HP plant „Mercedes“-PCs

Neue Produktkategorie soll leistungsorientierte Kunden ansprechen

Hewlett Packard will sein PC-Angebot um eine neue Produktkategorie erweitern. Sie soll Kunden ansprechen, die viel Leistung für wenig Geld wollen und dafür Abstriche beim Design und bei der Konfigurierbarkeit machen. Diese Ankündigung machte HP im Rahmen einer Veranstaltung in San Francisco, bei der das Unternehmen seine Fortschritte auf dem Spielhardware-Markt seit dem Kauf von Voodoo im vergangenen Jahr vorstellte.

Phil McKinney, Vice President und General Manager für HPs Gaming-Geschäftsbereich, sagt, dass das Unternehmen noch keinen Namen für die Strategie habe. Man sei sich aber sicher, wen man ansprechen wolle: „Es geht um Kunden, die High-End-Produkte haben wollen, aber keinen so großen Wert auf Konfigurierbarkeit legen.“ Die neue Produktkategorie wird laut McKinney Desktop-Rechner, Notebooks und Handhelds umfassen und Ende 2007 auf den Markt kommen.

Rahul Sood, Gründer von Voodoo und Chief Technology Officer des Geschäftsbereichs Gaming, skizzierte die neue Strategie so, dass man Kunden ansprechen wolle, die viel Performance aber keine modischen Designs und teure Zusatzausstattung wollten, wie man sie in einem Voodoo-System finde. Sood verglich das geplante Produktsegment mit der Marke Mercedes. Sie sei zwischen Voodoo als Maybach und HP als Smart angesiedelt, während Compaq als Chrysler das Fundament lege.

McKinney wollte keine weiteren Details der „Mercedes“-Strategie verraten. Er sagte nur: „Wir werden dafür keine vierte Marke schaffen.“ HP verkauft PCs gegenwärtig unter den Marken Voodoo, Pavilion und Compaq.

Die HP-Strategie erinnert an Dell, das 2005 die PC-Marke XPS vorstellte. Dell ließ sich allerdings vom japanischen Automarkt und der „Lexus“-Strategie inspirieren. Der Hintergedanke war aber derselbe: Es ging um Kunden, die sich keinen Boutique-PC von Voodoo oder Alienware – letztere wurden später von Dell gekauft – leisten wollten, aber trotzdem die bestmögliche Performance. Dieser PC-Typ mit High-End-Komponenten ist für Dell und HP profitabler als Low-End-Geräte.

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