Neuerliche Klage gegen Kazaa und Co

Napster-Nachfolger wieder unter Beschuss / Diesmal klagt die NMPA das Copyright ein

Eine weitere Organisation von Rechteinhabern an modernem Liedgut ist gegen die Nachfolger von Napster vor den Kadi gezogen. Die National Music Publisher’s Association (NMPA) hat beim Bezirksgericht in Los Angeles Klage gegen Musiccity, Grokster und Kazaa eingereicht. In der NMPA sind die Besitzer der meisten in den USA populären Songs versammelt. Erst Anfang Oktober hatten die Recording Industry Association of America (RIAA) und die Motion Picture Association of America (MPAA) beim selben Gericht Unterlassungsanträge gegen die Tauschservices eingereicht (ZDNet berichtete).

Bei den drei verklagten Anbietern handelt es sich um reinrassige Erben der kostenlosen Tauschbörse Napster mit einem Unterschied: Anders als bei Napster ist bei den drei Systemen keine zentrale Instanz zur Verwaltung der Downloads nötig. Die Netzwerke könnten also auch nach dem Abschalten der initiierenden Firma weiter bestehen.

Die Software für alle drei verklagten Anbieter stammt aus Amsterdam: Fasttrack beziehungsweise Consumer Empowerment nennt sich selbst eine „virtuelle Organisation“, die angestellten Programmierer stammen aus ganz Europa. Der Chef von Fasttrack, Niklas Zennström, agiert zugleich als Geschäftsführer von Kazaa. Hinter Music City beziehungsweise Stream Cast Networks steht Timberline Venture Partners.

Kurz nachdem die amerikanischen Musikverbände im Oktober Klage gegen die Musiktauschbörsen eingereicht haben, hat Kazaa seinerseits Klage gegen den holländischen Musikverband Buma/Stemra erhoben. Kazaa erklärte, man sei unmittelbar vor einer Einigung mit der Organisation über offene Copyright-Fragen gestanden. Die Verhandlungen seien aber nach der Klage der amerikanischen Verbände eingestellt worden. Kazaa bezichtigte Buma/Stemra einer monopolistischen Position im Bereich des Musik-Copyrights.

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