Neuer Windows-Trojaner entführt Online-Banking-Sitzungen

"OddJob" kann mit Banken per Browser geführte Kommunikation abfangen und übernehmen. Urheber sind vermutlich Kriminelle aus Osteuropa. Sie haben bisher Geld von Bankkonten in den USA, Polen und Dänemark gestohlen.

Das trojanische Pferd des Odysseus

Der Sicherheitsanbieter Trusteer warnt vor einem neuen Trojaner für Windows-Systeme, der von Kriminellen in Osteuropa benutzt wird, um Geld von Bankkonten in den USA, Polen und Dänemark zu stehlen. Der „OddJob“ genannte Schädling ist in der Lage, Online-Banking-Sitzungen zu entführen.

Laut Amit Klein, Chief Technology Officer von Trusteer, kann der Trojaner via Internet Explorer oder Firefox geführte Kommunikation mit Banking-Websites abfangen. Er verwende das Sitzungs-Token des Opfers, um sich als Kunde der Bank auszugeben und die laufende authentifizierte Sitzung zu übernehmen. Anschließend werde die Log-out-Anforderung umgangen und die Sitzung weitergeführt, obwohl das Opfer der Ansicht sei, es habe sich abgemeldet, schreibt Klein in einem Blogeintrag.

Um der Entdeckung durch Sicherheitssoftware zu entgehen, werde die Konfiguration des Schädlings nicht auf der Festplatte gespeichert, heißt es dort weiter. Stattdessen werde bei jeder neuen Browser-Sitzung eine aktuelle Kopie von einem Server im Internet nachgeladen.

Klein zufolge steht die Entwicklung der Malware noch am Anfang. „Sie scheint noch in Arbeit zu sein. Wir erwarten, dass der Code im Lauf der Zeit immer ausgeklügelter wird.“ Bisher sei es noch nicht möglich, die betroffenen Banken zu identifizieren oder die Zahl der Opfer zu schätzen.

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