Ericsson: Bei Nein zum Euro Abzug aus Schweden

Telekom-Riese droht mit Reduzieren seiner Aktivitäten

Der schwedische Telekom-Riese Ericsson hat indirekt mit dem Verlassen des Landes bei einem Nein zum Euro gedroht. In jedem Fall würden die Aktivitäten von Ericsson in Schweden reduziert, falls das Referendum am 14. September mit einem Sieg der Euro-Gegner enden sollte, sagte Unternehmenschef Carl-Henric Svanberg der Zeitung „Dagens Nyheter“.

In Schweden liegen bislang die Gegner der Gemeinschaftswährung in den Umfragen vorne. Svanberg verwies darauf, dass die Ericsson-Konkurrenten in der Euro-Zone einen Wettbewerbsvorteil hätten, weil sie keine Wechselkursrisiken zu schultern hätten. „Ich bin überzeugt, dass wir ein starkes Ericsson errichten können, wenn wir unser Hauptquartier hier im Land haben. Das setzte aber ein Ja zum Euro voraus“, sagte Svanberg.

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4 Kommentare zu Ericsson: Bei Nein zum Euro Abzug aus Schweden

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  • Am 28. August 2003 um 13:18 von worky

    Mit Drohungen erreicht man nix
    Auserdem wackelt dieses Unternehmen schon seit längere Zeit, man sollte mal die Anleger "Aktionäre" fragen.

    Übrigens den gleichen Quatsch haben auch hier die großen Firm "AG" immer vor der EURO Einführung geschrieben, und wo sind die versprochenen mehr Arbeitsplätze ???

    Alles blah blah.

  • Am 28. August 2003 um 15:49 von HugoM

    Schlaue Schweden
    Alle diese Nachteile wurden auch den Österreichern angedroht, wenn sie gegen EU bzw. Euro stimmen. Eingetroffen sind sie trotzdem, oder gerade wegen der Zustimmung:
    Teuro, Bauernsterben, Bürokratie in Brüssel u. keinerlei vernünftige Mitbestimmung mehr (Transitlawine u.a.) u.v.m.
    Schweden und besonders Schweitzer sind da anscheinend schlauer.

  • Am 29. August 2003 um 14:20 von RodoX

    Erpressung + Stellenabbau
    Glatte Erpressung und ein Armutszeugnis der "Super"-Manager.

  • Am 15. September 2003 um 14:45 von trance-x

    schweden haengt hinterher
    1. von 10000 schweden haben 5600 fuer nein und 4100 fuer ja gestimmt. das wuerde ich kein deutliches ergebnis, sondern schlicht "zwiespaeltigkeit" nennen.

    2. teuerungsraten gibt es auch in laendern ausserhalb des euros – logisch. das galt und gilt auch fuer schweden wie auch hier in germany natuerlich die dm gegenueber der dm vor 2 jahren eine TEUERMARK sein wuerde, gaebe sie es noch. derlei argumente sind, zumal gar nicht alles teurer geworden ist, substanzloses rumgenoergel von immer-jammerern. dass auch die landwirtschaft ohne euro und unter einem "schilling" selbstmurmelnd ebenfalls im umbruch waere, sollte eigentlich keiner erwaehnung beduerfen.

    im prinzip ist es ganz einfach: man stelle sich vor jedes bundesland in germany haette seine eigene waehrung, dereinst war es in etwas anderen konstellationen ja so. das bedeutet: profitabel fuer ausnahmen, schlecht fuer die regel. aehnlich ist es in europa, letztlich in der welt. dass es bei waehrungsvereinheitlichungen umbrucheffekte unterschiedlicher art gibt, ist so logisch wie dass euro-noergler sich verzweifelt an zumeist substanzlose stereotypen klammern. feststeht, dass fundamentalwerte alle gegen die euroskeptiker sprechen. der euro ist als waehrung keineswegs labil, sondern hat sich als stabil gezeigt. ein historischer blick auf alte google-diskussionen im usenet entlarvt da recht flux so einiges gefasel. dass ohnehin ein starker euro gegenueber einem etwas weniger starken einfach andere vor- und nachteile hat (import/export) ging ohnehin zumeist unter.

    dass ueberhaupt die vorteile von einheitlichen waehrungen und masstaeben im 21. jahrhundert noch thematisiert werden, zeigt, dass so einige aus geschichte nicht gelernt und schon gar nicht verstanden haben, welche grundmuster hier eigentlich wirken. man stelle sich vor in jeder strasse wuerden unterschiedliche waehrungen und masstaebe gelten. damit waere der sachverhalt extrem verdeutlicht. auch hier gaebe es durchaus profiteure, aber fuer die gesamte gemeinschaft aller beteiligten haette das mehr nachteile. darum ist es auch vorteilhafter und eigentlich selbstverstaendlich, dass heute jeder erwartet mit seinem geld in berlin oder hamburg genauso wie in muenchen oder koeln ohne umtausch einkaufen zu koennen – vereinheitlichungen sinnvoller sind. was euroskeptiker bei naeherem hinsehen eigentlich vertreten, laesst sich hier gut verdeutlichen. der unterschied zwischen strassen, bundeslaendern und anderen nationen wiederum liegt lediglich in der vorstellung von tellerraendern.

    schweden braucht also lediglich etwas laenger – erkenntnisprobleme mit entsprechenden nachteilen. wie auch in germany sind die euroskeptiker aehnlich strukturiert: gruene und linke mit veralteten vorstellungen von globalisierung und entsprechenden befuerchtungen, nationalisten, ewig-noergler, … jede menge menschen, die lediglich aus gewoehnung an etwas kleben, das sie gar nicht haetten, wenn leute frueher so gehandelt haetten, denn selbstmurmelnd haette es bei dieser beschraenkten denke auch weder DM noch Krone gegeben. entsprechend werden in zukunft, wenn es um eine weltweite vereinheitlichung eines bezugsystems geht wieder einige nicht raffen, worum es geht und dann am dollar und am euro kleben.. natuerlich voellig umsonst, denn es setzt sich die natuerliche globalisierung durch – davon abgesehen ist das auch noetig. effektiver umweltschutz bzw. ueberhaupt alle planetenweite projekte lasse sich nicht umsetzen, wenn jeder in seinem kleinsthorizont klebt. die geschichte wird euroskeptiker denn auch vorhersehbar als wenig voraussehend einbuchen und zukuenftige generationen werden sich gleich eines reisenden in der eurozone, der ganz direkt von dem umtauschmist verschont bleibt, die vergangenen zustaende vorher als vorsintflutlich empfinden:)

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