Handel mit Raubkopien floriert im Web

Über 60 Prozent der im Internet angebotenen Software ist laut BSA gefälscht

Der Handel mit gefälschter Software blüht im Internet. Laut Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) Deutschland gibt es derzeit „Hunderte von aktuellen Fällen“ in denen Softwarepiraten den anonymen Handel auf Internetauktionsseiten für ihre kriminellen Zwecke ausnutzen.

Oft würden sich hinter den günstigen Angeboten wie auf Internet-Auktionsseiten Fälscher und Betrüger verbergen. Erst vor kurzem hätten sich 34 empörte Kunden gemeldet, die ihre letztes Jahr im Internet erworbenen Produkte bei Microsoft zur Überprüfung einsandten. Es stellte sich heraus, dass sie einem Kriminellen aufgesessen waren, der 60 qualitativ hochwertige Fälschungen von Office 97 über das virtuelle Auktionshaus Ebay (Börse Frankfurt: EBY) versteigert hatte.

Der Täter hatte aber längst sein Konto leer geräumt und befindet sich nun auf der Flucht. Bei Microsoft geht man davon aus, dass der Betreffende Hunderte solcher gefälschten CDs an den Kunden gebracht hat.

Einem bereits mehrfach vorbestrafter Betrüger sei es sogar gelungen, über 120 gefälschte Produkte des Redmonder Softwarehauses über die Auktionsseiten von Ebay, Ricardo, Offerto und Feininger zu verkaufen. Bei der Verhaftung des Täters wurden große Mengen an Bargeld sichergestellt. Laut Polizeiangaben steht fest, dass mindestens 20.000 Euro seines Vermögens aus dem Handel mit gefälschter Software stammen, die Herkunft von weiteren 225.000 Euro sei noch ungeklärt.

Laut Schätzungen der Business Software Alliance (BSA) sind 60 Prozent der Softwareprodukte, die über Web-Sites angeboten werden, gefälscht. Seit 1998 gingen bei der BSA weltweit über 40.000 Hinweise auf illegale Softwareangebote im Internet ein. In Europa bezogen sich dabei allein 50 Prozent der im Laufe des letzten Jahres eingegangenen Internet-Hinweise auf Auktionsseiten. „Wie unsere Erfahrung zeigt, sind auf Auktionsseiten leider nicht nur harmlose Privatanbieter aktiv, sondern auch zahlreiche professionelle Betrüger. Allein Microsoft ist derzeit in Deutschland von mehreren hundert Fällen dieser Art betroffen“, kommentiert Dorothée Jasper, Rechtsanwältin für Internet-Piraterie bei Microsoft.

Kontakt: Microsoft, Tel.: 089/31760 (günstigsten Tarif anzeigen)

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