T-Systems sucht Verstärkung

Preisdruck treibt Telekomtochter auf Internationalisierungskurs

Die Deutsche Telekom sucht offenbar nach einem Partner für die Geschäftskundensparte T-Systems. Laut „Financial Times Deutschland“ prüft der Konzern derzeit den Zusammenschluss von T-Systems mit dem französischen IT-Dienstleister Atos Origin. Bereits seit einigen Wochen führe T-Systems intensive Gespräche über ein Gemeinschaftsunternehmen oder einen Zusammenschluss, berichtet das Blatt unter Berufung auf Verhandlungskreise. Ob es zu einem Abschluss komme, sei aber offen. Im Gespräch seien auch die Konkurrenten Capgemini und EDS. T-Systems wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

„T-Systems muss sich stärker international aufstellen. Deshalb hat eine Zusammenarbeit mit Atos durchaus ihren Sinn“, meint Sal. Oppenheim-Analyst Frank A. Rothauge. Noch sei aber unklar, ob die Deutsche Telekom ihren IT-Bereich abgebe oder einen der Noch-Wettbewerber hinzukaufen wolle. „Die Frage ist, wer kauft wen“, so Rothauge. Der Telekom stünden allerdings bei einem Verkauf von T-Systems massive Schwierigkeiten ins Haus, betont Rothauge, da dann etwa von der IT-Tochter betreute, sicherheitsrelevante Applikationen zur Debatte stünden.

Ein mögliches Joint Venture mit Atos Origin würde die Position von T-Systems in Europa allerdings erheblich stärken und birgt außerdem kaum Überschneidungen. Atos ist vor allem in Belgien und Frankreich gut aufgestellt und in Deutschland, dem Kernmarkt von T-Systems, kaum vertreten. T-System erwirtschaftet nach eigenen Angaben etwa 85 Prozent seiner Umsätze auf dem Heimmarkt. Im Ausland ist das Unternehmen unter anderem in Spanien, Großbritannien und Osteuropa präsent.

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