Deutsche Telekom kündigt neue Auslands-Tarifoptionen an

Mit der Option "All Inclusive" können Vertragskunden ab Juli auch im EU-Ausland zu Inlandspreisen telefonieren, SMS schreiben und mobil online gehen. Ihre "Travel & Surf"-Pässe weitet die Telekom über das EU-Ausland aus. Für Geschäftskunden gibt es ab Mai die Option "Roaming Global Plus".

Die Deutsche Telekom hat neue Tarifoptionen für das Telefonieren und Surfen im Ausland vorgestellt. Ab dem 1. Juli bietet sie allen Vertragskunden mit einer Inlands-Flatrate die Option „All Inclusive“ an, mit der sie dann auch im EU-Ausland zum Festpreis unbegrenzt Telefonieren, SMS schreiben und mobil online gehen können – ohne zusätzliche Roamingkosten.

(Bild: Deutsche Telekom)

„Es muss niemand mehr aus Kostengründen im Urlaub oder auf Geschäftsreisen auf sein Smartphone verzichten beziehungsweise die Nutzung einschränken“, erklärte Telekom-Vorstand Niek Jan van Damme. Bei einer Laufzeit von zwölf Monaten kostet die Option „All Inclusive“ monatlich 5 Euro. Wer eine vierwöchige Laufzeit bevorzugt, zahlt 19,95 Euro pro Monat. Diese Variante eignet sich vor allem für Kunden, die die Flatrate nur für den Urlaub brauchen und sich nicht länger binden möchten.

Auch ihre „Travel & Surf“-Option hat die Telekom überarbeitet. Ab 6. Mai können Vertragskunden damit weltweit zu denselben Preisen mobil online gehen wie in den Ländern der europäischen Union. „Europa ist jetzt überall“, kommentierte van Damme das neue Angebot. Die Preissenkung um rund 90 Prozent sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zu mehr Transparenz.

Künftig bietet der 2,95 Euro teure „Travel & Surf DayPass M“ auch in Ländern außerhalb der EU ein Datenvolumen von 50 MByte. Der Wochenpass enthält 150 MByte und kostet 14,95 Euro. Für ein Megabyte berechnet die Telekom weltweit mindestens 6 Cent. Die Travel-&-Surf-Pässe für die Ländergruppen 2 (etwa Türkei) und 3 (zum Beispiel Brasilien) sind für Privat- und Geschäftskunden buchbar.

Prepaid-Kunden zahlen für den Tagespass M mit 50 MByte Datenvolumen für die Ländergruppen 2 und 3 jeweils 6,95 Euro. Nach Ablauf des Inklusivvolumens wird die Internetverbindung automatisch beendet oder die Transferrate reduziert, um ungewollt hohe Kosten bei der Internetnutzung im Ausland zu verhindern.

Geschäftskunden können ab Mai zudem die neue Datenroaming-Option „Roaming Global Plus“ buchen. Sie hat eine Laufzeit von zwei Jahren und steht in drei Ausprägungen zur Verfügung. Global S umfasst für 23,74 Euro 150 MByte, Global M für 47,54 Euro 500 MByte und Global L für 71,34 Euro 1 GByte. Nach Verbrauch des monatlichen Inklusivvolumens lassen sich für 23,74 Euro zusätzliche 150 MByte hinzubuchen. Die Option richtet sich insbesondere an Vielflieger und Vielnutzer, die sich regelmäßig im Ausland aufhalten.

Mit ihren neuen Auslands-Tarifoptionen reagiert die Telekom vorzeitig auf den Beschluss des EU-Parlaments, die Roaminggebühren abzuschaffen. Sofern der Ministerrat der EU-Staaten keine Einwände mehr hat, sollen sie zum 15. Dezember 2015 entfallen. Nur bei zweckwidriger oder missbräuchlicher Nutzung wird weiter eine Gebühr erhoben. T-Mobile USA hatte schon im Oktober 2013 angekündigt, künftig auf Gebühren für Daten- und SMS-Roaming zu verzichten.

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12 Kommentare zu Deutsche Telekom kündigt neue Auslands-Tarifoptionen an

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  • Am 29. April 2014 um 0:45 von Hehehe ...

    … na, geht doch. Mit dem richtigen ‚Denkanstoß‘ bewegst sich sogar die Telekom. ;-)

  • Am 29. April 2014 um 8:40 von Chris

    Den Fortschritt verschlafen – Die Kunden vertreiben…
     
    So oder ähnlich könnte man das Vorhaben der Telekom bezüglich dieser neuen Tarifmodelle betiteln.
     
    Wie man dem Bericht entnehmen kann, handelt es sich bei den angebotenen Tarifen um „Optionen“. Sprich: Optionen sind zusätzliche Angebote zum bestehenden Tarif.
     
