Kabelriesen fusionieren

Mit Liberty Global entsteht einer der größten Kabelbetreiber außerhalb der USA

Die Kabelriesen Liberty Media International (LMI) und Unitedglobalcom (UGC) wollen fusionieren. In Zukunft sollen beide Unternehmen als 100-prozentige Töchter der neu gegründeten Holdinggesellschaft Liberty Global firmieren, teilten LMI und UGC mit. Die Transaktion soll im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein.

Im Rahmen der Fusion sollen die LMI-Aktionäre eine Aktie von Liberty Global erhalten. UGC-Anteilshaber erhalten 0,216 Aktien des neuen Unternehmens. Alternativ wird den UGC-Aktionären eine Barzahlung von 9,58 Dollar pro Aktie angeboten. Für die Zeit nach dem Abschluss der Transaktion rechnen die Fusionspartner mit einem umfangreichen Aktienrückkauf-Programm.

Das Board von Liberty Global wird mit jeweils fünf Mitgliedern der fusionierten Unternehmen bestückt. LMI-Chef John Malone soll in Zukunft als Chairman, UGC-Chef Michael T. Fries als CEO des neuen Unternehmens fungieren. Laut Malone entsteht durch den „Merger unter Gleichen“ einer der größten Breitbandservices-Betreiber außerhalb der USA.

Erst im vergangenen Jahr hatte der Medienkonzern Liberty Media seine internationalen Aktivitäten in die LMI ausgelagert, um seine Struktur für die Investoren zu vereinfachen und so den stagnieren Aktienkurs anzutreiben, schreibt das Wall Street Journal. UGC ist die Muttergesellschaft des unter anderem in Österreich aktiven Breitbandproviders UPC Telekabel. LGI und UGC können nach der Fusion nach eigenen Angaben auf mehr als 14 Millionen Kunden in 17 Ländern verweisen.

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