Razzia in Intels Münchener Büros

Verdacht auf wettbewerbswidrige Absprachen

Die EU-Kommission hat gestern die Münchener Büros des Chipherstellers Intel unangemeldet durchsucht. Dies meldet Betanews. Das Unternehmen wird beschuldigt, wettbewerbswidrige Absprachen mit Computerherstellern und Elektronik-Großmärkten getroffen zu haben.

Die Vorwürfe umfassen unter anderem illegale Preisgestaltung und umfangreiche Rabatte, die Intel im Konkurrenzkampf gegen AMD anwende. Auch andere Chiphersteller und PC-Händler sind betroffen. Die Kommission nennt zwar keine Namen, gerüchteweise handelt es sich jedoch um die Mediamarkt-Saturn-Gruppe.

Mit den Vorwürfen steht die EU-Kommission nicht alleine da: Auch die südkoreanische Wettbewerbsaufsicht und der US-Bundesstaat New York haben den Chiphersteller im Verdacht, AMD durch unrechtmäßige Zahlungen an Computer-Hersteller ausbooten zu wollen.

Intel hat die Durchsuchung der Büros bestätigt, beharrt jedoch auf seiner Unschuld: Man habe nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Man sei aber bereit, mit den Behörden zu kooperieren.

Themenseiten: Business, Intel

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2 Kommentare zu Razzia in Intels Münchener Büros

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  • Am 13. Februar 2008 um 20:52 von Pinguin

    wen wunderts…
    korrigiert mich, wenn ich irre, aber ich meine ich habe seit bestimmt einem Jahr kein AMD-Desktop-PC bei Mediamarkt im Prospekt gesehen. Ab und an mal ein versprengtes Einsteiger-Notebook, das wars dann aber auch. Im übrigen könnte die Behörden gleich auch bei HP weitermachen…

    • Am 14. Februar 2008 um 12:46 von Excel

      AW: wen wunderts…
      Ohne Absprachen würden MediaMarkt und Saturn definitiv auch AMD-Rechner anbieten. Denn alle Kunden, die AMD bevorzugen, gehen komplett zur Konkurrenz. So blöd wären sie sicherlich nicht, weil dadurch Umsatz verloren geht.

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