Blackberry verführt zum Workaholismus

Mobile Geräte erhöhen zwar die Produktivität, schaden jedoch der Arbeits-Freizeit-Balance

Eine Panel-Studie des Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM) hat ergeben, dass der durchschnittliche Blackberry-User pro Tag etwa eine Stunde Arbeitszeit gewinnt. Dies entspricht einem Produktivitätszuwachs des gesamten Teams von 38 Prozent. Ein zwölfköpfiges CIO-Panel war sich einig, dass Blackberrys zwar die Produktivität verbessern, jedoch ohne den vernünftigen Gebrauch des Ausschalters die Freizeit erheblich beeinträchtigen können.

„Die Verbesserung der Produktivität ist enorm, aber die Balance zwischen Arbeit und Freizeit verschiebt sich drastisch zugunsten des Unternehmens“, sagt Kevin Fitzpatrick, CIO bei Sodexho. „Die Technologie erhöht definitiv die Freiheit und Flexibilität, aber sie verführt auch zu einer Always-on-Kultur“, warnt Paul Haley, IT-Chef der University of Aberdeen.

Trotzdem bestätigten die meisten Panel-Teilnehmer, dass sie gerne die vernichtenden Blicke ihrer Partner bei Dinner-Partys in Kauf nehmen, wenn sie auch noch spät nachts auf E-Mails antworten. Denn für viele bedeutet es weniger Stress, wenn sie ihre E-Mails auch von unterwegs bearbeiten können. „Nach einem langen Wochenende hatte ich früher etwa 150 E-Mails in meinem Posteingang, jetzt habe ich nur noch sechs, wenn ich am Montag in die Arbeit komme – das reduziert meinen Stress-Level ganz enorm“, sagt Steve Gediking, IT-Chef bei der Independent Police Complaints Commission.

„Der Schlüssel dafür ist, dass man den Gebrauch von mobilen Geräten nicht zu einer Lebensart werden lassen darf“, rät Ric Francis, Chef für die innerbetriebliche Organisation des UK Post Office.

Themenseiten: Blackberry, Business, RIM

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3 Kommentare zu Blackberry verführt zum Workaholismus

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  • Am 20. Juli 2007 um 18:43 von Steffen

    BB und Workaholics
    Ich bin selbst begeisterter BB-Nutzer und habe den Ausschalter gefunden. Der ist serienmäßig an jedem Gerät dran ;-)

    • Am 22. Juli 2007 um 12:44 von EdeWolf

      AW: BB und Workaholics
      Ah, so einfach ist das; man muß also nur wissen, daß es den Schalter gibt, wo er sich befindet und ihn schließlich auch noch benutzen. Das sind drei Dinge auf einmal, damit bin ich, ehrlich gesagt, überfordert. Wie sieht es bei euch aus?

    • Am 23. Juli 2007 um 10:10 von BrigitteBardot (BB)

      AW: AW: BB und Workaholics
      Ich brauche keinen BB oder Push-Mails und daher auch keinen Ausschalter. So einfach kann auch heute noch das Leben sein.

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