch Libri, Mayersche Buchhandlung sowie Osiander zusammen. Die Deutschen Telekom agiert als Technologiepartner. Zusammen bieten die Unternehmen seither Lesegeräte mit kostenlosem WLAN-Zugang an, die sich zu Hotspots der Telekom verbinden, um E-Books kaufen und herunterladen zu können.

Deutscher E-Book-Markt wächst dreistellig (Grafik: Statista)

[mit Material von Rainer Schneider, ITespresso.de]

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
Redakteur ZDNet.de
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