Klagewelle gegen den „Kid-Chipper“

Britischer Professor steht in der Kritik von Daten- und Gesundheitsschützern

In Großbritannien herrscht Aufruhr sowohl wegen der jüngsten Ermordung der beiden Teenager Holly Wells und Jessica Chapman als auch wegen eines als Folge von Professor Kevin Warwick vorgeschlagenen Heilmittels gegen Kindesentführung: Die Implantation eines Chips in den Arm von Kindern und Jugendlichen (ZDNet berichtete). So sollen die Betreffenden von den Erziehungsberechtigten jederzeit überwacht und im Notfall gefunden werden können.

Nun schreibt die „Reading Evening Post“, eine ganze Reihe von Klagen gegen den als umstritten geltenden Professor sei im Anrollen. So soll der Computerexperte Bernard Albrecht unter anderem das General Medical Council als auch die Polizei und das Sozialamt des Wokingham District Council in Bewegung gesetzt haben.

Albrecht führt an, Warwick – Spitzname „Cap Cyborg“ – plane die Durchführung eines nicht notwendigen Eingriffes. Auch in Deutschland wird dies als Körperverletzung gewertet. Zudem könnte die Strahlung des implantierten Funkchips zu Krebs führen. Wer vor den Gefahren von Handys warne, könne die Funkwellen eines ununterbrochen am beziehungsweise im Körper getragenen Senders nicht ignorieren.

Der Kybernetikprofessor von der Reading University will einen gerade einmal 20 Pfund (rund 30 Euro) teuren Chip in den Arm der elfjährigen Danielle Duval einsetzen. Sie und sechs weitere Kinder waren von ihren Eltern beim Professor angemeldet worden. Dieser ist bekannt für seine Forschungen zum „Cyborg“ und zu chipbasierten Implantaten. Allerdings hat Warwick noch nicht erläutert, wie genau, das Monitoring der vernetzten Kinder von Statten gehen soll.

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