Möglicherweise doch kein T-Mobile-Börsengang

Konzernssprecher deutet dritte Verschiebung an / Hoffen auf Erlös von zehn Milliarden Euro

Die Deutsche Telekom (Börse Frankfurt: DTE) schließt eine Verschiebung des für dieses Jahr vorgesehenen Börsengangs ihrer Mobilfunktochter T-Mobile nicht mehr aus. Wenn sich das Börsenumfeld nicht verbessere, sei eine Markteinführung erst nach dem Jahr 2002 möglich, sagte ein Telekom-Sprecher in Bonn.

Es wäre bereits die dritte Verschiebung des Börsengangs des Teilunternehmens. Erstmals hatte die Telekom T-Mobile im Herbst 2000 an den Markt bringen wollen. Die Telekom hatte den Termin damals mit Blick auf die langwierige Eingliederung des US-Mobilfunkunternehmens Voicestream verschoben. Im Jahr 2001 machte die Krise bei den Technologiewerten die Verkaufspläne zunichte.

Für die Telekom wäre ein nochmaliges Hinauszögern ein schwerer Schlag. Das mit 65 Milliarden Euro verschuldete Unternehmen hofft auf zehn Milliarden Euro aus dem Börsengang, die schon fest für die Schuldenabbau eingeplant sind. Dieser droht schon durch den möglicherweise vor dem Scheitern stehenden Verkauf der Telekom-Kabelnetze an den US-Konzern Liberty Media ins Stocken zu geraten. Auch der hier vereinbarte Kaufpreis von 5,5 Milliarden Euro sollte in die Schuldentilgung fließen.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800-3300700

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