Pinguine beim Microsoft-Lobbyabend

Aktivisten weisen auf Open-Source-Produkte als Alternative hin

Der gestrige Lobbyabend des Softwareherstellers Microsoft im Berliner Abgeordnetenhaus verlief offenbar nicht ganz nach den Wünschen des Veranstalters. So sorgten nach einem Bericht der Website www.netzpolitik.org einige Linux-Aktivisten in Pinguin-Kostümen für Aufmerksamkeit. Das Unternehmen hatte geladen, um Abgeordnete von den Vorzügen der eigenen Produkte und der Bedeutung für den Wirtschaftsstandort zu überzeugen

Die vom Netzwerk Neue Medien, der Grünen Jugend und dem Chaos Computer Club gemeinschaftlich initiierte Aktion startete bereits am Nachmittag im Vorfeld der eigentlichen Veranstaltung. Mit dem Transparent „Alt + F4“ bezogen die Linux-Pinguine vor dem Berliner Abgeordnetenhaus Stellung.

Wenige Tage zuvor hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme des Berliner Senats, dass eine Umstellung auf Open-Source derzeit technisch machbar ist. Auf dieser Basis fordern die Aktivisten vom Berliner Oberbürgermeister Wowereit und dem Innensenator Erhart Körting Mut zu quelloffenen Microsoft-Alternativen.

Am Abend, als sich die Parlamentarier dann auf Einladung von Microsoft zum Abendessen und der Informationsveranstaltung im Abgeordnetenhaus trafen, mischten sich die Aktivisten unter die Gäste. Im Foyer war aber Schluss, der Zugang zur Veranstaltung selbst wurde ihnen verwehrt.

Einige ihrer Mitstreiter ohne Pinguin-Kostüm schaffen es dennoch in die Hauptveranstaltung. Um für mehr Transparenz zu sorgen, so die Aktivisten, wurden die Reden per UMTS live ins Internet übertragen. Dass Dessert wurde noch mit einigen Fähnchen verziert, auf denen Begriffe wie „Alt + F4“ und „Monokultur“ zu lesen waren.

Themenseiten: Microsoft, Open Source, Software

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Neueste Kommentare 

9 Kommentare zu Pinguine beim Microsoft-Lobbyabend

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  • Am 19. August 2005 um 17:48 von blubb

    Wie albern (k.t.)
    …ô.o

  • Am 19. August 2005 um 19:25 von jobob

    Typisch Linuxtrolle
    ist wie hier im internet , es wird nur auf unterstem geistigen niveau gegen microsoft getrollt meist mit aggressivster pflege von falschbehauptungen und unsachlicher panikmache .

    • Am 22. August 2005 um 9:03 von h.y.

      AW: Typisch Linuxtrolle
      Was erwartest du denn von diesem Pingu-Kindergarten?

  • Am 19. August 2005 um 21:29 von Rolf

    Linux-Ignoranz
    Diese Pinguine (ein Pinguin ist ein Vogel, der nicht fliegen kann!) hätten sich vor ihrer Aktion informieren sollen. Dann wüßten sie nämlich, daß die schottische Polizei nach 5 Jahren Linux-Erfahrung nun aus Kostengründen und hinsichtlich der Kontakte zu anderen Polizei- und sonstigen Behörden wieder auf Microsoft umstellt. Im übrigen ist Wowereit kein "Oberbürgermeister". sondern Regierender Bürgermeister (= Ministerpräsident des Landes Berlin).
    Sei’s drum: Von den großen Verwaltungen haben sich lediglich München (rot/grün/rosa) und Wien (Österreicherwitze sind ja bekannt) für Linux entschieden. Dazu die Weltmetropole Schwäbisch Hall. Ist doch toll, was die Piguine mit ihren über 300 Frickel-Distributionen geschafft haben …

    • Am 20. August 2005 um 12:13 von ambee

      AW: Linux-Ignoranz
      Da steht jemand auf zerwurmte Rechner…

    • Am 20. August 2005 um 12:25 von Thom

      AW: Linux-Ignoranz
      so von wirtschaft und monopolismus hast du ja echt eine menge ahnung, und gedanken machst du dir anscheinend auch eine menge, gelle?
      überlass das denken denen, die es können.

    • Am 20. August 2005 um 15:30 von Pinguinzüchter

      AW: Linux-Ignoranz
      Es waren Schnittstellenproblem, zu
      einem OS das seine Schnittstellen
      nicht offenlegen möchte, die eine
      Konvertierung notig machten und die
      Kosten hoch trieb.

      Pinguine stürzen nie ab!

    • Am 22. August 2005 um 0:57 von Lopice

      AW: AW: Linux-Ignoranz
      Ohne Linux würde zdnet.de jetzt nicht laufen … so viel zu eurem Streit.

  • Am 20. August 2005 um 12:29 von LongDong

    Lobbyismus verbieten?
    also irgendwie ist lobbyismus doch beweisenermaßen schädlich für eine marktwirtschaft.
    daß dabei "geschenke" verteilt werden, weiss auch jeder.
    daß dabei für die initiatoren eine menge unter der hand rausspringt, ist ebenfalls jedem bekannt.

    und wie kann man dann gutheissen, daß hauptsächlich der bürgermeister diese aktion fördert?
    wie kann man gutheissen, wenn man sieht, wie sein bürgermeister sich schamlos korrupt und würdelos verhält?

    kriegt der nicht genug geld?
    gehts unseren politikern echt so schlecht?
    oder sind das wirklich alles diebe und betrüger, so wie die berliner anscheinend?

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