Infineon streicht in Regensburg bis zu 350 Stellen

Auch München-Perlach soll von Abbau bald betroffen sein

Der Münchener Chiphersteller Infineon streicht in seinem Werk in Regensburg im kommenden Jahr nach Worten von Infineon-Manager Hermann Jacobs bis zu 350 der 1600 Arbeitsplätze in der Produktion. „Der Wettbewerbsdruck lässt uns keine Wahl“, sagte Jacobs der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagausgabe) einer Vorabmeldung zufolge. „Die Alternative wäre die Schließung des Werks gewesen.“ Ein Konzernsprecher bestätigte die in dem Artikel genannten Zahlen.

Jacobs, der die Werke in Regensburg, München-Perlach sowie im österreichischen Villach leitet, kündigte an, auch in der rund 800 Mitarbeiter starken Chipproduktion am Standort in München werde es einen Arbeitsplatzabbau geben. Dieser sei aber noch nicht zu beziffern, sagte er der SZ weiter. Der Konzern stellt in den drei Werken keine Speicherchips her, sondern fertigt so genannte Logik-Chips, die etwa in der Automobil- und Kommunikationsindustrie eingesetzt werden.

Infineon zufolge liegen die Personalkosten an konkurrierenden Standorten in Asien um 90 Prozent niedriger als in Deutschland. Jacobs zufolge will das Unternehmen in Regensburg darüber hinaus flexiblere Arbeitszeitmodelle einführen und freiwillig gewährte Leistungen wie zusätzliche Urlaubstage abschaffen. Das Vorgehen sei mit dem Betriebsrat abgestimmt.

Der weltweit sechstgrößte Halbleiterkonzern der Welt beschäftigt knapp 32.000 Mitarbeiter – rund die Hälfte davon in Deutschland.

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2 Kommentare zu Infineon streicht in Regensburg bis zu 350 Stellen

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  • Am 9. September 2003 um 13:37 von Andrea

    Stellenstreichung
    Die erste Stelle die gestrichen werden muß ist die von diesem Schuhmacher. Infineon sollte diesen "Helden" rauswerfen, dann würden sie am allermeisten Geld sparen. Eine absolute Frechheit wie die mit Ihren Mitarbeitern umspringen.

    • Am 10. September 2003 um 7:04 von Prellbock

      AW: Stellenstreichung
      Leider ist nicht der Held schuld,
      vielmehr die Helden.

      Würde man all die Helden einsparen,
      die einen Jumbojet so steuern, wie
      einen Kampfjet, würde es an der Basis
      wieder möglich sein, zu planen,
      zu projektieren – und auch umzusetzen.

      Nur so kann ein Unternehmen geleitet
      werden, alles andere ist "Pokerspiel".

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