US-Senat verabschiedet Anti-Spam-Gesetz

Bei Missachtung des Verbots drohen hohe Strafen

Einen Monat nach dem US-Senat hat nun auch das Repräsentantenhaus ein Gesetz gegen unerwünschte E-Mail-Werbung verabschiedet. Insgesamt 392 der Abgeordneten votierten für das neue Anti-Spam-Gesetz, nur fünf stimmten dagegen. Es gibt Internet-Nutzern die Möglichkeit, sich auf Verbotslisten für unerwünschte E-Mail-Werbung registrieren zu lassen.

Bei Missachtung des Verbots drohen hohe Strafen, ebenso bei Versendung betrügerischer Mails. Der Senat hatte einen ähnlichen Text bereits am 22. Oktober verabschiedet. Allgemein wird damit gerechnet, dass sich beide Kammern rasch auf einen gemeinsamen Entwurf einigen werden.

Der Werbemüll macht inzwischen mehr als 50 Prozent des gesamten E-Mail-Verkehrs aus. Nach Berechnungen der EU-Kommission erleiden Unternehmen durch zusätzliche Arbeit beim Identifizieren und Löschen von Spam einen Produktivitätsverlust von 2,5 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) pro Jahr. Der weltgrößte Internetanbieter AOL geht in den USA inzwischen auch gerichtlich gegen die Versender unerwünschter Werbung vor.

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5 Kommentare zu US-Senat verabschiedet Anti-Spam-Gesetz

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  • Am 24. November 2003 um 23:04 von Jürgen Kaiser

    Und wo bleiben dir Europäer?
    Hier werkelt man an primitiven Lösungen, …. oder hat die Werbeindustrie ein Lobby im Bundestag?
    Es geht nicht nur um Spam’s, selbst mein Briefkasten an der Haustür quillt über: Werbung, Werbung….! Nur den geringsten Teil, vielleicht ein Versandhauskatalog oder ein Reiseprospekt sind bestellt und erwünscht!
    Hier geht es scheinbar nicht um den Schutz des Bürgers. Gesetzesänderungen zur Eindämmung der unerwünschten Werbung, werden nur mit massivem Druck der Verbraucher durchgesetzt.
    Bei mir sind es über 50% unerwünschte Spam’s im Mail-Kasten…

  • Am 25. November 2003 um 12:12 von Johannes Bickert

    Warum erst jetzt
    Wer einen oder mehrere Email-Accounts hat kennt das Elend. Das Postfach ist ständig randvoll gefüllt mit Werbung jeder Art, Filtersysteme packen nicht alle Werbemails, da Mails mit ständig variierenden Adressen und Headern verschickt wurden. Inzwischen ist es einfacher geworden, nach gewünschten Mails in der Spamflut ausschau zu halten, anstatt die unerwünschten zu suchen und löschen zu lassen. Das Medium Email verlor in den letzten Jahren immer mehr an Reiz, wichtige Dinge wurden gleich per SMS oder Telefon geklärt, um sicher zu gehen das Informationen nicht in irgendwelchen Spamfiltern verschwanden die zwangsläufig jeder Email-Benutzer verwendet.

    Daher begrüße ich dieses Gesetz, insbesondere weil 90% des Spams in den USA ihren Ursprung zu haben scheinen. Es ist nur bedauerlich das erst jetzt Maßnahmen dieser Art ergriffen wurden.

  • Am 26. November 2003 um 0:24 von higgibabe

    doch schon???
    Einmal im "Land der Freien und Heimat der Mutigen" etwas unter Angabe der E-Mail Adresse bestellt und schon ist dieselbe nichts mehr wert!

  • Am 26. November 2003 um 0:24 von higgibabe

    doch schon???
    Einmal im "Land der Freien und Heimat der Mutigen" etwas unter Angabe der E-Mail Adresse bestellt und schon ist dieselbe nichts mehr wert!

  • Am 27. November 2003 um 21:30 von pewe222

    Während man bei web.de, msn.de, yahoo.de usw.
    schon Spam-Filter eingerichtet hat, die auch recht effizient arbeiten, wird bei debitel.net weiterhin tief und fest geschlafen.

    Ich war zwei Tage verreist, hatte danach allein bei debitel 158 Mails im Kasten, davon 115 SPAM.

    Interessant ist allein folgendes: Ich trete im Rahmen einer Klage von msn gegen einen deutschen Spammer als Zeuge auf. Und siehe da: Als hätte es sich schon herumgesprochen, die SPAM-Flut in diesem einen betroffenen Mail-Account tendiert stark gegen Null.

    Fazit: Man kann diesem Spammer-Gesindel nur mit Klagen und Geld- oder Haftstrafen beikommen. Das sind Wirtschaftskriminelle, keine kleinen Ganoven!

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