RIAA verklagt nun auch Aimster

Musikindustrie macht Tabula rasa: Nach Napster und Scour soll nun der dritte Musik-Tauschservice geschützte Musik ausfiltern

Aimster steht derzeit im Kreuzfeuer der Industrie. Vor wenigen Tagen hatte AOL Time Warner (Börse Frankfurt: AOL) dem Tauschservice die Domain Aimster.com weggeklagt, nun zieht die amerikanische Musikindustrie gegen ihn zu Felde. Die Recording Industry Association of America (RIAA) hat Klage wegen Copyright-Verletzungen beim Bezirksgericht in New York gegen Aimster eingereicht.

Aimster erlaubt unter Einsatz von Messengern den Tausch von allen möglichen Dateien mit Buddies genannten Online-Freunden. Die Software nutzt die Open-Source-Technik Gnutella um den Transfer zwischen den Nutzern zu ermöglichen.

Die RIAA hat bereits vor Wochen gegen die Services Napster und Scour Siege vor Gericht verbuchen können (ZDNet berichtete). Die Vereinigung erklärte, man habe Aimster genau wie andere Betreiber von vergleichbaren Diensten schriftlich gewarnt. „Aimster ist Napster in grün“, erklärte der RIAA-Anwalt Cary Sherman. „Unter einer anderen Oberfläche arbeitet der selbe Mechanismus.“

Aimster hatte bereits Anfang des Monats das Bezirksgericht in New York ersucht, ein „deklaratives Urteil“ zu sprechen, in dem die Firma vom Vorwurf der Verletzung des US-Kopierschutzrechts entlastet wird. Damit reagiert Aimster auf das besagte Schreiben der RIAA (ZDNet berichtete).

Das Gericht sollte Aimster durch seinen Spruch ein für alle mal vor rechtlichen Anfeindungen durch die Musikindustrie schützen. Die Firma erklärte damals, man biete in erster Linie ein Tool für die private Kommunikation. Man könne nicht verlangen, dass die transportierten Inhalte auf kopiergeschützte Musik hin untersucht wird. „Sollen wir denn unsere Kunden bespitzeln

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