Sony Ericsson verzeichnet dramatischen Gewinneinbruch

Handyhersteller enttäuscht Markt mit EBIT-Verlust

Sony Ericsson hat im zweiten Quartal 2008 einen dramatischen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Unternehmensangaben zufolge sank das Nettoergebnis von 220 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nur mehr 6 Millionen Euro.

Mit einem EBIT-Verlust von 2 Millionen Euro blieb der Handyhersteller hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Analysten hatten ein Plus des operativen Ergebnisses in gleicher Höhe prognostiziert. Ende Juni hatte der Konzern bereits eine erneute Gewinnwarnung ausgesprochen. Dabei konnte das Joint Venture mit 24,4 Millionen abgesetzten Geräten verglichen mit dem ersten Quartal 2008 wieder um knapp zwei Millionen Stück aufholen.

Sony Ericsson begründete das schwache Quartalsergebnis unter anderem mit rückläufigen Absätzen bei mittel- und hochpreisigen Modellen. Das Marktumfeld verschärfe sich hinsichtlich eines zunehmenden Konkurrenzdrucks weiter, so das Joint Venture. Darüber hinaus hätten negative Wechselkurseffekte das Ergebnis gedrückt.

Während der Umsatz von 2,82 Milliarden Euro die Erwartungen leicht übertraf, blieb das Ergebnis vor Steuern mit 8 Millionen Euro wiederum hinter den Prognosen der Experten zurück, die im Schnitt mit 10 Millionen Euro gerechnet hatten. Der durchschnittliche Verkaufspreis von Sony-Ericsson-Geräten lag im zweiten Quartal bei 116 Euro (2007: 125 Euro).

„Unser Ziel ist es, eine jährliche Reduktion von 300 Millionen Euro an operativen Aufwendungen zu erreichen“, sagte Konzern-Chef Dick Komiyama. In Hinblick auf das Gesamtjahresergebnis bleibt das Unternehmen optimistisch. Die Handyverkaufszahlen sollen im Vergleich zum Vorjahr durch ein starkes Wachstum in den neuen Märkten auf einem niedrigeren Preisniveau um zehn Prozent steigen.

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