    Bedeutet: Zu den monatlich doch schon sehr hohen Onlinekosten, gesellen sich weitere Kosten, die das Ganze absolut unattraktiv machen.
     
    Und wohin soll man bitte mit 1 GB Datenvolumen, wie im Geschäftskundenmodell Global L für 71,34 Euro???
     
    Bei graphisch immer aufwendiger gestalteten WEB-Seiten, bei denen die Bannerwerbung schon fast die Hälfte der Seite ausmacht und auf denen Werbestreams mittlerweile schon unaufgefordert starten, sind 1 GB sehr so schnell verbrannt, so dass für den eigentlichen Besuch einer WEB-Seite kaum genug Volumen zur Verfügung steht.
     
    Wer dann noch beispielsweise die tagesaktuellen Nachrichten regelmäßig abfragen möchte, hat innerhalb kürzester Zeit diese 1 GB verbraucht und ist gezwungen, für teures Geld nachzubuchen, wie man dem folgenden Zitat entnehmen kann: „Nach Verbrauch des monatlichen Inklusivvolumens lassen sich für 23,74 Euro zusätzliche 150 MByte hinzubuchen.“
     
    150 MB… bei einer heutigen WEB-Seite mit intensiver Werbung und graphisch hohem Aufwand… und das für 23,74 € oder nach alter Rechnung für annähernd 50 Mark???
     
    Das bedeutet: So schnell wie diese 150 MB verbraucht sind, bzw. sich die 23,74 € im Datennirvana aufgelöst haben, kann man nicht Mal Geld in einem Spielautomaten verlieren.
     
    In Zeitalter der Informationsgesellschaft, sind solche antiquierten Tarifmodelle einfach nicht mehr akzeptabel. Daten müssen uneingeschränkt fließen und nutzbar sein.
     
    Auch die Telekommunikatonsanbieter untereinander, müssten nicht nach der Menge der geflossenen Daten abrechnen. Auch hier könnte man mit etwas gutem Willen andere Abgeltungsmodelle finden.
     
    Die GEZ (Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten) hat sich der Zeit angepasst und ein Geschäftsmodell entwickelt, dass in der heutigen Zeit Akzeptanz findet. Mit dem Vorteil, dass die GEZ jetzt sogar mehr Geld zur Verfügung hat, was sich möglicherweise sogar in einer Senkung der Gebühren vorteilhaft für den Verbraucher auswirken könnte.
     
    An diesem Beispiel wird deutlich, dass es immer die Möglichkeit gibt, das Ziel auch auf anderem Wege zu erreichen. Man muss es nur wollen.
     
    Wann also sieht man bei den Telekommunikationsanbietern endlich ein, dass die Zeit für ein Umdenken gekommen ist?

    • Am 29. April 2014 um 10:39 von wieso das denn?

      Ist doch ein Fortschritt?

      Erstens gibt es jetzt eine Option, zweitens muss sich nun niemand im Ausland eine zusätzliche Karte kaufen, und drittens ist es allemal besser weniger Geld für mehr Volumen zu zahlen, als viel Geld für nahezu kein Volumen – und abgezockt zu werden.

      Das ist sicher erst der Anfang, und es ist doch erstaunlich, wie schnell die Telekom das zuvor verteidigte Terrain preis gibt. ;-)

      • Am 30. April 2014 um 12:03 von Hanz Alz

        Wowowow, man rechne, 5 Euro zusätzlich sind 60 Euro, für den einen Urlaub! Dort eine Prepaid-Karte gekauft, oder die Einmal-Option sind weit weniger als 60 Euro.

        Mit dem Traffic habt Ihr recht, der ist einfach ……flutsch… und weg. Alleine schon Online-routenführung im Ausland und der Traffic ist aufgebraucht.

        Auf der anderen Seite, wozu immer der Hype-Tanz um die ständige Erreichbarkeit. Ich bin froh, wenn ich den Kram im Urlaub in die Ecke stellen kann. Ich bin froh, wenn ich meine absolute Privatnummer auf meine Wegwerfprepaid im Ausland weiterleite, über die Billignummer, bitteschön, mit Ansage, damit jeder noch so gute Freund weiß, dass ich im Urlaub bin. Und die Emails sind nach 2 Wochen auch noch da, es gibt Abwesenheitsnachrichten, oder?

        Für den Geschäftsmann empfehle ich ein Dual-Simkarten-Handy, mit einer Vollkarte im Ausland, dann zahlt man im Ausland die Vollflat und gut iss.

        Mit Grips muss man nicht auf die Bauernfänger reinfallen, sondern kann besser oder gleich gut für gleich oder weniger Geld bekommen.

        • Am 30. April 2014 um 12:11 von Chris

          Absolut richtig !!!

          Gute Antwort – Gefahr erkannt, Gefahr gebannt !!!

        • Am 30. Mai 2014 um 13:32 von Martin

          Richtig 12 * 5,00 sind 60,00, Aber für den Urlaub reichen ja auch die 4 Wochen Option für 19,95. Immer noch weniger

      • Am 30. April 2014 um 12:09 von Chris

        Kosten und Nutzen sollten immer ein einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen und beiden Seiten einen Vorteil bringen.
         
        Bei solchen Tarifmodellen wird aber schnell klar, auf wessen Seite der Vorteil liegt.
         
        Die EU will die Roaming – Kosten abschaffen um den Verbrauchen ein unbeschwertes Surf – Vergnügen im Ausland zu ermöglichen.
         
        Da dann in diesem Bereich keine hohen Margen mehr zu erzielen sind, werden eben Tarifmodelle erstellt, die diesen Verlust wieder ausgleichen, möglicherweise aber sogar noch mehr Geld einfahren.
         
        Das Ganze wird dann so augenwischerisch verpackt, dass es den Verbrauchen bei oberflächlicher Betrachtung nicht sofort ins Auge fällt.
         
        Wer aber mal den Taschenrechner zur Hand nimmt und das Ganze mal nachrechnet, der wird sehr schnell darauf kommen, dass diese Tarifmodelle alles andere sind, als Vorteilhaft für den Verbraucher.
         
        Bei solchen Tarifmodellen gehen die Kosten noch schneller in die Höhe, als bei den Kosten für Roaming. Außerdem: Roaming kann per Option im Smartphone, Tablet oder in anderen Datenendgeräten abgeschaltet werden – Sprich: Man hat eine gute Kostenkontrolle.
         
        Außerdem: Den Faktor Mensch sollte man bei dieser Rechnung auch mit einkalkulieren. Beim Roaming sind die Menschen schon sehr diszipliniert. Man guckt mal schnell irgendwo rein und beendet das Ganze schnell wieder um nicht in die Kostenfalle zu tappen.
         
        Aber wenn der Mensch das Gefühl hat das es diese Kosten ja nicht mehr gibt, ändert er schlagartig sein Verhalten. Und wenn dann, mitten im betrachten einer Seite das Volumen aufgebraucht ist und man freundlich darauf hingewiesen wird, man möge doch einen neuen Datenpass buchen, dann wird schnell auf JA geklickt und niemand denkt darüber nach, dass er soeben um einige teure Euro erleichtert wurde.
         
        Das böse Erwachen, kommt dann nach dem Urlaub, wenn man die Rechnung in der Hand hält oder man Selbige auf dem Monitor fassungslos betrachtet.

  • Am 2. Mai 2014 um 15:34 von Robistian

    Das geht schon in die richtige Richung! Aber für richtige Urlauber, die zwei Wochen unterwegs sind, lohnt sich das nicht wirklich. Ich bezahle doch nicht 12 Monate lang jedes mal 5€ extra, nur weil ich für zwei Wochen in Italien im Internet surfen möchte. Da kann ich auch die Zeit aufs Internet verzichten!

    • Am 30. Mai 2014 um 13:33 von Martin

      Man kann auch die 4 Wochen Option nutzen für 19,95

  • Am 8. Mai 2014 um 11:21 von Rudi

    Also nicht böse sein, aber das doch mal der Hammer das angebot für 5 Euro im Monat eine Auslandsflatrate zu haben, ich bin Geschäftlich zu 80 % im Ausland und habe zwischen 500-800 Euro Telefonkosten im Monat … Das wird sich durch die 5 Euro auf genau 155 Euro im Monat reduzieren ich nenne das schon einen Fortschritt und sich dadrüber noch aufzuregen das man 5 Eur zahlen muss dafür ist wohl mehr wie lachhaft ….

    • Am 9. Mai 2014 um 15:21 von Robistian

      Daraus zeigt sich, dass die neuen Tarife in erster Linie für Geschäftsreisende geeignet sind. Kurzurlauber, wie ich, kommen innerhalb der EU jedoch leider viel zu kurz.
      Ich habe hier einen Rechner gefunden, der speziell alle Auslands-Tarife nach Land aufgelistet hat. Wer also genau schauen möchte, was es für Optionen gibt, kann dies hiermit tun:
      http://www.billig-tarife.de/handytarife/ausland.php

    • Am 19. Mai 2014 um 19:36 von Jedikaiah

      mehr als und nicht mehr wie….

      Das Angebot ist für alle geeignet, die mindestens einmal im Monat ins EUAusland verreisen …..bzw. mindestens 3-4 Urlaub machen …

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