Linux-Company Eazel macht dicht

Unternehmen wollte Open Source für die Masse entwickeln / Kein Geld in der zweiten Finanzierungsrunde gefunden

Die angespannte Situation am Kapitalmarkt für Technologiefirmen hat ein neues Opfer gefordert: So musste die Linux-Company Eazel nach 16 Monaten Geschäftstätigkeit schließen. Zu den Gründungsmitgliedern des Unternehmens zählten unter anderem der 1982 zu Apple (Börse Frankfurt: APC) gestoßene Mike Boich, der dort zum energischen Fürsprecher für das Macintosh-Projekt wurde, sowie Andy Hertzfeld, der ab 1979 bei Apple beschäftigt war und einen großen Teil des Original Mac OS geschrieben hat.

Eazel hatte sich zum Ziel gesetzt, die Gnome-Oberfläche um ein grafisches Interface zu erweitern, das die Benutzung von Linux so einfach wie die eines Macintosh machen und so auch für die breite Masse bedienbar machen sollte. Sowohl bei Gnome als auch dem konkurrierenden KDE kommen die Linux-User schwer um das Eintippen von Kommandozeilen herum.

Das Unternehmen veröffentlichte im März die Version 1.0 seiner Nautilus-Oberfläche. Auch Eazel veröffentlichte seine Entwicklungen wie der Rest der Gnome-Gemeinde unter dem Open Source-Modell, so dass die Software die Firma möglicherweise überleben wird. „Das hängt alles davon ab, ob sich für die weitere Entwicklung Freiwillige melden und wer Interesse daran hat, die Arbeit fortzusetzen“, sagte der erste Angestellte von Eazel, Darin Adler, mittlerweile ein unabhängiger Consultant. „Es gibt keine Garantie, dass sich da jemand findet.“

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