Wie Aachener Forscher das mobile Internet der Zukunft mitgestalten

Das "Exzellenzcluster für ultraschnelle mobile Information und Kommunikation" in Aachen arbeitet an neuen Technologien für das mobile Internet. Es soll nicht nur schneller und sicherer sein, sondern auch neue Möglichkeiten bieten. ZDNet zeigt, wohin die Entwicklung geht.

Das „Exzellenzcluster für ultraschnelle mobile Information und Kommunikation“ (UMIC) ist eines der führenden deutschen Forschungsinstitute für mobile Telekommunikation. Der Forschungsverbund besteht aus dem Zusammenschluss von 22 Instituten der RWTH Aachen. Er deckt somit vielfältige Aspekte ab – von der Netzwerktechnologie über Hardware und Software mobiler Endgeräte bis hin zu neuen Anwendungen.

Anlässlich eines Tags der offenen Tür präsentierte der Forschungsverbund kürzlich seine Arbeiten mit zahlreichen Demo-Installationen. Besucher erhielten etwa leihweise Netbooks oder Handys, mit denen sie im UMIC-Gebäude eine virtuelle Besichtigungstour durch Aachen erleben konnten. Die Geräte waren per WLAN mit mehreren Zugangspunkten im Gebäude verbunden. Die Idee dahinter: Künftig könnten WLAN-Zugangspunkte in Innenstädten so verknüpft sein, dass ein lückenloser Internetzugang möglich ist.

Dass Zunkunftstechnologie auch helfen kann, die Vergangenheit besser zu verstehen, zeigte das Soundsystem „Corona“. Dabei messen Sensoren Position und Blickrichtung eines Besuchers, um ihm davon ausgehend über Kopfhörer ein realistisches Klangerlebnis zu liefern. Für die Demonstration hatten die Forscher – wie könnte es in Aachen anders sein – das Krönungsfest Karls des Großen gewählt.

Zusätzlich zur akustischen war bei der Veranstaltung auch eine visuelle Zeitreise möglich. Demonstrationsobjekt: Der Aachener Dom. Ihn fotografieren jedes Jahr tausende von Touristen – natürlich in seinem aktuellen Zustand. Das Projekt „Looking Through Time“ integriert historische Ansichten des Doms und ergänzende Kommentare in die Liveansicht der Kamera.

Weitere Präsentationen zeigten, wie sich Inhalte von Bildern oder Videos automatisiert analysieren und verstehen lassen, wie sich Fehler und Informationsverluste auch bei der Funkdatenübertragung mit hoher Geschwindigkeit und Datenrate ressourcenschonend vermeiden lassen oder wie eine bildbasierende Lokalisierung funktionieren könnte. ZDNet gibt in einer Bildergalerie einen Überblick über die spannendsten Projekte aus Aachen.

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