STMicroelectronics mit Verlust nach Sonderposten

Unternehmen enttäuscht Analysten

Europas größter Chiphersteller und Infineon-Konkurrent STMicroelectronics hat in seinem dritten Geschäftsquartal nach Sonderposten einen Verlust verzeichnet. Das Ergebnis sei durch die Kosten für Fabrikschließungen, den starken Euro und fallende Preise bei Halbleiter-Produkten belastet, teilte das französisch-italienische Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. STMicroelectronics stellt Speicherchips und Prozessoren her, die beispielsweise in Mobiltelefone, DVD-Player oder Digitalkameras eingebaut werden können. Nach einer mehr als zweijährigen Krise der Chip-Branche hatte sich die Stimmung der Industrie allerdings jüngst verbessert.

Der Netto-Verlust betrug 49,1 Millionen Dollar oder sechs Cent je Aktie. In die Berechnung sind alle Umtauschrechte eingeflossen. Im Vorjahresquartal hatte der im schweizerischen Genf ansässige Konzern einen Gewinn von 131,2 Millionen Dollar oder 15 Cent je Aktie erzielt. Seinen Netto-Umsatz steigerte er im abgelaufenen Quartal um 9,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar, nach 1,65 Milliarden Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Das Quartalsergebnis wurde durch Umstrukturierungskosten von 192,9 Millionen Dollar vor Steuern oder 129,5 Millionen Dollar nach Steuern belastet. Ohne Umstrukturierungskosten hatten Analysten einer Umfrage von Reuters unter 13 Experten zufolge im dritten Quartal einen Netto-Gewinn von 77 Millionen Dollar und einen operativen Gewinn von 120 Millionen Dollar erwartet. Die Umsätze hatten sie mit 1,74 Milliarden Dollar prognostiziert.

Das Unternehmen nannte zudem weitere Einzelheiten seiner Pläne, einige ältere Fabriken in Europa und den USA zu schließen oder deren Produktion zu reduzieren. Die Herstellung soll auf effektivere Fabriken in Frankreich und Singapur verlagert werden.

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