Medion mit Umsatzeinbußen in 2004

Deutschland-Geschäft macht dem PC-Hersteller zu schaffen

Medion hat wie erwartet die Vorjahreswerte beim Umsatz nicht erreichen können. Während 2003 noch 2,92 Milliarden Euro in die Kassen des Essener Unternehmens wanderten, waren es 2004 nur noch 2,62 Milliarden. „Während sich insbesondere in Deutschland die rückläufigen Bestellmengen und der schwache Inlandskonsum dämpfend auf das Geschäft auswirkten, erzielte Medion im Ausland ein stabiles Wachstum“, kommentierte das Unternehmen die Zahlen.

Medion hatte die Märkte bereits im letzten Sommer mit einer Umsatz- und Gewinnwarnung geschockt. Damals brach die Aktie des Aldi-Lieferanten um rund 50 Prozent ein. Auf den Umsatz hätten sich fallende Komponentenpreise sowie ein im Vergleich zum Jahr 2003 deutlich abgewerteter US-Dollar negativ ausgewirkt, beklagte das Unternehmen am heutigen Montag morgen.

In Deutschland ist der Umsatz von 1,92 auf nur noch 1,55 Milliarden Euro eingebrochen. Das entspricht einem Rückgang von fast einem Viertel. „Dieser Umsatzrückgang lässt sich in erster Linie auf die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie auf das im Jahresverlauf zunehmend eingetrübte Verbrauchervertrauen zurückführen“, so Medion. In Resteuropa habe man hingegen den Umsatz um 6,1 Prozent auf 978 Millionen Euro steigern können, in Übersee stiegen die Einnahmen um 13 Prozent von 86 auf 97 Millionen Euro.

Massive Probleme hatte Medion auch im vierten Quartal 2004: Die Bestellungen der Einzelhändler seien zurückgegangen, dadurch brach der Umsatz von 1,43 auf 1,07 Milliarden Euro ein. Das EBIT soll im Jahr 2004 nur noch bei 90 Millionen Euroliegen. Detaillierte Zahlen will Medion in wenigen Wochen veröffentlichen.

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