Musiktauschbörsen boomen wieder

Nach monatelangem Besucherschwund erfreut sich File-Swapping wieder großer Beliebtheit

Die illegale Nutzung von Musiktauschbörsen schien dem Tode geweiht – Studien belegten, dass die Zahl der Besucher stetig zurückging. Nun hat sich das Blatt gewendet: Die unabhängigen Marktforscher der NPD Group haben herausgefunden, dass die Nutzung im November vergangenen Jahres gegenüber den Vormonat um 14 Prozent zugelegt hat.

Wie berichtet scheuten Surfer seit April dieses Jahres zunehmend davor zurück, Peer-to-Peer-Software auf ihren Rechnern einzusetzen. Als Grund wurden Sanktionen angenommen, die die Recording Industry Association of America (RIAA) für illegalen Musiktausch in Aussicht gestellt hatte. Mehr als 300 Klagen wurden dann auch tatsächlich durch die Musikindustrie eingereicht.

„Es ist uns wichtig darauf hinzuweisen, dass die Nutzerzahl im Vergleich zur Zeit vor der Klagenankündigung nach wie vor niedrig ist“, erklärte Russ Crupnick, Vice President von NPD. „Seitdem sehen wir nun den ersten Anstieg.“

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2 Kommentare zu Musiktauschbörsen boomen wieder

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  • Am 19. Januar 2004 um 22:02 von konsumverweigerer

    keine atempause geschichte wird gemacht es geht voran
    ganz im sinne dieser achziger hymne ist es gut so, dass auch weiterhin feste getauscht wird. also leutz, lasst euch blos nicht von irgend so nem musik oder kleintierzüchterverein ähh sorry verband namens riaa den spass verderben, gell, solange cd’s noch immer 16,90teuro kosten muss das mit dem tauschen halt so sein! das ist die macht des volkes, die macht der masse, die macht derer von denen die anderen leben. over and out.

    der konsumverweigerer

  • Am 20. Januar 2004 um 10:02 von N. Janzen

    Tauschverbot
    Nachdem die Musikindustrie für jedes denkbare Medium Gebühren eingeführt hat und so überall mitverdient, war der nächste Schritt das Verbot des Tauschs von Kopien. Wenn dieses Verbot bestand haben soll, dann dürfte es für Medien, auf denen man Musik aufnehmen könnte – wohlgemerkt könnte, denn die meisten Rohlinge werden wohl für Daten und nicht für Musik verwendet – keine Gebühren geben. Wie soll sich sonst beim Verbraucher das Gefühl einstellen etwas unrechtes zu tun? Schließlich zahlt er – und das nicht zu knapp.

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