Vodafone einigt sich mit Finanzamt über Freibetrag

Der Telekommunikationskonzern wollte nach der Übernahme von Mannesmann 50 Milliarden Euro abschreiben. Finanzbehörden genehmigen nun 15 Milliarden Euro. Der Bund muss kein Geld an Vodafone zurückzahlen.

Vodafone hat sich in einem Streit um eine milliardenschwere Sonderabschreibung mit den Steuerbehörden geeinigt. Das berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Konkret geht es um eine Steuerabschreibung im Rahmen der Übernahme von Mannesmann.

Der Telekommunikationskonzern wollte 2004 50 Milliarden Euro von den Steuern abschreiben, da der Wert seiner Aktien nach dem Kauf von Mannesmann stark gefallen war. Die Finanzbehörden genehmigten für das Geschäftsjahr 2001 nun 15 Milliarden Euro.

„Vodafone akzeptiert die Entscheidung der Finanzbehörden, die das Ergebnis einer jahrelangen und sehr gründlichen Steuerprüfung ist. Aus der abschließenden Entscheidung der Finanzbehörden wird Vodafone keine Steuern erstattet bekommen – somit werden die öffentlichen Haushalte nicht mit Rückzahlungen belastet“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Für die feindliche Übernahme seines Konkurrenten hatte Vodafone eine Rekordsumme von 180 Milliarden Euro oder 353 Euro je Aktie geboten. Nach monatelangen Verhandlungen stimmte der Aufsichtsrat von Mannesmann dem Kauf im Februar 2000 zu.

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