Polnischer Telko-Minister wegen Korruptionsvorwürfen beurlaubt

Außerdem Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen kritisiert

Der polnische Telekommunikationsminister Tomasz Szyszko ist vorläufig beurlaubt worden, weil es Korruptionsvorwürfe gegen einen seiner früheren Mitarbeiter gibt. Polnische Medien berichteten am Samstag, Ministerpräsident Jerzy Buzek habe die Entscheidung nach dem Bekanntwerden eines Berichtes des polnischen Rechnungshofes getroffen, in dem ein „Korruption begünstigendes System“ in dem Ressort beklagt wird.

In dem Bericht werden auch Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe polnischer UMTS-Mobilfunklizenzen kritisiert. Die Lizenzen waren im Dezember vergangenen Jahres für je 650 Millionen Euro an die drei bestehenden polnischen Netzbetreiber vergeben worden. Erst am Mittwoch hatte Buzek den stellvertretenden Verteidigungsminister Romuald Szeremietiew entlassen, dessen wegen Korruption angeklagter Assistent sich nach Schweden absetzen wollte.

Die polnische Regierung hat bis zum Ende der Frist nur drei Bewerbungen für die Vergabe von insgesamt fünf neuen UMTS-Mobilfunklizenzen erhalten (ZDNet berichtete). In Polen werden die Lizenzen in einem so genannten Beauty Contest vergeben. Im Gegensatz zur Versteigerung, bei der die Meistbietenden zum Zuge kommen, entscheidet dabei die Regierung nach vorher festgelegten Kriterien über die Vergabe.

Aktuelles und Grundlegendes zum Universal Mobile Telecommunication System bietet ein News-Report zum Thema UMTS.

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