Weitere Niederlage für Rambus

Gericht in Monza gibt Micron Technology Recht / Werk in Avezzano darf weiter SDRAMs produzieren

Das Gericht in Monza, Italien, hat Micron Technology vom Vorwurf der Patentverletzung frei gesprochen. Die Firma darf weiterhin SDRAM-Bausteine in einem Werk in Avezzano fertigen. Geklagt hatte Rambus (Börse Frankfurt: RMB), dass bekanntlich das Recht auf beinahe jede Speicherart bei PCs anmeldet.

„Das Gericht hat den Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen unser italienisches Werk zurückgewiesen“, erklärte der Micron-Sprecher Sean Mahoney. „Wir verletzen die Patente von Rambus nicht“, stellte er nochmals klar. Das US-Bezirksgericht im östlichen Virginia hatte Rambus Mitte des Monats im Patentrechtsstreit mit Infineon (Börse Frankfurt: IFX) sogar Betrug vorgeworfen.

Zwischenzeitlich ist Rambus selbst von Hyundai und Micron Technology wegen Verstoßes gegen das Kartellrechtsgesetz vor den Kadi gezerrt worden (ZDNet berichtete). „Die Rechte an unseren Techniken sind unser Geschäft und wir zögern nicht, diese zu verteidigen“, kommentierte der Rambus-Chef Geoff Tate das Vorgehen seines Unternehmens.

Rambus hält nach eigenen Angaben nicht nur das Recht an SDRAM und RDRAM, sondern noch an fast jeder anderen Speichertechnik. Die Firma hatte 1990 eine ganze Reihe von Patenten auf Speichertechniken angemeldet, seit 1999 gehört ihr auch das Recht auf die Rambus-Konkurrenztechnik DDR.

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