Preview von Windows 10 Mobile bietet Taschenlampe im Action Center

Microsoft hat nur rund eine Woche nach dem Build 10136 eine neue Preview von Windows 10 Mobile veröffentlicht. Build 10149 behebt einen Fehler, der ein direktes Upgrade von Build 10080 verhinderte. Nutzer dieser älteren Vorabversion können jetzt ohne Umweg über das Windows Phone Recovery Tool direkt auf die neue Version umsteigen.

In einem Blogeintrag weist Gabriel Aul, Chef des Windows-Insider-Programms, als erstes darauf hin, dass der bisher als Project Spartan bezeichnete neue Mobilbrowser nun unter seinem eigentlichen Namen Edge erscheint. Die Adressleiste des Browsers findet sich nun am unteren Bildrand. Außerdem können Nutzer einstellen, ob Edge die Desktop- oder Mobilversion einer Website lädt.

Windows 10 Mobile Build 10149 (Screenshot: ZDNet)Durch die Umbenennung werden bei einem Upgrade von einem früheren Build jedoch keinerlei Browserdaten wie Favoriten, Cookies oder Verlauf übernommen. Nutzer, die von Windows Phone 8.1 auf Build 10149 umsteigen, finden diese Daten allerdings beim ersten Start von Edge vor.

Wie schon vor einer Woche angekündigt hat Microsoft die Oberfläche von Windows 10 Mobile weiter verbessert und verfeinert. Unter anderem wurden Probleme bei der Darstellung von Kacheln behoben und einige Symbole und Bedienelemente überarbeitet. Die Oberfläche soll Aul zufolge auch schneller reagieren. „Hier gibt es noch mehr zu tun, aber wir sind glücklich mit den Fortschritten in diesem Build“, ergänzte Aul.

Das Notizbuch von Cortana soll jetzt in der finalen Version vorliegen. Der Sprachassistent kann Nutzer nun auch beim Senden von E-Mails unterstützen. Sie können neben Empfängern und Betreff auch den Nachrichtentext diktieren.

Das Action Center hat Microsoft auf Wunsch vieler Tester um eine Taschenlampen-Funktion erweitert, die den integrierten LED-Blitz aktiviert. Auch die Fotos-App wurde erneut überarbeitet. Sie unterstützt nun animierte GIF-Dateien, allerdings nur auf Geräten mit mindestens 1 GByte RAM. Der automatische Foto-Upload findet sich Aul zufolge nun in der OneDrive-App.

Darüber hinaus empfiehlt Aul allen Testern, im neuen Windows Store Beta nach Updates für Microsoft-Apps zu suchen. Neben Outlook Mail und Outlook Kalender habe Microsoft auch die Apps Musik, Filme & Fernsehsendungen (vormals Video) sowie die MSN-Apps aktualisiert.

Den offiziellen Versionshinweisen zufolge stecken in der Vorabversion aber noch einige Fehler. Unter anderem kann es weiterhin vorkommen, dass sich die Anzeige nach der Installation des Build 10149 circa zehn Minuten lang nicht verändert. Das Gerät ist allerdings nicht eingefroren, sondern es fehlt lediglich eine Fortschrittsanzeige. Betroffene Nutzer sollten unter allen Umständen abwarten und keinen Neustart durchführen.

Darüber hinaus kann es passieren, dass bei der PIN-Abfrage die Tastatur nicht erscheint oder eine korrekt eingegebene PIN nicht akzeptiert wird. In dem Fall sollen Nutzer ein bis zwei Stunden warten und es danach erneut versuchen. Die E-Mail-App hat zudem ein Problem mit Google-Konten, das unter Umständen aber mit einem Neustart der Anwendung gelöst werden kann. Durch die Umstellung auf den neuen Windows Store kann es zudem passieren, dass von gekauften Apps nur die Testversion installiert wird.

„Wir haben das Build intern einige Tage genutzt und wir lieben es wirklich“, schreibt Aul. „Es ist schneller, stabiler und insgesamt fertiger.“ Trotzdem sollten die Vorabversionen von Windows 10 Mobile weiterhin nur auf Geräten installiert werden, die nicht für den Produktiveinsatz gedacht sind.

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