Auch Intels Bossen fehlen Beweis-Mails

Bis zum 10. April muss das Unternehmen einen Plan zur Wiederherstellung der Daten vorlegen

Im Rahmen des Antitrust-Verfahrens gegen den Chiphersteller Intel, wurde nun bekannt, dass auch in der Führungsriege des Konzerns wichtige Beweismittel verloren gegangen sind. Bei den Betroffenen handelt es sich um Konzernchef Paul Otellini, den aktuellen Aufsichtsratsvorsitzenden Craig Barrett sowie den Vertriebs- und Marketing-Chef Sean Maloney.

Ein Sprecher von AMD bestätigte, dass die drei Namen auf einer Liste von Intel-Mitarbeitern zu finden sind, bei denen keine Datensicherung vorgenommen wurde. Aus einem Protokoll der letzten Anhörung vor Gericht geht hervor, dass Otellini nicht gewusst habe, dass seine Dokumente nicht gespeichert werden. Er sei der festen Überzeugung gewesen, dass die IT-Abteilung seine E-Mails automatisch gespeichert habe.

Intel war bislang nicht zu einer Stellungnahme bereit. Das Unternehmen ließ lediglich verlauten, dass man sehr hart daran arbeite, die derzeitigen Probleme aus der Welt zu schaffen. Das Unternehmen hat bis zum 10. April Zeit, um vor Gericht einen Plan vorzulegen, wie man die fehlenden E-Mails aufspüren und wiederherstellen kann.

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3 Kommentare zu Auch Intels Bossen fehlen Beweis-Mails

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  • Am 13. März 2007 um 10:01 von Lutz

    Fehlendes Beweismaterial
    Was stört fehlt einfach. Recht praktisch dieses Verfahren. Unsere Regierung arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Heute beschliessen und Morgen davon nichts mehr wissen. Wenn der kleine Mann so handelt wird er ins Gefängnis gesteckt. Und das alles unter dem Deckmantel der sogenannten "Demokratie".

    • Am 14. März 2007 um 9:53 von Christoph

      AW: Fehlendes Beweismaterial
      Bödsinn. Der kleine Mann wird nur dann verknackt, wenn er die Beweismittel zur Verfügung stellen kann. Ohne Beweis kann man niemanden verurteilen, so einfach ist das.

      Und wo kommen wir hin, wenn der Ankläger nicht mal mehr die Schuld beweisen muss! Das würde dem kleinen Mann noch viel schlechter bekommen.

  • Am 24. März 2007 um 10:54 von tgr

    Probleme
    <<Das Unternehmen ließ lediglich verlauten, dass man sehr hart daran arbeite, die derzeitigen Probleme aus der Welt zu schaffen.>>
    …indem man die Wiederherstellung von belastendem Material endgültig unmöglich macht.

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