Displayfolien: Schutz für Augen und Privatsphäre

Viele Nutzer stören sich am spiegelnden Screen ihres Notebooks. Und wer unterwegs ist, hat oft ungebetene Mitleser. Displayfolien können beide Ärgernisse beseitigen. ZDNet stellt Lösungen vor und gibt Tipps, wie man sie anbringt.

Das Thema Displayfolien wird oft belächelt. Aber wer auf dem Screen seines neuen Notebooks einen Kratzer entdeckt hat, bei Sonnenlicht vor lauter Reflexionen nichts mehr erkennt oder sich in Flugzeug oder Bahn darüber ärgert, dass der Sitznachbar ungeniert mitliest, sollte sich damit beschäftigen.

Displayfolien sind für die verschiedensten Einsatzbereiche erhältlich: Hardwareschutz, Entspiegelung und Sichtschutz. Es gibt allerdings keine Lösung, die alle drei Bereiche gleichzeitig abdeckt.

Entspiegelungsfolien

Fast alle Consumer-Notebooks haben mittlerweile spiegelnde Displays, um die Nachteile der meist eingesetzen, billigen TN-Panels bei Farbdarstellung und Kontrast auszugleichen. Störende Spiegelungen sind die Folge.

Wie deutlich sich dieser Effekt in der Praxis auswirkt, zeigt der Praxisvergleich zwischen zwei Apple Macbook Pro – eines mit spiegelndem, eines mit mattem Display.

Abhilfe schaffen Entspiegelungsfolien. Sie werden auf das originale Display aufgebracht und bieten eine ein- bis zweifache Entspiegelung. Die Folie wird in der Regel vom Anwender selbst angeklebt und kann auch wieder entfernt werden.

Die bekannteste Entspiegelungsfolie und gleichzeitig Referenz in dieser Klasse ist die 3M Vikuiti ARMR200. Sie hat einen Großteil der noch vor einem oder zwei Jahren am Markt befindlichen Folien für Notebooks verdrängt. Sie kostet abhängig von der Größe zwischen 15 Euro (6,5 Zoll) und 85 Euro (22 Zoll).

Der mehrschichtige Aufbau der 3M Vikuiti ARMR200 ermöglicht die Kombination verschiedener Funktionen (Bild: 3M).
Der mehrschichtige Aufbau der 3M Vikuiti ARMR200 ermöglicht die Kombination verschiedener Funktionen (Bild: 3M).

Die aus mehreren Schichten aufgebaute, leicht montierbare und restlos entfernbare Folie schützt Displays – sogar resistive Touchscreens – vor Schmutz, Staub und Kratzern bis zur Bleistifthärte 2-3H. Die oberste Schicht ist dafür zuständig, dass die Folie öl- und wasserabweisend ist. Fingerabdrücke lassen sich mit einem einfachen Tuch abwischen und selbst wasserfeste Folienstifte hinterlassen keinen bleibenden Eindruck.

Gleichzeitig sorgt die 3M Vikuiti ARMR200 dank doppelter Entspiegelung für eine reflexionsfreie Darstellung. Die zweite Schicht streut einfallendes Licht und eliminiert den Großteil der Spiegelungen. Sie leistet bereits das, was bei anderen Folien die komplette Entspiegelung darstellte. Die verbleibenden Spiegeleffekte werden in den tiefer liegenden Schichten entfernt, die der Folie bei ausgeschaltetem Display auch ihre typische, leicht violette Färbung verleihen.

Der Aufbau der Vikuiti ARMR200 sorgt nicht nur für eine hervorragende Entspiegelung, sondern für eine klare und scharfe Darstellung. Laut 3M wird sogar eine leichte Verbesserung von Helligkeit, Kontrast und Ablesbarkeit erzielt. Auf jeden Fall verschlechtert sich der Bildeindruck gegenüber dem Zustand ohne Folie nicht. Bei anderen Folien, die lediglich eine Anti-Reflektionsschicht besitzen, sieht das Display in der Regel etwas dunkler als ohne Folie aus und hinterlässt einen leichten Eindruck von Unschärfe.

Themenseiten: Mobil, Mobile, Notebook, Notebooks

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Displayfolien: Schutz für Augen und Privatsphäre

Kommentar hinzufügen
  • Am 9. August 2010 um 20:48 von DM

    19,99? + 50,55? + 16,66? = 90,20? ? Bei mir 3? weniger.
    Sonstige Kritik am Artikel: Das nur ein Hersteller genannt und einfach so als bester dargestellt wird. Ohne Test und min. ein oder zwei Alternativnennungen liest es sich bisschen wie eine Werbeanzeige. Womit ich der Redaktion nichts unterstellen will. Ein Folientest von ZDNet mit verschiedenen Herstellern wäre toll.

    Sie haben Recht. Da hat sich ein Rechenfehler eingeschlichen. Ein Test der Folie erscheint am 13. August.

    ZDNet-Redaktion

  • Am 9. August 2010 um 20:49 von DM

    Die Eurozeichen wurden alle in Fragezeichen umgesetzt.
    Nur falls jemand denkt ich sei zu blöd gewesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *