Comdirect schließt italienische Tochter

Preiskampf und Baisse gaben den Rest

Comdirect hat gestern entschieden, seine italienische Niederlassung wieder zu schließen. „Preiskämpfe haben in Italien zu einem inakzeptablen Preisniveau geführt“, begründen die Quickborner den Schritt. Die Geschäftsentwicklung habe auch aufgrund der anhaltenden Baisse an den Aktienmärkten im Jahr 2001 nicht den Planungen und Erwartungen entsprochen.

Die Gewinnschwelle konnte in der ursprünglich angestrebten Zeit nicht mehr erreicht werden. Die Commerzbank-Tochter muss durch den Schritt eine außerordentliche Wertberichtigung in der Bilanz 2001 in Höhe von 51,7 Millionen Euro vornehmen.

Ende letzten Jahres hatte die Bank ihr selbstgesteckte Ziel verfehlt, bis zum Jahresende die Online-Töchter in Frankreich und Italien abzustoßen. Der Commerzbank-Tochter war es nicht gelungen, bis Silvester Käufer für die Depandancen zu finden (ZDNet berichtete).

Damals wollte die Bank bis zum Frühjahr die Verhandlungen über den Verkauf abschließen. Die Commerzbank-Tochter hatte im September für über die Hälfte der 1300 Angestellten Kurzarbeit angekündigt. Dabei nimmt Deutschlands größter Online-Broker laut dem Unternehmenssprecher Andreas Bartels auch die finanzielle Unterstützung des Arbeitsamtes in Anspruch.

Kontakt:
Comdirect, Tel.: 04106/7040 (günstigsten Tarif anzeigen)

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