Infineon will sich durch Übernahmen sanieren

Anteile an Speicherchip-Tochter Quimonda müssen nicht zwingend verkauft werden

Um neue Kunden zu gewinnen, plant Infineon Technologies Firmenübernahmen und nimmt dafür sogar höhere Schulden in Kauf. Das berichtet Financial Times Deutschland.

Bis dato hatte Infineon vor, mögliche Übernahmen durch den Verkauf von Qimonda-Aktienpaketen zu finanzieren. An der Speicherchip-Tochtergesellschaft hält der Konzern momentan einen Anteil von 86 Prozent. Es sei jedoch nicht zwingend erforderlich, für eine Übernahme Anteile an Qimonda verkaufen zu müssen. Infineon verfüge auch über Alternativen zur Finanzierung, heißt es in dem Bericht.

Trotz der Probleme beim Qimonda-Verkaufsprozess hätten Zukäufe für ihn eine sehr hohe Priorität, so Infineon-Vorstandschef Wolfgang Ziebart. Interessant sei vor allem, welche Kundenbeziehungen durch eine Übernahme entstünden. Bereits im vergangenen Monat hatte Infineon den Kauf des Mobilfunkgeschäfts des US-Konkurrenten LSI für mindestens 330 Millionen Euro angekündigt.

Erfolgreich ist Infineon derzeit mit seinen Sicherheitschips. Das Unternehmen versorgt mit den Sicherheitscontrollern exklusiv das größte Patientenkarten-Projekt in den Vereinigten Staaten. Siemens, das Mount Sinai Medical Center und das Elmhurst Hospital Center haben eine Allianz im Bereich Chipkartentechnologie gegründet und wollen bis zu 1,2 Millionen Patientenkarten ausgeben. Insgesamt sollen 45 medizinische Einrichtungen im Ballungsraum New York durch die „Patient Health Smart Card“-Chipkarteninitiative vernetzt werden.

Themenseiten: Business, Infineon, Infineon Technologies, Infineon Technologies AG

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