E-Mails gelöscht: Millionenstrafe für die Deutsche Bank

Bankhaus gibt klein bei, wertet die Zahlung aber nicht als Schuldeingeständnis

Er wird wohl als einer der teuersten Klicks der Bankengeschichte in Erinnerung bleiben: Weil die Deutsche Bank E-Mails löschte, um offenbar geschönte Aktienanalysen zu vertuschen, muss das Geldhaus jetzt eine Strafe von 1,65 Millionen Dollar zahlen. Diese Strafe erhielt das Frankfurter Institut nach einem Bericht von „Spiegel Online“ von der US-Börsenaufsicht SEC.

Konkret lautet der Vorwurf, „E-Mails entgegen üblicher Geschäftspraxis nicht oder falsch abgespeichert zu haben“. Neben der deutschen Bank müssen auch Goldmann Sachs, Morgan Stanley und Salomon Smith Barney sowie andere Geldhäuser zahlen. Ein Hintertürchen haben sich die Banker offengelassen: Die Zahlung der Strafe sei nicht als Schuldeingeständnis zu werten, hieß es.

Die SEC hatte erstmals im August die Millionenstrafe angekündigt, die jetzt fällig wurde: Banken sind verpflichtet, interne und externe Mails der letzten drei Jahre zu speichern. Die Mails der letzten zwei Jahre müssen zudem leicht zugänglich sein.

E-Mails werden bei den Ermittlungen von Finanzbehörden zunehmend wichtig, da sich die Kommunikation in einem Unternehmen hiermit nahtlos erfassen lässt. So fiel in der Vergangenheit bei Untersuchungen gegen Finanzinstitute immer wieder auf, dass E-Mails massenhaft gelöscht wurden.

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