Datendiebstahl: Razzia im Callcenter

Polizei nimmt Firma in Viersen ins Visier

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat die Polizei in der Affäre um den massenhaften Missbrauch von Kontodaten jetzt die Büroräume einer Callcenter-Firma in Viersen durchsucht. Gegen die beiden Geschäftsführer werde wegen versuchten Betrugs und Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz ermittelt, sagte ein Sprecher der Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft. Auch Unterlagen und Computer aus deren Privatwohnungen seien beschlagnahmt worden. Nachdem der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) eine CD mit persönlichen Informationen wie Namen, Adressen, Telefonnummern und Kontonummern von rund 17.000 Bundesbürgern zugespielt worden war, hatte das Datenschutzzentrum des Bundeslandes Strafanzeige erstattet.

Die Ermittler wollen nun herausfinden, welchen Weg die Daten genommen haben. Eventuell sei die Viersener Firma nur ein Zwischenhändler. Dass es sich bei den Bestohlenen um Kunden der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) handelt, ist bis dato noch nicht bestätigt. Die SKL prüft, ob die Daten aus ihren Datenbanken stammen, besteht jedoch darauf, nie Kundendaten an Dritte weitergegeben zu haben.

Themenseiten: Big Data, Datendiebstahl, Datenschutz

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Datendiebstahl: Razzia im Callcenter

Kommentar hinzufügen
  • Am 13. August 2008 um 17:52 von werner@aol.de

    Richtig so
    einlochen das Pack !!!!!

    • Am 13. August 2008 um 23:07 von Mickey Mouse

      AW: Richtig so
      Und hoffentlich bist Du nie ein Richter!

      Ich habe selbst jahrelang im technischen Teil eines Callcenters gearbeitet und weiss auch, dass die Daten von Auftraggebern angeliefert werden, die das Callcenter strikt nach den Richtlinien des Auftraggebers z.B. abgefragt und rückgemeldet werden.

      Allein deswegen ist es auch möglich, dass das Callcenter von evtl. kriminellen Hintergründen nichts wusste und für solche Zwecke lediglich missbraucht wurden.

      Nach der Auswertung des beschlagnahmten Materials wird aus diesen Erkenntnissen die Staatsanwaltschaft Anklage erheben oder nicht, mindestens kommen die aber so an die Hintermänner der Aktion heran, vor allem wenn die Gesxchäftsführer kooperativ sind.

      • Am 14. August 2008 um 8:04 von Motzer

        AW: AW: Richtig so
        Mir ist es im Prinzip sch..egal woher das Callcenter die Daten hat.
        Wenn ich jemanden trotz Wiederspruch des selbigten was andrehe ist das Betrug. Und somit hängt das Callcenter da mit drin, und der Auftraggeber sowieso. Den ganzen Haufen einsperren, Vermögen(auch privates) beschlagnahmen und einem Operfond zukommen lassen und das ganze hört ganz schnell auf.
        Dies Geschichte mit den Callcentern gehört meiner Meinung nach sowie so vom Gesetzgeber mal genauer unter die Lupe genommen. Drückerkolonnen sind gegen das Pack ja noch richtige Waisenknaben.

        • Am 14. August 2008 um 8:37 von None

          AW: AW: AW: Richtig so
          Der Trick ist doch die Vermischung von legalen Methoden mit illegalen. Wenn das Callcenter Daten erhält und der AG die Korrektheit angibt wird es nicht nachfragen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *