Täterprofil: Computerspiele nicht Hauptgrund für Erfurter Amoklauf

LKA Thüringen: "Kaltes Klima in der Familie war Auslöser" / Eltern übten "Abi-Druck" aus

Ego-Shooter und Gewaltfilme sollen „nicht ausschlaggebend“ für den Amoklauf von Erfurt gewesen sein – zu diesem Ergebnis kommt das Landeskriminalamt Thüringen in einem Täterprofil, dass zwei Wochen nach der Tat fertig gestellt worden ist. Nach Ansicht der Ermittler war der von den Eltern ausgeübte Erfolgsdruck der Hauptgrund, warum Robert Steinhäuser am 26. April zur Waffe griff.

Laut der heutigen Ausgabe des Magazins „Focus“ kommt die 20-seitige Analyse zu dem Schluss, dass „innerhalb der Familie ein relativ kaltes Klima herrschte“. Der Profiler André Volk wird mit den Worten zitiert: „Die heile Welt, von der am Anfang die Rede war, bröckelte, je tiefer wir vorstießen.“ Laut dem LKA soll es einen regelrechten „Abi-Druck“ gegeben haben.

Das Leben des Täters habe einer Kette von Niederlagen und Enttäuschungen geglichen. Letzer Tiefschlag sei der Verweis vom Gutenberg-Gymnasium gewesen, der ein halbes Jahr vor der Tat erfolgte.

Beim Amoklauf von Erfurt hatte ein 19-jähriger Schüler am 26. April 16 Personen getötet und sich anschließend selbst umgebracht. Es handelt sich um den größten Massenmord in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg.

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20 Kommentare zu Täterprofil: Computerspiele nicht Hauptgrund für Erfurter Amoklauf

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  • Am 13. Mai 2002 um 22:29 von jÖrG

    "..größten Massenmord in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg"
    Ich halte die Zusatzbemerkung "Es handelt sich um den größten Massenmord in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg." für dumm und extrem unpassend – auch wenn sie inhaltlich faktisch richtig sein mag. Einen Zusammenhang zwischen einem Amoklauf und dem Zweiten Weltkrieg herzustellen ist fatal und darf einem seriösen Journalisten nicht einfach so aus der Feder rutschen.

    • Am 4. Mai 2008 um 17:36 von Gregor

      AW: "..größten Massenmord in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg"
      Ich glaube dass in dieser Aussage der zweite Weltkrieg nicht mit einem Massenmord gleichgesetzt wird. Er dient nur als Zeitangabe – ‚der größte Massenmord in Deutschland seit 60 Jahren‘

  • Am 13. Mai 2002 um 23:04 von DabbbelYouBusch

    Erfolgsdruck macht PC-Spiele erst aus!
    Der von den Eltern ausgeübte Erfolgsdruck wird plötzlich als der Hauptgrund für den größten Massenmord in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg genannt.

    Daß der überall verbreitete, eher normal existierende Erfolgsdruck SOO wirken konnte liegt aber eindeutig an den Computerspielen, die ja praktisch NUR aus Erfolgsdruck bestehen!! (sic!)

    Also sind doch gewalttätige PC-Spiele schuld. Genau das (ich meine Erfurt) habe ich (und andere) als deren Erfolg schon lange erwartet und es überrascht mich daher gar nicht.

    Mich würde interessieren, was es sich die millionenkassierende Lobby der PC-Spielemaffia hat kosten lassen, diese "Analyse" in dieser Form -und auch hier- zu veröffentlichen. (Klar, denn Die schlottern ja um Ihre Kunden.)

    Ich bin verärgert!

    Diese "Analyse" so zu Veröffentlichen, das ist doch eine erbärmliche Verharmlosung und Frechheit. Und verbessert GAR nichts, -leider!!

    (eher sind noch die computerspiele ignorierenden Lehrer und diese Schule schuld, da sie sich extrem unsensibel verhalten haben)

    Daher: Wir alle sollten nicht so entsetzt tun und reden SONDERN endlich was draus lernen.

    Mir tun die Opfer sehr, sehr leid (und auch die Eltern, die ich hiermit herzlich Grüße). Denn die konnten wirklich nichts dafür.

    Dipl.-Paed. Hilmar Sauer

  • Am 14. Mai 2002 um 0:04 von DabbbelYouBusch

    Der größte Massenmord in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs spielt sich je
    Der größte Massenmord in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs spielt sich jeden Tag in den Wohnungen der PC-Spiele Kunden ab.

  • Am 14. Mai 2002 um 0:08 von Animaniac

    Re: "Erfolgsdruck macht PC-Spiele erst aus!" oder "Die Suche nach dem Sündenbock
    Was ist denn bitte schön jetzt kaputt?!? Ich weiß nicht ob ich Herrn Sauer richtig verstanden hab (kann man es noch umständlicher formulieren?!), aber falls doch halte ich seinen Artikel für einen schlechten Scherz!

    Erfolgsdruck in Computerspielen? Muß ich jetzt damit rechnen, daß der Kollege mir die Tastatur überbrät weil er meinen Moorhuhn-Highscore nicht geknackt hat?

    Guter Mann, legen Sie bei Gelegenhit mal Ihren Siegmund Freud beiseite und sehen Sie sich die Welt an:

    In den Nachrichten nur Naturkatastrophen, Unglücke und Krieg! Überall Arbeitslosigkeit und Gewalt…

    Jugendliche werden doch in die Existenzangst geboren! Sie lernen als erstes, daß der Sinn des Lebens in einem Job mit möglichst hohem Einkommen und einem gesicherten gesellschaftlichen Status liegt! Und als nächstes kriegen sie eine Statistik über Jugendarbeitslosigkeit vorgelegt! Der Druck in unserer Gesellschaft reicht vollkommen.

    Metallmusik und PC-Spiele sind die idealen Sündenböcke, denn der Mensch hat immer Angst vor dem, was er nicht versteht. Aber nach einem solchen Ereigniss irgendjemandem schnell den Stempel aufzudrücken und dann zur Normalität zurückzukehren ist definitiv der falsche Weg!

    Im übrigen habe ich noch nie festgestellt, daß mich ein PC-spiel unter Druck setzt!

    Schönen Abend noch und willkommen in der Realität!

  • Am 14. Mai 2002 um 0:10 von DabbbelYouBusch

    Arme Eltern vom "Opfer" Amokläufer. Arme Leser, die Eltern sind, und durch den Artik
    Arme Eltern vom "Opfer" Amokläufer. Arme Leser, die Eltern sind, und durch den Artikel nun vollends Verunsichert sind.

  • Am 14. Mai 2002 um 7:54 von rapunzel

    Tätersuche Erfurth:
    Gottseidank ist jetzt, dank Focus und Profilern, der eigentliche Urheber der schrecklichen Tat gefunden.

    Sofern beide recht haben, dass "kaltes Elternhaus" und Abi-Druck die Auslöser waren, sollten wir uns auf darauf einstellen, dass ganze Massen von Amokläufern Lehrer und Schüler dahinraffen.

  • Am 14. Mai 2002 um 8:14 von Jörg Heurich

    Das Opfer und seine Opfer…
    Ich möchte auf keinen Fall diese Tat rechtfertigen oder die Gewalt/Brutalität, mit der der Täter vorging, in irgendeiner Weise abschwächen/verharmlosen.

    Diese Tat war nachweislich geplant, zum Glück für Schüler und Lehrer kam dem Täter die Tücke der Technik (verklemmte Munition im Gewehr) dazwischen – ansonsten wäre es wohl noch weit schlimmer ausgegangen.

    Trotzdem hat sich auch hier einmal mehr gezeigt, dass es absolut nichts bringt, schnell einen Schuldigen zu suchen und gegen diesen "Grund für alles Übel" vorgehen zu wollen.

    Die Schnellschüsse unserer Politiker gingen schon immer daneben…

    Ich hoffe mal, sie bekommen bei der Wahl die Rechnung dafür.

    Das Opfer, dass zum Täter wird…

    Ein Tier, das verletzt liegen gelassen wurde und so lange Rachepläne schmieden konnte, bis es stark genug war, gegen die vorzugehen, die es verletzt hatten – das scheint mir der beste Vergleich zu sein.

    Der Täter als Opfer – warum nur will es in so wenige Köpfe hinein gehen, dass auch der Täter ein Opfer ist?

    In diesem Falle mal wieder auch sein eigenes Opfer, nachdem es keinen Ausweg mehr gab.

    "Die böse, böse Spieleindustrie", die "Spielemafia, die um ihre Kunden zittert" – es wäre so einfach gewesen, die Schuld hierher zu verbannen.

    Dann müssten sich die "armen, verwirrten Eltern" nun keine Gedanken darüber machen, wie sie mit ihren Kindern umgehen müssen, damit die nicht auch eines Tages zum Amokläufer werden.

    Man könnte den Kindern ja einfach die Spiele wegnehmen…

    und den Fernseher…

    und das Radio…

    und die Zeitung…

    und das lustige Taschenbuch…

    denn selbst hier findet sich ja die Darstellung von Gewalt.

    Und die Eltern, die heute schreien "Weg mit der Gewalt in PC-Spielen" – was haben die gelacht, als Jerry, die Maus, den Schwanz von Kater Tom in die Steckdose gesteckt hat?

    Oder Bugs Bunny mal wieder vom schießwütigen Jäger verfolgt wurde – auf den dann im Laufe der Jagd ein Baum fiel, der dann von einem Bären gejagt wurde…

    Man könnte diese Liste ewig fortführen – und nun soll mir mal jemand den Unterschied zwischen der Gewalt dort und der Gewalt in einem Computerspiel erklären.

    Oder besser: Beweisen, dass die aktive Rolle in einem PC-Spiel dem Kind oder Jugendlichen mehr schadet als die passive Rolle bei Filmen.

    Wenn ich von mir ausgehe: es hat mich immer mehr gereizt, die Ereignisse eines Filmes in Natura nachzuspielen.

    Den beim Computerspiel war ich ja schon aktiv tätig, das hatte ich schon getan.

    Bestes Beispiel dafür war ja wohl der brutale Mord an dem Mädchen in England – falls sich noch jemand erinnern kann. Dort hatten zwei Jungs den Mord, den sie in einem Film gesehen hatten, fast originalgetreu nachgespielt – einfach weil sie wissen wollten, wie es ist.

    Aber ich komme wohl langsam vom Thema ab – oder auch nicht…

    Auf jeden Fall sollten sich die "armen, verwirrten Eltern" mal die Frage stellen, wie es möglich sein kann, dass man ein halbes Jahr nichts davon mitbekommt, dass der Sohn nicht mehr in der Schule ist – ein wenig mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge hätte sicherlich nicht geschadet.

    Und bevor falsche Schlüsse gezogen werden:

    Ich bin selber Vater von zwei Kindern, und ich gebe mein Bestes, um zu verhindern, dass aus meinen Kindern irgendwann Opfer werden – den aus Opfern werden zu Großteil Täter…

  • Am 14. Mai 2002 um 8:24 von udla

    Täter-Opfer-Täter
    Ich muss schon sagen, hier hat mir einer aus der Seele gesprochen.

    Sowohl was die Politiker angeht als auch die Täter-Opfer-Täter-Schleife.

    Leider gibt es zu wenig Menschen, die in der Lage sind, hinter die Aktionen zu schauen, die meisten sind wohl zu bequem dazu und urteilen vorschnell.

    Meiner Meinung nach steckt in jedem von ein Killer, es bedarf nur der "richtigen" Auslöser wie z.B. in die Enge getrieben zu werden.

    Ich kann für mich nicht ausschliessen, dass ich unter bestimmten Umständen auch töten würde:

    Bei Lebensbedrohung meiner Person oder meiner Familie, oder wenn mein Leben komplett GEWOLLT zerstört wurde.

  • Am 14. Mai 2002 um 8:36 von udla

    WAFFEN, POLITIKER; COMPUTERSPIELE
    Bist Du da sicher Boeser Gerd, dass das Ungültigmachen von Stimmzetteln diese von Dir genannten Auswirkungen hat?

    Und selbst wenn es jetzt so ist, was glaubst Du passiert dann, ein Umdenken der Politiker oder eine Wahlgesetzänderung ? Ich glaube eher das letztere.

  • Am 14. Mai 2002 um 9:41 von peter

    erfurter amoklauf
    Wenn jeder Jugendliche zur Waffe greifen würde der unter Druck steht,währe die halbe Menschheit schon ausgerottet.

  • Am 14. Mai 2002 um 9:58 von thomas s

    Computer Gamer= Mörder
    also lieber Dipl.-Paed. Hilmar Sauer ich weiss ja nicht aber:

    ich will den mord nicht verharmlosen aber was sie über computerspiele geschrieben haben naja.. ich selber spiele counterstrike, quake, und all diese "mörderspiele" ich hab auch groossen druck im leben und bin ich jetzt ein schläfer der nur wartet bis irgentwas in seinem leben schief läuft und dann 30 leute niedermetzelt.. ne ne das ist zu einfach. schalten sie mal die tagesschau ein.. und was sieht man da?! ich finde wir machen es uns zu leicht sind es nicht wir selber die schuld sind JEDER von uns?? für den grossteil der menschen ist geld, auto job wichtiger als der mensch selber. haste nix biste nix.. daran sollten wir arbeiten und nicht nach anderen sündern schauen..aber das ist unser naturell nicht wir selber sind es sondern imeer jemand oder etwas anderes.. arbeiten wir an uns..

    gruss thomas

  • Am 14. Mai 2002 um 18:10 von Ralf Breuning

    Amoklauf Erfurt
    Wieder einmal wird ein Sündenbock gesucht und weil es so praktisch ist findet man auch sofort einen, nämlich das schwächste Glied in der Kette. Auf die Idee, daß die Eltern ihren Sohn vernachlässigt haben kommt natürlich niemand. Auch sie kannten nur eines, ihre eigene berufliche Karriere, anstatt sich die Zeit zu nehmen um sich die Sorgen ihres Jungen anzuhören. Anstatt mit ihm zu reden wurde er mit (Taschen)Geld abgespeist. Sie interessierte weder unser total veraltetes, doktrinäres Schulsystem, noch der Leistungsdruck, im Gegenteil, sie übten – typisch Deutsch – noch mehr Druck aus. Nicht nur der Junge hat versagt, sondern in erster Linie die Eltern, unsere selbstherrliche Schulbürokratie die sich selbst verwaltet und die Gesellschaft die dies zuläßt. Erwachsene können Kinder bekommen, aber die befähigen sie noch lange nicht zu deren Erziehung.

    Und was macht die Politik? Sie nützt die Gelegenheit und ändert wieder einmal zuerst die Gesetze. Ob in USA ein Terroranschlag verübt wird oder bei uns ein Schüler durchdreht, zuerst einmal die Gesetze ändern und zwar so, daß man in diesem Zug gleich ein paar unliebsame demokratische Regeln außer Kraft setzt. Die sind genauso unfähig wie die Eltern dieses Jungen. Sie kennen noch nicht einmal die Fremdworte die sie benützen, sonst würden sie diesen kaltblütig geplanten Massenmord nicht verniedlichend Amoklauf nennen.

  • Am 14. Mai 2002 um 19:26 von RW

    Warum
    wird nicht hinterfragt, wieso der Robert S. einen derartigen Haß auf seine Lehrer hatte?

    Heile Welt, alles Friede, Freude, Eierkuchen? Mitnichten: Ich habe meine Schulzeit erlebt als ein Mix aus Vorurteilen und Abneigung gegenüber den sozial schwachen. Stars der Klasse waren die tollen Sportler, die am weitesten Tauchen und am besten Fussballspielen konnnten. Fur Jungs wie mich, die körperlich noch gar nicht so weit ausgebildet waren, war nur unterschwellige Abneigung übrig. Wie erkläre ich mir, dass ich vom Status "höchstens durchschnittlich" als Realschüler zum besten Schüler der Höheren Handelsschule wurde, ebenfalls zum besten Schüler der Berufsschulklasse und ebenfalls einer der besten Studenten an der Fachhochschule. Wenn mein Klassenlehrer wüsste, das ich heute CEO meines eigenen Unternehmens bin, der würde einen Herzschlag kriegen.

    Meine Meinung ist: Sowohl auf negativen als auch auf postiven Eindrücken bleibt man sitzen. Zeigte ich als Klassenprimus z. B. auf, so wurde ich oftmals nicht drangenommen, weil man vermutete, ich wüßte es ja eh. Nicht immer, aber manchmal lag ich falsch mit meiner Antwort. Trotzdem hatte ich einen positiven Eindruck gemacht!

    Es ist bemerkenswert, dass man sowohl als unterdurchschnittlicher, gehänselter Schüler als auch als Klassenprimus ein Außenseiter ist.

    Lehrer haben zuviel Macht. Sie entscheiden mit einem Federstreich über Glück oder Unglück von jungen Menschen, die sich in der heutigen Zeit noch weniger wehren können, als ich mich vor 10 Jahren.

    Kommen dann noch völlig verblendete Eltern dazu, die alles von ihrem Sprössling verlangen, dann ist aus meiner Sicht eine solche Tat sicherlich nicht richtig, aber der Weg dorthin nachvollziehbar

  • Am 14. Mai 2002 um 23:33 von Brother Tak

    Ich bin Schuld !
    Ist es nicht eigenartig. Wir ergehen uns bei diesen schrecklichen Ereignissen in Schuldzuweisungen, referieren über die Computerspiele, die Eltern und Lehrer, die Politiker. ich habe keinen in Funk und Fernsehen, in Zeitungen und auch hier (mich eingeschlossen) bisher darüber reden gehört was unsere eigene Schuld ist. Erfurt ist weit !? Deshalb sage ich, ich bin Schuld, weil ich nicht zur Wahl gegangen bin und die gewählt und unterstützt habe, die das verdienen. Ich bin Schuld, weil ich zuwenig mit Lehrern und mehr über sie geredet habe. Ich bin Schuld, weil ich mir nicht mehr die Zeit nehme mit meinen Mitmenschen zu reden. Ich bin Schuld weil ich nicht mit aller Macht versuche Missstände zu verändern. Wir können alle herrlich Palavern, gehen wir endlich raus und ändern das was wir als falsch erkannt haben ? Erst dann sind wir nicht mehr Schuld !

  • Am 15. Mai 2002 um 9:23 von basileus50

    Familie ist Schuld
    Die Herren Pfofiler sollen mal die Schulde untersuchen –

    ich mmöchte nicht wiisen auf welche Kälte sie da stossen.

  • Am 15. Mai 2002 um 13:56 von O.B.

    Wieso eigentlich immer ‚Amoklauf‘
    Der Taeter ist definitv nich ‚Amok‘ gelaufen. Durch die Tatsache, dass er ca.ein halbes Jahr gezielt auf die Tat hingearbeitet hat steht doch wohl fest: Das war nichts anderes als ‚Rachemord‘.

    O.B.

  • Am 19. Mai 2002 um 15:55 von Jona

    Erfurth… und keine ernsthafte polit. Lösung
    Maßnahmen "nach Erfurth" unzureichend

    Möchten wir uns nach Erfurth wirklich nur auf eine Symptombehandlung beschränken?

    Schärfere Waffengesetzte, das Verbot diverser PC-Programme und weniger Gewalt in den

    Medien sind für sich genommen sehr lobenswerte Ansätze.

    Doch weder wir Bürger, noch die Politiker glauben ernsthaft damit eine solide Lösung des Problems gefunden zu haben.

    Mit Verboten und Restriktionen hält man keinen Attentäter auf.

    Unser Innenminister hatte kurz nach dem schrecklichen Attentat angeregt das Schulsystem unserer Leistungsgesellschaft grundlegend zu überdenken. – Was ist aus diesem Ansatz geworden? Was wird aus der Problematik, dass man nach einer misslungenen Abi-Prüfung in Thüringen keinerlei Schulabschluß besitzt?

    Richtig, wir leben in einer Leistungsgesellschaft und leben auch nicht schlecht damit….aber

    wie weit wollen wir damit gehen?

    Ich selber -als junger Mensch- würde mich zu den "Leistungsbereiten" zählen.

