Startup erwirkt einstweilige Verfügung gegen Microsoft

Redmonder wollen patentierte Technologie nicht lizenzieren

Das Startup-Unternehmen Alacritech hat eine einstweilige Verfügung gegen den Softwareriesen Microsoft erwirkt. Die Redmonder wollen laut von Alacritech die patentierte Netzwerk-Technologie „Chimney“ im „Scalable Networking Pack“ für Windows Server 2003 und in Longhorn nutzen, diese aber nicht lizenzieren.

Bei Chimney wird der TCP-Stack auf die Netzwerkkarte ausgelagert und dort von spezieller Hardware ausgeführt, was gerade bei Anwendungen mit hoher Netzlast für mehr Performance sorgen soll. Änderungen an Applikationen seien zur Nutzung des Features nicht notwendig.

Alacritech-CEO Larry Boucher sagte, sein Unternehmen habe Microsoft eine Lizenz der Technologie angeboten, die Redmonder seien aber auf Bedingungen nicht eingegangen, die auch für Alacritech akzeptabel gewesen wären.

Microsoft-Sprecherin Stacy Drake bekräftigte die Position der Redmonder erneut, dass die für Windows Server 2003 und Longhorn geplante Netzwerk-Technologie unabhängig von Alacritech entwickelt worden sei. „Wir investieren erheblich in Forschung und Entwicklung und respektieren das geistige Eigentum von anderen“, so Drake.

Nach Angaben von Alacritech hat Microsoft die Technologie erstmals im Frühjahr 2003 thematisiert. Im Herbst habe man den Redmondern eine Lizenz angeboten. Nachdem Microsoft das Angebot im April 2004 zurückgewiesen habe, sei die Klage eingereicht worden.

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1 Kommentar zu Startup erwirkt einstweilige Verfügung gegen Microsoft

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  • Am 20. April 2005 um 10:53 von der Kleine

    Raubkopierer
    Da sieht man´s mal wieder das die grossen Firmen doch die grössten Diebe und Raubkopierer sind. Aber auf den kleinen hackt man, vermutlich um von den eigenen Diebereien abzulenken.

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