    Mein Standpunkt ist jedoch, dass wir ganz klar neben der Förderung von Leistung in der Schule auch vermehrt das Sozialverhalten (Sozialkompetenz) der Schüler fördern müssen.

    Und jetzt liebe Lehrer, Sozialkompetenz ist doch nicht ausschließlich eine Aufgabe der elterlichen Erziehung!! ( Wenn ein Grundschullehrer mit seinen Schülern das beliebte Spiel "Rechenkönig" spielt muß er sich eben auch Gedanken darüber machen, wie mit den Verlieren dieses Spiels verfahren wird, damit der Schulfrust nicht schon hier die ersten zarten Wurzeln entwickelt….(o.k. kleine Übertreibung, fördert aber die Anschaulichkeit, gelle?)

    MEINE Meinung im groben Zügen:

    1.Wer wie in der Schule den Leistungsgedanken fördert, muß gleichzeitig auch die Sozialkompetenz schulen. Das eine Ziel ist ohne das andere Ziel nicht vollständig.

    2. Es muß klar werden, dass Leistung und Sozialkompetenz keine gegensätzlichen

    Ziele darstellen.

    3. Sozialkompetenz ist nicht nur Aufgabe elterlicher Erziehung sonder muß immer im Zusammenhang mit dem Leistungsgedanken gelehrt werden ( d.h. IN der Schule )

    4. Dies sollte als der Deutsche Ansatz gesellschaftlichen Zusammenlebens definiert werden.

    Denn wir wollen keine amerikanischen Verhältnisse in der Gesellschaftspolitik.

    ( Aus meinem kurzen USA-Besuch kann weiß ich, wie es ist in größeren Städten versehentlich in einen falschen (=armen) Stadtbezirk zu geraten und dort heftig angegangen zu werden… wollen wir solche Zustände in unserem dicht besiedelten Deutschland wirklich haben?)

    5. Wir müssen eine weitere Polarisierung in der deutschen Gesellschaft vermeiden.

    Wir sind als moderne Dienstleistungsgesellschaft extrem auf Bildung und Leistung angewiesen dürfen aber den Grundgedanken der SOZIALEN Marktwirschaft nicht aus den Augen verlieren.

  • Am 2. Mai 2003 um 23:15 von Bill Clinton

    Es ist alles gesagt!
    Jetzt 1 Jahr danach. Haben sich die Wellen geglättet.<br />
    Schade, dass ich meine Zeit mit dem Artikel vergeudet habe.<br />
    Ich habe gesagt, was WAHR ist und was gewesen ist. <br />
    <br />
    Alle Deine geäußerten Vermutungen sind wahr. Du HAST begriffen was ich meinte UND willst es kramfhaft nicht wahr haben.<br />
    DU hast es auf den Punkt gebracht ZITAT " Dann verstehe ich evtl. die Leute die meinen, wir Gamer wäre eine Horde von "Schläfern" die von den Spielen aufs Morden trainiert werden und irgendwann Amok laufen." That&acute;s IT.<br />
    <br />
    Schau sie Dir nur an, die GAMER, und hör dabei zu.<br />
    <br />
    Danke<br />
    <br />
    Dipl.-Paed. H. Sauer

  • Am 2. Mai 2003 um 23:26 von Bill Clinton alias DabbbelYOUBusch

    Korrektur: Antwort auf Bisasam 14.5.02
    Meinung:<br />
    <br />
    Jetzt 1 Jahr danach. Haben sich die Wellen geglättet.<br />
    Schade, dass ich meine Zeit mit dem Artikel vergeudet habe.<br />
    Ich habe gesagt, was WAHR ist und was gewesen ist. <br />
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    Alle Deine geäußerten Vermutungen sind wahr. Du HAST begriffen was ich meinte UND willst es kramfhaft nicht wahr haben.<br />
    DU hast es auf den Punkt gebracht ZITAT " Dann verstehe ich evtl. die Leute die meinen, wir Gamer wäre eine Horde von "Schläfern" die von den Spielen aufs Morden trainiert werden und irgendwann Amok laufen." That&acute;s IT.<br />
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    Schau sie Dir nur an, die GAMER, und hör dabei zu.<br />
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    Danke<br />
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    Dipl.-Paed. H. Sauer

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